Studie: Elektromobilität für die meisten Autofahrer unattraktiv

Elektromobilität: mangelnde Reichweiten und fehlende Ladeinfrastruktur K.o.-Kriterien für Autofahrer. (Bild: LeasePlan Deutschland GmbH)

Viele Autofahrer sind nach wie vor skeptisch, was den Einstieg in die Elektromobilität angeht. Wie die Leasinggesellschaft LeasePlan in einer nun veröffentlichten Studie festgestellt hat, gibt es dafür mehrere Gründe. Neben der Tatsache, dass die Anschaffungskosten von Elektroautos nach wie vor zu hoch sind, gehören mangelnde Reichweiten sowie die unzureichend ausgebaute Ladeinfrastruktur zu den relevantesten Hemmschwellen.

BMW i3

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BMW i3
Bild: BMW

LeasePlan ist eine Tochterfirma der niederländischen LeasePlan Corporation N. V.. Sie befragt regelmäßig Autofahrer über ihr Mobilitätsverhalten. In der aktuellen Studie, die vom Meinungsforschungsinstitut TNS durchgeführt wurde, ging es um das Umweltbewusstsein der Autofahrer. An der Online-Befragung haben sich knapp 4.000 Fahrer aus 17 Ländern beteiligt, aus Deutschland waren 400 Befragte dabei.

Der wichtigste Grund für deutsche Autofahrer, warum sie noch nicht auf ein Elektroauto umgerüstet haben ist die mangelnde Reichweite. Ganze 87 Prozent der Befragten betrachten dieses Manko als Hindernis. Für 66 Prozent sind die hohen Anschaffungskosten eine unüberwindliche Hürde, während 63 Prozent die unzureichende Ladeinfrastruktur beklagen. Zu den weiteren Bedenken gehören mangelnde Verbraucherfreundlichkeit, langsame Geschwindigkeit sowie fehlende Sachkenntnis hinsichtlich der Elektromobilität.

Gründe für die Anschaffung eines Elektroautos

Wo ist die nächste Ladestation? Wann rentiert sich ein E-Auto auch finanziell? (Bild: BMW)

Wo ist die nächste Ladestation? Wann rentiert sich ein E-Auto auch finanziell? (Bild: BMW)

Darüber hinaus interessierte die Forscher, aus welchem Grund sich Autofahrer für ein Elektroauto entscheiden würden. Hier gaben 35 Prozent der Deutschen an, dass ihnen der Wagen in erster Linie gefallen sollte. 34 von 100 Fahrer können sich vorstellen, sich aus Umweltbedenken ein „grünes“ Auto zuzulegen. 14 Prozent der Befragten sind pragmatischer eingestellt, für sie wären steuerliche Anreize ein wichtiger Beweggrund. Und dann gibt Autofahrer, die Elektroautos ganz ablehnen. Zwei Prozent wollen nichts von Elektromobilität wissen. Da hat sowohl die Politik, als auch die Wirtschaft noch Hausaufgaben zu machen. Langsam wird es Zeit für Innovation. Sind ruhige und saubere Städte kein Argument?

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  1. Also ich weiß nicht, woran es liegt, jedoch scheinen sich deutsche generell schwer zu tun, sich zum wohler der Allgemeinheit einfach mal von alten Gewohnheiten oder alt hergebrachten trennen zu wollen. Ein Beispiel dafür ist für mich die antiquierte Herangehensweise der Autobauer was die potentielle Kundschaft angeht. Elektrofahrzeuge oder auch Plugin Hybriden ergeben nur dann Sinn, wenn der Kunde zu Hause oder auf Arbeit aufladen kann. Der Großteil der Kunden in der Stadt besitzt kein Einfamilienhaus mit Carport. Auf der anderen Seite erschreckt mich die doch oft dürftige Sachkenntnis zu alternativen Antriebskonzepten. Vollhybridfahrzeuge gibt es seit 15 Jahren. Dennoch weiß der Durchschnitts Deutsche bis heute nicht, dass man sie eben nicht an die Steckdose hängen muss und wie so ein Fahrzeug überhaupt funktioniert. Gerüchte wir das nötige Aufladen oder die angeblich höhere Empfindlichkeit der Technik halten sich schlicht hartnäckig. Wohl auch bedingt durch deutsche Autobauer, die 10 Jahre lang neue Entwicklungen schlicht verschlafen haben und derartige Gerüchte streuen damit der Absatz der eigenen Fahrzeuge nicht wegbricht.

    Wir könnten längst alle zumindest Hybrid fahren und so den Spritverbrauch drastisch senken. Aber nein deutsche Autobauer verkaufen ihre Hybriden nur heimlich still und leise weil sie es all die Jahre nicht hinbekommen haben ein Vollhybridauto auf den Markt zu bringen welches zuverlässig und dazu noch kostengünstig ist (siehe Toyota bei denen gibts Vollhybriden schon in der dritten Generation.)

    Also stürzen sie sich jetzt auf Pluginhybriden, bei denen es nicht auffällt wie schlecht die Energierückgewinnung funktioniert weil sie Abends ohnehin an die Steckdose gehen sollen.

    Ich bin gespannt zu welchen Mondpreisen dann die Stromer der deutschen Autobauer in den Handel kommen. Ich rechne mal ganz stark damit, dass es wieder für ein halbwegs anständig ausgestattetes Fahrzeug bei 40-50 tausend Euro losgehen wird. Weit ab davon ein Auto für die breite Masse zu sein eben. Eher Spielzeug für Wohlhabende den echte Alternative zum Benziner.

  2. zu erst brauchen wir mal ordentliche akkus die sich in wenigen minuten voll laden lassen vorher sind solche autos eben mist nicht jeder kann zuhause oder bei der arbeit sein auto laden

  3. Ruhige und saubere Städte. Ganz genau, ich möchte auch lieber ruhig und sauber über den Haufen gefahren werden. Die verbrauchten Akkus kann man ja auch sauber auf dem platten Land stapeln. Sollen die da doch auch besser in die ruhige und saubere Stadt ziehen. Neben den Kraftwerken wohnt es sich ja sowieso nicht wirklich schön.

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