Weltraumtourismus: Richard Branson hält an seiner Vision fest

Virgin Raumschiff Unity und Virgin Transportflieger Eve beim Start am 8.9.2016 (Bild: Virgin Galactic)

Sir Richard Branson glaubt weiter an die Zukunft des Weltraumtourismus'. Der britische Unternehmer ist zuversichtlich, dass Weltraumflüge künftig nicht wenigen Astronauten vorbehalten bleiben. Auch extrem reiche Normalsterbliche werden in absehbarer Zeit in den Weltraum fliegen können. Dass diese Vision trotz empfindlicher Rückschläge in jüngster Vergangenheit weiter realisierbar ist, bekräftigte der 66-Jährige nun in einem Interview in London.

Richard Bransons Virgin Galactic

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Im Gespräch mit der britisch-amerikanische Nachrichten-Webseite Mashable sprach der Gründer des Raumfahrt-Unternehmens Virgin Galactic ausführlich über seinen Traum vom Weltraumtourismus. Dabei hält Branson nicht nur Hin- und Rückflüge in den Weltraum für machbar. Er stellt potentiellen Weltraumtouristen auch längere, sogar gemütliche Aufenthalte im Kosmos in Aussicht.

„Ich möchte sexy Virgin Hotels im Weltraum haben, wo sich die Menschen in Kapseln aufhalten, mit kleinen Raumschiffen um den Mond herumfliegen und danach zu den Kapseln zurückkehren“, so der Unternehmer in dem am gestrigen 3. Oktober 2016 auf Facebook publizierten Gespräch.

Der Weltraumtourismus ist nicht nur ein lukratives Geschäft, Branson sieht darin auch eine Möglichkeit, die Menschheit für die Empfindlichkeit unseres unseres Planeten zu sensibilisieren. „Es ist wichtig, dass möglichst viele Menschen in den Weltraum fliegen, damit sie sehen, wie zerbrechlich unsere schöne Erde ist und sie sich danach hoffentlich besser um sie kümmern“, so Branson.

Branson musste zuletzt empfindliche Rückschläge hinnehmen

Virgin Galactic-Website (Screenshot)

Virgin Galactic-Website (Screenshot)

Wann die ersten Privatmenschen in den Weltraum fliegen werden, steht noch in den Sternen. Zuletzt mussten Branson und sein Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic etliche Rückschläge hinnehmen. Neben zahlreichen Verzögerungen kam es zu katastrophalen Unfällen. Im Juli 2007 starben bei einer Explosion auf einem Testgelände in Kalifornien drei Techniker. Im Oktober 2014 stürzte der Raumflugzeug-Prototyp „Space Ship Two“ bei einem Testflug ab, einer der beiden Piloten kam ums Leben.

Trotz Kritik und immer größer werdenden Zweifel am Weltraumtourismus hält Branson unverdrossen an seiner Vision fest. Vielleicht hat er Recht. Viele Utopisten sind jahreklang gegen den Strom geschwommen und hatten letztlich Erfolg.

Tags :Quellen:Mashable.com Das Interview auf Facebook

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