PostAuto nimmt Testbetrieb von SmartShuttle wieder auf

PostAuto testet mit den SmartShuttles autonome Busse (Bild: Postauto)

Das Busunternehmen PostAuto Schweiz AG hat nach einem Unfall vor wenigen Tagen sein autonom fahrende Busprojekt SmartShuttle im schweizerischen Sitten wieder aufgenommen. Das meldet der Betreiber am gestrigen 6. Oktober auf seiner Internetseite. Das Projekt war ins Stocken geraten, nachdem eines der autonomen Shuttles am 21. September mit einem Lieferwagen kollidiert war. Beide Fahrzeuge trugen nur kleine Schäden davon, verletzt wurde niemand.

PostAuto SmartShuttle

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SmartShuttle in Sitten

PostAuto zufolge lief der Unfall wie folgt ab: Der im autonomen Bus fahrende SmartShuttle machte vor dem Abbiegen auf eine Brücke in der Sittener Altstadt eine vorgesehene leichte Linkskurve. Dabei sollen sowohl die Sensoren als auch im Fahrzeug anwesende Begleitpersonen die auf einer Höhe von 2,2 Meter sich befindende 1,4 Meter herausragende Heckklappe eines Lieferwagens nicht als Gefahr eingestuft haben. Ferner heißt es, dass eine Verkettung verschiedener Umstände zu dem Unfall geführt hatte.

Wie PostAuto weiter berichtet, habe man zusammen mit dem Fahrzeughersteller Navya im Zuge der Untersuchung des Vorfalls „wichtige technische und organisatorische Erkenntnisse gewonnen“. „Neben vielen kleineren technischen Feinanpassungen wurde insbesondere der Sicherheitsabstand bei Kurven erhöht“, heißt es in der Mitteilung des Betreibers. „Dies kann den Betrieb zwar verlangsamen, doch die Fahrzeuge können jetzt noch sensibler auf Hindernisse reagieren und schneller anhalten.“

PostAuto blickt zuversichtlich in die Zukunft

PostAuto testet im Schweizer Sitten autonomes Fahren (Bild: Postauto)

PostAuto testet im Schweizer Sitten autonomes Fahren (Bild: Postauto)

Betreiber und Hersteller zeigen sich trotz des „Dämpfers“ zuversichtlich, dass „die technische und betriebliche Weiterentwicklung weitergehen“ wird. Anlässlich der Wiedereinführung des Testbetriebs ziehen sie eine insgesamt positive Bilanz. So haben die beiden SmartShuttles „Tourbillon“ und “ Valére“ auf über 800 Runden durch die Sittener Altstadt mehr als 100 Kilometer zurückgelegt und rund 7.000 Fahrgäste transportiert. In Fällen unvorhergesehener Faktoren wie falsch parkender Autos würden Sicherheitsbegleiter eingreifen. Gelegentliche technische Störungen würden den Betrieb zwar unterbrechen, doch würden sie zu einem „Gewinn an Know-how“ führen, so PostAuto. Die Tests gehen noch bis Oktober 2017 weiter.

Tags :Quellen:PostAuto

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