Yahoo wurden 500 Millionen Kundendaten geraubt

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Hacker haben 2014 bei Yahoo 500 Millionen Datensätze erbeutet. Dabei handelt es sich um Informationen von Nutzerkonten. Angeblich soll der Angriff seitens eines Staates organisiert worden sein.

Angriff auf Yahoo: Der Dienst soll 2014 Opfer einer massiven Hackerattacke geworden sein, bei der eine halbe Milliarde Kundendatensätze erbeutet wurde. Wer den Angriff durchführte, ist nicht bekannt, Yahoo wittert jedoch einen fremden Staat dahinter.

Zu den Daten, die bei dem Angriff entwendet wurden, gehören Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten und gehashte Passwörter. Der größte Teil der Kennwörter sei mit der Hashfunktion bcrypt verarbeitet worden. Darüber hinaus wurden auch Sicherheitsfragen und –antworten kompromittiert, die laut Yahoo zum Teil unverschlüsselt waren.

„Die laufende Untersuchung legt nahe, dass in den gestohlenen Daten keine ungeschützten Passwörter, Kreditkartendaten oder Bankkontoinformationen enthalten waren“, schreibt Bob Lord, Chief Information Security Officer bei Yahoo, in einem Blogeintrag. Letztere seien gar nicht in dem System abgelegt, auf das die Hacker zugegriffen hätten. Auch gebe es keine Anzeichen dafür, dass die „staatlich unterstützten Täter derzeit in Yahoos Netzwerk sind“.

Yahoo benachrichtigt nach eigenen Angaben seit gestern Abend alle möglicherweise betroffenen Nutzer per E-Mail. Bisher liegt diese Nachricht allerdings nur in englischer Sprache vor. Darin fordert Yahoo die Betroffenen auf, ihr Passwort zu ändern. Zudem würden alle unverschlüsselten Sicherheitsfragen und –antworten für ungültig erklärt. Darüber hinaus rät Yahoo allen Nutzern, die seit 2014 dasselbe Passwort für ihr Yahoo-Konto verwenden, ein neues Kennwort zu vergeben.

Anfang August hatte ein Hacker, der sich selbst „Peace“ nennt, Zugangsdaten für 200 Millionen Yahoo-Konten im Dark Web angeboten. Zu dem Zeitpunkt wollte Yahoo die Echtheit der Daten weder bestätigen noch dementieren, sondern zunächst prüfen. Zuvor hatte Peace bereits Zugänge für MySpace und LinkedIn inseriert.

Die Nonprofit-Organisation The Privacy Rights Clearinghouse, die sich mit Datendiebstählen von Cyberkriminellen beschäftigt, stuft den Angriff als den größten jemals bekannt gewordenen Datenverlust ein. „Es ist keine Überraschung, dass Einbrüche selbst in dieser Größenordnung stattfinden“, kommentierte Jeremiah Grossman, Chief of Security Strategy beim Sicherheitsanbieter Sentinel One und ehemaliger Information Security Officer bei Yahoo. „Yahoo ist nicht das erste Unternehmen. Und es wird auch nicht das Letzte sein.“ Gerade für große Internetkonzerne wie Yahoo sei es eine besonders große Herausforderung, ihre riesigen Computernetzwerke zu schützen, weil sie Hackern so viele Angriffspunkte böten.

Tags :Quellen:News.comVia:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de

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