Test Nuki Smart Lock – Sesam Öffne Dich per Smartphone

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Nuki will nach simpler Installation so ziemlich jede Haustür smart machen und den klassischen Schlüssel mit dem Smartphone ersetzen.  Auch Gastzugänge sind schnell vergeben. Wir haben Nuki ausprobiert.

Nuki - Das smarte Schloss in Bildern

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Nuki funktioniert mit fast jeden Schloss.

Hier unser Video zu einem Prototypen von Nuki:

Erinnert sich noch jemand an Noki? So hieß Nuki nämlich noch zu seinen besten Kickstarter-Zeiten, in denen das Start-Up weit über das erklärte Ziel hinaus schoss und 385.524 Euro einheimste. Schuld an der Namensänderung war ein drohender Rechtsstreit mit einer früher mal bekannten Firma namens Nokia.  Aus „No Key“ wurde also „New Key“.

Am Konzept änderte der neue Namen nichts. Nuki will genauso wie Noki das klassische Schloss mit nur wenigen Handgriffen smart machen. Tatsächlich ist das nicht übertrieben, Nuki war bei uns in nur einer Minute angebracht.

Je nachdem, wie weit der Schließzylinder aus der Tür ragt, entscheidet man sich zwischen einer der zwei beiliegenden Befestigungsplatten aus Gussmetall. Die eine wird mit drei Stellschrauben fixiert, die andere schlicht festgeklebt – an der inneren Seite der Tür, versteht sich. Wir testeten Nuki mit der Klebeplatte, die ausreichend fest am Schloss hielt.

Mit steckendem Schlüssel klickt man Nuki nun auf die Platte. Das war’s, mehr muss hardware-seitig nicht gemacht werden. Während dieses einfachen Prozesses nimmt einen die App vorbildlich an der Hand.

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Die iOS-, beziehungsweise Android-App von Nuki fragt an dieser Stelle, ob die Tür auf der anderen Seite eine Klinke oder einen Knauf besitzt. Bei Türen mit einem Knauf entsperrt Nuki dann nicht nur den Schließzylinder, sondern lässt die Tür regelrecht aufspringen. Der Einrichtungsprozess wird mit einem automatischen Kalibrieren beendet. Bisher investierte Zeit: Maximal fünf Minuten.

An der Unterseite von Nuki befindet sich eine kleine Klappe, hinter der sich vier AA-Batterien befinden, mit denen das Schloss über eine halbes Jahr laufen soll. Außerdem befindet dort sich ein kleiner Haken, um Nuki von der Befestigungsplatte zu lösen. Will man Nuki zurücksetzen, hält man den großen Knopf gedrückt, während man die Batterien einsetzt.

Die Nuki-App ist sehr simpel und übersichtlich aufgebaut. Was auch daran liegt, dass sie nicht allzu viele Funktionen bietet. Sie öffnet das Schloss durch einen Wisch nach rechts. Wischt man nach links, schließt sie sich. Damit wurde schwuppdiwupp das Smartphone zum Schlüsselersatz.

Alternativ zur App kann das Schloss auch manuell am Nuki auf- oder eben zugesperrt werden. Das Ganze funktioniert am Schloss auch automatisch. Dafür einfach den Knopf zum Beispiel doppelt drücken. Das Schloss entsperrt, öffnet die Tür und sperrt sich nach 20 Sekunden wieder selbst. Der LED-Ring auf der Front des Nuki zeigt dabei stets den Sperrzustand des Schlosses an.

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Mit Knauf statt Klinke lässt Nuki die Türe beim Öffnen gar aufspringen.

Die App ist über Bluetooth mit Nuki verbunden. Das hat den Nachteil, dass sich das Telefon beim Erreichen der Tür erst mit Nuki verbinden muss – das kann ein paar Sekunden dauern. Das klingt erstmal nicht schlimm, kann aber nervig werden, wenn man regelmäßig vor der eigenen Haustüre steht und ein / zwei Sekunden auf den Verbindungsaufbau warten muss.

Um das zu verhindern, bietet das Unternehmen mit der Nuki Bridge eine zusätzliche Hardware an, die Nuki ins Internet bringt. Hat man ein ungenutztes Smartphone im Haushalt, kann man die Hardware auch mit der kostenlosen Nuki-Bridge-App simulieren.

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Über die App können zusätzliche Gäste eingeladen werden. Diese ziehen sich genau die gleiche App und geben dort einen Zugangscode ein. Damit sie nicht in den Admin-Bereich können, ist dieser passwortgeschützt. Der Admin kann festlegen, welcher Nutzer Nuki wann bedienen darf. Hier kann ein Datum genauso wie eine gewisse Uhrzeit bestimmt werden.

Auch ist es möglich, geo-basiertes Auto-Unlock zu aktivieren. Damit entsperrt sich das Schloss automatisch, wenn ihr euch aus einer gewissen Entfernung der Tür nähert. Im Test funktionierte das sehrt gut.

Wer Nuki nutzen will, sollte darauf achten, dass er ein Schloss mit Doppelzylinder hat, welches sich von außen auch noch mit einem Schlüssel aufsperren lässt, wenn bereits von innen einer steckt. Ansonsten könnte man sich bei Batterieausfall oder einem technischen Defekt schnell mal selbst aussperren.

Fazit Nuki

Was mich sofort an Nuki faszinierte, war seine sehr einfache Installation. Es hat mich vom Auspacken bis zum Entsperren über die App tatsächlich nur fünf Minuten gekostet. Auch das automatische Absperren, die übersichtliche App und das einfache vergeben von Gastzugängen finde ich sehr praktisch.

Schwierig wird es bei Türen mit Halbzylindern, diese sollten gegen Doppelzylinder getauscht werden, damit die Tür im Notfall von außen mit einem Schlüssel geöffnet werden kann.

Nuki ist mit 229 Euro nicht gerade billig. Für die Bridge (die auch mit einem ungenutzten Handy simuliert werden kann) werden 99 Euro fällig (299 Euro im Bundle), für die Fobs, die Nuki auch ohne Smartphone bedienen können, nochmal 39 Euro.

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