Fusioniert Kurznachrichtendienst Twitter mit Disney?

(Bild: Übergizmo)

Steht der Kurznachrichtendienst Twitter vor der Übernahme durch Disney? Wie der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg am Montag unter Berufung auf nicht genannte Quellen berichtet, habe der Unterhaltungskonzern zu diesem Zweck einen Finanzberater engagiert. Disney ist nicht der erste Interessent der mit 16 Milliarden bewerteten Social-Media-Plattform. In der vergangenen Woche hatten Medien berichtet, dass auch Internet-Gigant Google und der Unternehmenssoftware-Hersteller Salesforce an Twitter interessiert sind.

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Durch die Übernahme hofft Disney sich einen lukrativen Online-Markt für seine Unterhaltungssparte sowie seine Sport- und News-Kanäle zu erschließen. Twitter auf der anderen Seite will sich durch den Zusammenschluss zu einer Plattform entwickeln, auf der sich seine Nutzer über aktuelle Ereignisse informieren könnten. Dafür wolle der Konzern verstärkt auf Videos als Informationsquelle setzen, teilte Jack Dorsey Mitte September mit. Das geht von einem Bericht der deutschen Wirtschaftszeitung Handelsblatt hervor. Der Twitter-Chef selbst hat eine Brücke zu Disney geschlagen, er sitzt seit mehreren Jahren im Verwaltungsrat des Unterhaltungskonzerns.

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Twitter sucht einen starken Verbündeten.

Eine Stellungnahme zur möglichen Fusion liegt weder von Twitter noch von Disney vor. Fest steht, dass Disneys Aktienkurs zuletzt gesunken ist, der Aktienwert liegt laut Bloomberg bei 91,40 US-Dollar. Vor allem die Kabelfernseh-Sparte sieht sich immer mehr starker Konkurrenz durch Online-Medienanbieter ausgesetzt. Um aus dem Tief zu kommen, hatte Disney-Chef Bob Iger zuletzt verstärkt in angesagte Unternehmen wie den Streaming-Dienst Hulu und die Internetplattform der Major League Baseball, BAMTech, investiert.

Disney-Chef Bob Iger geschätzt und vergöttert

Durch die Fusion mit dem Kurznachrichtendienst hofft Disney zudem auf einen engeren Kontakt mit seinen Kunden. Der Wert von dessen Aktien ist nach den Gerüchten über die Übernahme durch Google und Salesforce bereits gestiegen. Die Chancen für eine Partnerschaft stehen deshalb gut. Nicht nur würde dieser Schritt der strategischen Ausrichtung beider Konzerne entsprechen. Hinzu kommt auch eine persönliche Komponente. Laut Bloomberg ist Iger Dorseys Mentor sowie ein von vielen Twitter-Führungskräften „bewunderter“ Stratege.

Tags :Quellen:Bloomberg HandelsblattVia:Heise.de

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