Verizon drückt Angebot für Yahoo um 1 Milliarde US-Dollar!

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Nach den jüngsten Skandalen um Yahoo will Verizon sein Angebot für die Übernahme des Internet-Pioniers mindern. Wie das Nachrichtenblatt New York Post am gestrigen 6. Oktober berichtet, will der US-Telekommunikations-Konzern für das angeschlagene Unternehmen nur noch 3,8 Milliarden US-Dollar bezahlen. Das ursprüngliche Angebot war mit 4,8 Milliarden Dollar noch 1 Milliarde Dollar teurer.

Nach der Übernahme von Yahoo will Verizon den Internet-Konzern mit dem Medienkonzern AOL verbinden. Den Internetdino hatte Verizon erst Juni 2015 gekauft. Auf dem Chefposten von AOL sitzt Tim Armstrong. Der ist alles andere als begeistert über die jüngsten Entwicklungen bei dem kriselnden Yahoo.

„Wir haben gehört, dass Tim kalte Füße bekommen hat‘, wird eine namentlich nicht genannte Quelle von New York Post zitiert. Außerdem sei der AOL-Chef aufgebracht darüber, dass er über den jüngst publik gewordenen Daten-Leak bei Yahoo nicht informiert worden war. Angeblich soll Armstrong vor der Wahl gestanden, entweder aus den Verhandlungen ganz auszusteigen, oder das Angebot zu reduzieren.

Yahoo hatte in den vergangenen Tagen mehrfach für negative Schlagzeilen gesorgt. So war bekannt geworden, dass das Unternehmen Opfer eines massiven Hackerangriffs wurde. Osteuropäische Cyberkriminelle hatten sich auf die Konten von rund 500 Millionen Nutzern Zugriff verschafft, die sie dann auf dem Schwarzmarkt zum Verkauf anboten. Der Hack soll bereits vor zwei Jahren stattgefunden haben, ihn eingeräumt hatte Yahoo allerdings erst kürzlich.

Die Skandale um Yahoo reißen nicht ab

Yahoo-Mails doppelt unsicher: Kundendaten geklaut und Emails den Geheimdiensten überlassen...

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Für Schlagzeilen sorgte das Unternehmen diese Woche auch mit der Hiobsbotschaft, dass Mayer alle Mails seiner Kunden auf Grundlage eines Gerichtsbeschlusses an US-Geheimdienste weiterleiten ließ. Das muss der letzte, große Tropfen gewesen sein, der das Fass bei Verizon und AOL zum Überlaufen brachte.

Die Verantwortlichen bei Yahoo jedenfalls sind alles andere als begeistert über die Entscheidung von Verizon. Laut New York Post vertritt der Konzern gegenüber Verizon die Position, dass ein Deal nun mal ein Deal sei. Das Vorgehen des Interessenten fuße auf keiner rechtlichen Grundlage.

Verrizon will durch die Übernahme von Yahoo und die Kopplung des Unternehmens mit AOL eine Milliarde Kunden an Land ziehen. Bis 2020 sollen es sogar bis zu zwei Milliarden werden. Das langfristige Ziel: Yahoo/AOL zu einem veritablen Konkurrenten von Google und Facebook machen.

Tags :Quellen:New York Post Via:Heise.de

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