Ist 3D out? Sky 3D stellt Sendebetrieb Mitte 2017 ein!

Sky Online TV Box (Bild: Übergizmo)

Im Kino erfährt die 3D-Technologie dank Blockbustern wie "Mad Max: Fury Road" und "Die Insel der besonderen Kinder" nach wie vor großen Zuspruch. Im Fernsehen scheint die stereoskopische Technik jedoch vor dem Aus zu stehen. Nachdem bereits die Fernseh-Hersteller LG und Samsung Anfang dieses Jahres angekündigt hatten, dass sie einen Ausstieg aus dem 3D-Geschäft in Erwägung ziehen würden, will nun auch der Pay-TV-Sender Sky Deutschland die wenig lukrative Sparte einstampfen.

Wie der deutsche Medienkonzern gegenüber Medienvertretern mitteilte, werde der Sender die 3D-Übertragung Mitte 2017 komplett einstellen. Stattdessen wolle sich das Unternehmen auf das vielversprechende Ultra HD konzentrieren. „Der Trend und auch das Interesse der Zuschauer tendiert zum Ultra HD“, erklärte ein Sprecher von Sky Deutschland. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, den Sky 3D-Chanel einzustellen und in unser Angebot für die Ultra-HD-Technologie zu investieren. Filme werden über Sky Select aber weiterhin stereoskop ausgestrahlt werden, so der Sprecher.

Werbung für Sky-3D bald obsolet (Screenshot)

Werbung für Sky-3D bald obsolet (Screenshot)

Die 3D-Technologie erlebte Ende 2009 durch den Kinostart von James Camerons „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ ein fulminantes und kommerziell sehr einträgliches Revival. Inzwischen wurden etliche Blockbuster mit dieser Technik gedreht. Auch Fernsehhersteller glaubten, damit das große Geschäft zu machen. Dem war jedoch nicht so. Nach sechs Jahren kam die große Ernüchterung. Anfang 2016 teilte Hersteller LG mit, dass er die Zahl 3D-fähiger Fernsehmodelle noch in diesem Jahr halbieren werde. Auch Konkurrent Samsung drückt auf die Bremse. Laut Medienberichten wolle sich der südkoreanische Konzern komplett aus dem 3D-TV-Geschäft zurückziehen.

3D vor dem Ende?

Schwachpunkte der dreidimensionalen Technologie in Kino und Fernsehen sind auf der einen Seite die teuren Herstellungskosten, auf der anderen der Verlust der Bild- und Tragequalität durch die 3D-Brillen. Kinogänger etwa klagen immer wieder darüber, dass die Brillen einen großen Teil der Lichtintensität verschlucken würden. Außerdem seien die Brillen einfach nur lästig. Im Kino wird sich die Technologie – dank auch des Überwältigungs-Effekts großer Leinwände und lauter Lautsprecher – noch einige Jahre halten. Im Fernsehen aber dürfte die Zukunft im hochauflösenden UHD liegen.

Tags :Quellen:broadbandtvnews.com Chip.de

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