Bye, bye Privatssphäre – verschafft sich Amazon bald Zugang zu eurem Zuhause?

(Bild: Shutterstock)

Der Shopping-Gigant steht seit der Markteinführung von Amazon Echo besonders in der Kritik von Datenschützern. Die jüngsten Pläne des Internet-Versandhauses dürften nun aber selbst hartgesottenen Shopping-Anhängern Bauchschmerzen bereiten. Denn Amazon möchte für Lieferungen Zugang zu den Wohnungen seiner Kunden.

Werden die Pläne des Versandhändlers Wirklichkeit, könnte es das Ende der Privatsphäre wie wir sie kennen bedeuten. Bereits seit einiger Zeit ist das US-Unternehmen bestrebt, sich von herkömmlichen Paketdienstleistern unabhängig zu machen. Auch in deutschen Städten liefert der Händler seine Waren mit einem eigenen Parcel Service aus. Wenn es nach Amazon geht, soll dieser Dienst in Zukunft Bestellungen aber nicht nur an die Haustür der Kunden bringen, sondern sogar in die Wohnung.

Der Amazon Plan: Per temporärem Pin und Smartphone öffnet der Lieferdienst eure Haustür

Aber wie soll das funktionieren? Nach einem Bericht des Tech-Blogs The Information arbeitet der Versand-Dienstleister gemeinsam mit den beiden Unternehmen August und Garageio an einem Smart-Lock-Konzept, das vorsieht, dem Lieferboten per temporärem Pin oder Smartphone einen zeitlich begrenzten Zugang zur Wohnung oder zum Haus der Kunden zu gewähren. Die Bestellung kann dort vom Lieferdienst einfach hinterlassen werden, auch und besonders dann, wenn niemand zuhause ist.

Einerseits scheint diese Lieferoption für Amazon eine goldene Möglichkeit zu sein, seine Palette an Versandoptionen zu erweitern. Kunden könnten von dieser bequemen Versandmethode auch profitieren. Vielen Datenschützern andererseits bereitet das geplante Angebot des Shopping-Riesen bereits jetzt schon Bauchschmerzen. Gelinde gesagt, denn Privatsphäre-Verletzungen sind gerade in Deutschland ein Thema, an dem sich Kritiker, anders als in den USA, immer wieder stoßen.

Ihre Zweifel dürften im Fall von Amazons Plänen berechtigt sein. Wirft das Vorhaben neben datenschutzrechtlichen Erwägungen vor allem auch konkrete Sicherheitsfragen auf. Vielleicht ist es nur eine Frage der Gewohnheit und in ein paar Jahren gehört Lieferservice-Personal in unseren Wohnungen zum Normalzustand. Momentan mag man es sich noch nicht recht vorstellen. Was meint ihr, lasst ihr in Zukunft Amazon zu euch nach Hause?

Tags :Quellen:TechInsiderVia:The Information
  1. Man kann aber auch wirklich aus allem ein Drama machen… Die Wohnung der Zukunft hat dann eben zwei Türen. Die Wohnungstür und die Wohnungswohnungstür. Die Wohnungstür kann vom Paketboten oder Gästen usw. geöffnet werden und die Wohnungswohnungstür dann nur vom Inhaber der Wohnung… Problem gelöst und die Türindustrie freut sich.

    Irgendwie lustig, dass man (mitunter in Berlin) Briefe einst durch den Türschlitz geschoben bekam (oder noch bekommt, je nach Haus), also bis in die Wohnung. Diesen Service hat die Post so weit wie möglich abgeschafft, denn Zeit kostet bekanntlich Geld und so ein „Laufhaus“ ist für Postboten auch sicher kein Genuss… Doch nun will man Pakete bis vor oder hinter die Haustür liefern. Konzepte gibt es dazu viele inkl. diesem hier nun vorgestellten.

    Ich bin ja weiterhin für regen Drohnenverkehr mit Lieferung bis an mein Wohnzimmerfenster. Mein Flur ist nämlich echt lang und ich halte mich viel im Wohnzimmer auf. Dann muss ich nur noch mein Fenster aufmachen. Ich wäre auch bereit ein Trampolin aufzubauen über das der Postbote an mein Fenster springen kann.

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