Telekom strukturiert massiv um

(Bild: Deutsche Telekom)

Die Telekom will ihr Unternehmen neu Strukturen und vereinfacht seine Struktur in Deutschland. Auslöser ist die IP-Telefonie, für die viel weniger Mitarbeiter benötigt werden. Entlassungen soll es nicht geben.

Nach Berichten von Reuters und der Wirtschaftswoche soll die Telekom ihr Geschäft in Deutschland umbauen. Künftig werden die Mitarbeiter in die Bereiche Privatkunden, Firmen, Services und Technik eingeteilt. Offiziell wurde der Plan noch nicht gemacht. Der Konzernumbau soll 15.000 Mitarbeiter betreffen.

Wegen der Umstellung auf IP-Telefonie weg fallen viele angestammte Arbeitsplätze weg. Daher werde auch einer der Kernpunkte der Neustrukturierung der Bereich Kundenservice in Deutschland sein. Hier sollen mehrere Bereiche zusammengelegt werden. Wie die Wirtschaftswoche berichtete wird Ferri Abolhassan dessen Leitung übernehmen. Abolhassan leitete bislang die Großkundensparte T-Systems.

Dass ab 2019 Tausende Mitarbeiter bei der Telekom wöchentlich zwei Stunden weniger arbeiten werden, steht daneben wohl schon fest. Seit Jahren entlässt das Unternehmen immer wieder Mitarbeiter. So sank die Zahl der Beschäftigten in den zurückliegenden fünf Jahren um etwa 30.000. Derzeit sind in Deutschland etwa 68.000 Tausend Menschen für die Telekom tätig. Weltweit sind es 221.000.

Telekom-Vorstand Timotheus Höttges (Bild: DTAG)

Telekom-Vorstand Timotheus Höttges (Bild: DTAG)
Pressekonferenz GeschŠftszahlen 2. Quartal 2011, Deutsche Telekom AG, 4.August 2011 in der Zentrale Bonn.
RenŽ Obermann, Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom
Timotheus Hšttges, Vorstandsmitglied Finanzen
Philipp Schindera, Leiter Corporate Communications Deutsche Telekom
Press conference Financial Figures Q2 2011, Deutsche Telekom AG, August 4, 2011 at Group Headquarters in Bonn
RenŽ Obermann, Chief Executive Officer (CEO)
Timotheus Hšttges, Board member for Finance (CFO)
Philipp Schindera, Senior Vice President Communications Deutsche Telekom


Wir berichteten erst vor wenigen Tagen darüber, dass die Telekom vor einem großen Umbau stehe. Dabei solle vermehrt auf Effizienz geachtet werden. Damals wurde aber auch spekuliert, dass möglicherweise mehrere Tausend Jobs wegfallen könnten. Auf den Prüfstand sollen auch Bereiche des Auslandsgeschäfts gestellt werden – nachgedacht werde vor allem über das Engagement in Griechenland und Osteuropa. Angeblich stand bei dem Strategietreffen des Vorstandes Anfang September auch der Teilverkauf von Sparten von T-Systems zur Diskussion. Ein Konzernsprecher hatte damals erklärt, dass der Umbau der Telekom ein „kontinuierlicher Prozess“ sei.

Dass verschiedene Innovationsthemen noch nicht so greifen wie geplant, ist derzeit ein Hauptproblem der Telekom. Zur CeBIT etwa startete die Telekom ein eigenes Public-Cloud-Angebot. Auch die Übernahme von Host Europe ist noch ein Schritt im Zuge der Neuausrichtung des Unternehmens. Vor wenigen Wochen startete die Telekom zudem eine weitere Ausbaustufe des Rechenzentrums in Biere/Magdeburg. Von dort kommen etwa auch die deutschen Azure-Dienste von Microsoft. Als sogenannter „Datentreuhänder“ hat die Telekom hier zwar ein wichtige Position inne, aber auch dieses Geschäft steht derzeit eben gerade erst am Anfang.

Tags :Quellen:Mit Material von Martin Schindler, silicon.de

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