Google verärgert Taiwan mit Enthüllung von Militärgeheimnissen

Militäranlage aus der Google Earth-Perspektive (Bild: Google Earth)

Dank Google Earth können Internet-Nutzer so ziemlich jedes Fleckchen der Erde bereisen - zumindest virtuell. Einfach Stadt, Land und Straßennahmen in der Adressleiste eingeben und schon ist man in New York, Bangkok oder Budapest. Wer allerdings Orte in Taiwan sucht, der könnte demnächst auf der virtuellen Landkarte mehrere verpixelte Bilder entdecken. Denn das Land hat sich an den Internet-Giganten mit der Bitte gewandt, einige wichtige Militäreinrichtungen unkenntlich zu machen.

Dies berichten übereinstimmend das britische Nachrichtenmagazin The Guardian und die Onlineplattform der britischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt BBC. Grund für die Aufregung der taiwanesischen Regierung sind auf Google Earth und Google Maps einsehbare Bilder der Insel Itu Aba, auch bekannt als Taiping Dao. Auf den Bildern ist unter anderem ein aus vier Gebäuden bestehender Komplex zu sehen, die eigentlich Top Secret ist. Entsprechend groß ist der Ärger über deren Enthüllung.

Google Earth zeigt auch Konfliktregion im Südchinesisches Meer

Taiping Dao ist die flächenmäßig größte Insel der Spratly-Insel im Südchinesischen Meer. Das Gebiet und die hier vorhandenen Rohstoffe sind seit Jahrhunderten Grund für territoriale Besitzansprüche mehrerer Staaten. So streiten China, Taiwan, Japan, Südkorea, Philippinen, Indonesien und Vietnam um die Inselgruppe. In den letzten Jahren hat sich der Konflikt immer mehr zugespitzt. Taiping Dao wird von Taiwan kontrolliert, aber auch China meldet Besitzansprüche auf die Insel an.

Google Earth zeigt die Welt, auf diesem Bild aber ohne Militärgeheimnissen... (Bild: Google)

Google Earth zeigt die Welt, auf diesem Bild aber ohne Militärgeheimnissen zu verraten. (Bild: Google)

Verständliche also, dass die Google-Bilder vor dem Hintergrund dieses Konflikts von Taiwan ungern gesehen werden. In einer Stellungnahme sagte der Sprecher des taiwanesischen Verteidigungsministeriums, Chen Chung-chi, dass man Google mit Blick auf den Schutz militärischer Geheimnisse gebeten habe, die Bilder zu verpixeln. Laut dem Bericht der BBC befasse sich Google derzeit mit der Angelegenheit. ‚Wir nehmen Sicherheitsfragen sehr ernst und sind immer bereit, mit Behörden und Verantwortliche einen Diskurs zu führen‘, sagte Google-Sprecher Taj Meadows der Rundfunkanstalt.

Tags :Quellen:BBCThe Guardian
  1. Joar… auch ne art politik zu machen… das gab es eine anweisung von welcher regierungsbehörde auch immer ( NSA/ CIA … ) veröffentlich das mal… mal gucken… es gibt nur ein land das seine dreckigen und kapitlistischen Finger überall hin ausgestreckt… wer hat es erkannt? wer sagte das vorraus? ….

  2. was würde passieren, wenn es russisches google maps gibt und man dort bilder geheimer amerikanischer basen veröffentlich… bummmmmmmmmmmmmmm

  3. Wenn russischer und / oder chinesischer Kartendienst, der „Geheimnisse“ der USA und der USA- Hiwis auf Karten enthüllt, dann dürfte es USA- Firmen erziehen es auch wo anders zu beachten.
    Satelliten haben die Russen und Chinesen reichlich…
    Nur Frage der Zeit.

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