Erhöhte Erdbebengefahr in der San-Andreas-Verwerfung!

San Andreas Verwerfung (Bild: SanAndreasFault.org)

Die hohe Zahl kleinerer Erdbeben unter dem Saltonsee machen Erdbebenforschern der United States Geological Survey (USGS) Sorge. In den kommenden Tagen ist die Wahrscheinlichkeit eines großen Erdbebens mit einem Prozent besonders hoch.

Die über 140 kleinen Beben in der Nähe vom kalifornischen Bombay Beach seit dem 26. September hatten eine Stärke zwischen 1,4 und 4,3 auf der nach oben offenen Momenten-Magnituden-Skala. Ihr Zentrum lag in einer Tiefe zwischen 4 und 9 km.

Erdbebenhäufung unter dem Saltonsee (USGS)

Erdbebenhäufung unter dem Saltonsee (USGS)

Für Seismologen sind das schlechte Nachrichten, denn die Beben fanden am südlichsten Ausläufer des San Andreas-Graben statt und könnten die seismologisch sehr sensible Zone destabilisieren. Bis zum 4. Oktober liegt laut Schätzungen der Seismologen die Gefahr eines großen Bebens bei einem Prozent. Die Gefahr wird dabei von Tag zu Tag geringer. Die Häufung kleiner Beben, ist für die Zone keine Besonderheit, so die USGS. Seit Jahren warnen sie vor dem großen Knall, das Beben ist schon lange überfällig.

Diese Häufung von kleinen Beben ist nach 2001 und 2009 die dritte seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1932. In diesem Bereich der San-Andreas-Verwerfung hat es seit 1680 Jahren kein großes Erdbeben gegeben. Statistisch ist die Region jedoch alle 150 bis 200 Jahre betroffen. Die Spalte ist 1.300 km lang und erstreckt sich von Mexiko im Süden bis San Francisco im Norden und teilt Kalifornien in zwei Hälften – die Nordamerikanische Platte und die Pazifische Platte (Los Angeles). Benannt ist die Verwerfung nach dem San Andreas See. Bei einem schweren Erdbeben im Jahr 1906 entstand eine sichtbare Bruchlinie. Ein Riss in der Pazifischen Platte könnte ein Dominoeffekt auslösen und diese von Imperial County bis nach Los Angeles County zerbrechen lassen.

Messfeld einer Erdbebenwarnstation bei Parkfield, Kalifornien (Bild: Michael Fiegle in Wikipedia)

Messfeld einer Erdbebenwarnstation bei Parkfield Kalifornien (Bild: Michael Fiegle in Wikipedia)

Bei einem großen Beben in der San-Andreas-Verwerfung befürchten Wissenschaftler ein Beben der Stärke 7,8 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Dies könnte 1.800 Tote, 50.000 Verletzte und ein Schaden in Höhe von 200 Milliarden Dollar nach sich ziehen. Städte wie Los Angeles und San Francisco könnten dabei zerstört werden. Allerdings ist die Erdbebenforschung noch nicht zu in der Lage, genaue Voraussagen zu treffen.

Tags :Quellen:Gizmodo

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