WikiLeaks-Gründer Julian Assange droht mit weiteren Enthüllungen

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Anlässlich des zehnten Geburtstages der Online-Plattform WikiLeaks hat sich Mitbegründer Julian Assange zu Wort gemeldet. Am heutigen Dienstag kündigte der 45-jährige weitere umfangreich Enthüllungen in den nächsten Wochen an. Konkret wurde der Aktivist nicht. Seine Rede wurde per Live-Videoschaltung zur Pressekonferenz in Berlin übertragen. Er betonte aber, dass es mehrere Organisationen treffen werde. Mit der ersten Publikations-Welle sei noch diese Woche zu rechnen.

Julian Assange genießt in der ecuadorianischen Botschaft in London seit vier Jahren politisches Asyl. Ihm wird Vergewaltigung und sexuelle Belästigung vorgeworfen. Schweden fordert seine Auslieferung. Darüber hinaus fürchtet Assange eine Auslieferung an die USA, nachdem in den vergangenen Jahren auf WikiLeaks brisante Informationen über die militärischen Einsätze des Landes in Afghanistan und dem Irak publiziert wurden.

Assange hat die Plattform WikiLeaks im Jahr 2006 zusammen mit Daniel Domscheit-Berg gegründet. Die Seite dient seitdem als Plattform für Whistleblower und veröffentlicht gesellschaftsrelevante geheime Daten. In den letzten zehn Jahren hätte WikiLeaks mehr als zehn Millionen Dokumente ins Internet gestellt, so Assange in seinem Statement. Dies seien weit mehr Enthüllungen, als anderen Medien im gleichen Zeitraum an die Öffentlichkeit gebracht hätten, so Assange.

Assange’s Feldzug gegen Hillary Clinton

(Bild: Charlie Osborne/ZDNet.com)

WikiLeaks-Gründer Julian Assange (Bild: Charlie Osborne/ZDNet.com)

Auch die neuen Leaks würden so manche Instanz ins Wanken bringen, so der Aktivist. „Das Material, das Wikileaks noch vor Jahresende veröffentlichen wird, wird ganz entscheidenden Einfluss auf drei große Organisationen haben“, erklärte Assange auf der heutigen Pressekonferenz. Nur einmal wurde er konkreter. Die Enthüllungen würden unter anderem auf „die Präsidentschaftswahlen in den USA“, ferner auf militärische Konflikte, Öl-Geschäfte und den Internet-Konzern Google zielen.

Die neuen Daten sollen sich auch und vor allem gegen die US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton richten. Assange hat in der Vergangenheit keinen Hehl über seine Abneigung gegen die US-Politikerin gemacht. Im Juli dieses Jahres waren auf WikiLeaks zehntausende E-Mails des Democratic National Committee (DNC) veröffentlicht worden. Die Clinton-Kampagne vermutete hinter dem Leak russische Hacker mit staatlichem Hintergrund. Für Aufsehen sorgte Assange auch mit der Veröffentlichung einer angeblichen Aussage Clintons, mit der sie eine Liquidierung des Aktivisten mittels einer Drone angedeutet haben soll.

Tags :Quellen:Web.de Heise.de

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