Deutschland: Mastercard erlaubt Bezahlen per Fingerabdruck und Selfie

(Screenshot: ZDNet.de)

Kreditkartenbetrüger gibt es überall und deshalb hat sich Mastercard etwa einfallen lassen, damit deren Handwerk erschwert wird. So kann man sich künftig mit dem Fingerabdruck und per Selfie authentifizieren.

In einem Land wie Deutschland, in dem der Kunde nicht einmal seine PIN bei der Kreditkartenbezahlung eingeben muss, ist es für Kreditkartenbetrüger leicht, Geld zu stehlen. Nun hat Mastercard mit dem Identity Check Mobile eine App für die biometrische abgesicherte Bezahlung ohne Passworteingabe beim Online-Shopping entwickelt.

Diese neue Zahlungstechnologie nutzt für die Verifizierung der Identität der Karteninhaber biometrische Verfahren, einzigartige Merkmale wie Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung, und soll damit das Online-Shopping vereinfachen.

Nach durchgeführten Tests in den Niederlanden, den USA und Kanada steht die Technologie jetzt für eine Einbindung in Deutschland, Österreich, Belgien, Niederlande, Großbritannien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland bereit. Der weltweite Rollout ist in mehreren Phasen für das Jahr 2017 vorgesehen. Die Anwendung ist zwar grundsätzlich ab sofort in Europa verfügbar, ob und wann die Option dann tatsächlich auch dem Nutzer zur Verfügung stehen wird, hängt allerdings von den einzelnen kartenausgebenden Geldinstituten ab. Sie müssten die Option einbinden und die entsprechenden Apps verfügbar machen.

Bislang waren Nutzer zum Nachweis der Identität und damit der Autorisierung der Zahlung in der Regel gezwungen, ein Passwort einzugeben. Vergessene Passwörter führten dann nicht selten zum Abbruch der ganzen Transaktion. Mastercard Identity Check Mobile verzichtet auf eine Passworteingabe. Zum Identitätsnachweis muss der Anwender lediglich seinen Finger auf den Scanner des Smartphones legen oder die Gesichtserkennung per Selfie nutzen.

„Unsere Ziel ist es, Karteninhabern und Händlern möglichst reibungslose Online-Zahlungserlebnisse zu ermöglichen, ohne dabei irgendwelche Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen“, so Ajay Bhalla, President von Enterprise Risk & Security bei Mastercard. „Dieses neue Zahlungsverfahren stellt einen bedeutenden Meilenstein dar. Das Einkaufserlebnis in Ladengeschäften hat sich schon durch unsere Innovationen, wie kontaktlosfähigen Karten und die Bezahlung über Mobilgeräte oder Wearables, grundlegend verändert. Als nächster Meilenstein ist Identity Check Mobile für Online-Shopping in Europa und bald auch weltweit verfügbar.“

Mastercard hatte erst im Juli seinen Online-Bezahldienst Masterpass erweitert. Der Dienst unterstützt seitdem berührungsloses Bezahlen per NFC und steht damit in direkter Konkurrenz zu Android Pay, Apple Pay und Samsung Pay.

Auf die veränderten Kundenansprüche im Payment-Sektor hat auch die Postbank heute wieder einmal reagiert. Ab sofort können Kunden ihre Überweisungen im Postbank Finanzassistent mit Unterstützung von Siri, der Spracherkennungssoftware von Apple, auf ihrem iPhone vorbereiten. Voraussetzung ist Version 10.0 des iOS-Betriebssystems.
(Bild: Mastercard)

„Wir beobachten, dass sich die Kundenerwartungen im Bereich Payment verändern. Um diesem neuen Nutzungsbedürfnis nachzukommen, haben wir uns bereits nach dem Launch der Funktion „Geld anfordern“ im Jahr 2014, dem konsequenten Ausbau der Spracheingabe im Postbank Finanzassistent gewidmet. Überweisungen per Spracheingabe zu diktieren gibt es im Finanzassistenten seit 2013. Das i-Tüpfelchen setzen wir nun mit Unterstützung von Siri“, so Tobias Ehret, Head of Digital Experience & Innovation der Postbank.

(Bild: Mastercard)

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Tags :Quellen:Mit Material von Anja Schmoll-Trautmann

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