HP Officejet-Serie: Firmware-Update macht Billigpatronen inkompatibel

Officejet Drucker von HP (Bild: HP)

Wer einen HP-Drucker aus der Officejet-Serie sein Eigen nennt und günstige Drittherstellerpatronen verwendet, wurde in den letzten Tagen häufig mit einer Fehlermeldung konfrontiert. Der Grund: Durch ein neues Firmware-Update hat HP die Billigpatronen inkompatibel gemacht. Drucker, die ans Internet angeschlossen sind, haben das Update womöglich automatisch installiert.

Das Update hat HP am 13. September ausgerollt. Betroffen sind fast die gesamte Officejet-(Pro-)Serie sowie Modelle aus der Pro-X-Serie. Mit der neuen Firmware sind die Drucker in der Lage, anhand des verbauten Patronen-Chips zu erkennen, ob es sich um eine originale HP-Patrone oder ein Billigprodukt handelt. Bei Nachbau- oder Refill-Patronen verweigern die Drucker dann den Dienst. Auf der sicheren Seite ist, wer Patronen benutzt, die über einen offiziellen HP-Chip verfügen. Dazu gehören zum Beispiel Alternativen von Pelikan, die auch nach dem Firmware-Update noch bestens funktionieren.

HP begründet das Update mit seinem Bestreben, Kunden bestmöglich zu unterstützen und die Sicherheit seiner Produkte zu gewährleisten. Auch will der Druckerhersteller sein geistiges Eigentum schützen. Bereits 2015 entwickelte HP ein Update für einige seiner Drucker, die Patronen von Ninestar inkompatibel machten. Der Patronenhersteller modifizierte danach seine Chips.

Wer auf Nummer sicher gehen will, seine günstigen Patronen auch in Zukunft nutzen zu können, sollte das automatische Firmware-Update seines Druckers ausstellen. Eine Option dafür findet sich meist im Web-Frontend des Druckers, auf das ihr über die IP-Adresse des Druckers zugreifen könnt. Alternativ lässt sich die Funktion meist auch am Drucker selbst in den Einstellungen abschalten.

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