Fifa 17 (PS4) Test – Journey to Premier League

marco_reus_fifa_17-hd

„Und jährlich grüßt das Lizenztier“: So oder so ähnlich kann man rückblickend die Entwicklung von EA Sports Klassiker FIFA in den letzten Jahren beschreiben – grafisch marginale Verbesserungen, das Spielprinzip selbst quasi unangetastet, dafür aber mit den aktuellen Kadern. Ob sich in FIFA 17 etwas geändert hat beleuchten wir im folgenden Test.

Fifa 17

Bild 1 von 13

Quelle: EA Sports

The Journey

Die FIFA-Reihe bekommt in FIFA 17 erstmals einen Storymodus. In diesem begleiten wir Alex Hunter in seinen ersten Schritten in der Premier League auf dem Weg zum Profifußballer. Wir müssen uns als Jugendspieler vor den Talentscouts der verschiedenen Teams beweisen um überhaupt Spielzeit zu bekommen. Dieses Training entspricht den Minigames, die man bereits aus den Ladepausen der Vorgänger kennt.

Nachdem wir uns unsere ersten Einsätze als Einwechselspieler verdient haben, müssen wir im Spiel vorgegebene Sonderaufgaben erfüllen, beispielsweise „die Führung verteidigen“, „eine Torvorlage geben“ oder eine Mindestbewertung im Spielabschlussbericht erzielen. Die Spielerbewertung von Alex Hunter verändert sich abhängig von seinen Aktionen im Spielverlauf, welche vom Trainer kommentiert werden.

Während den Zwischensequenzen muss Alex Hunter regelmäßig aus 3 Dialogoptionen wählen. Diese unterscheiden sich in Cool, Heißblütig und ausgewogen. Wählt man die coole zurückhaltende Antwort hat das einen positiven Effekt auf die Beziehung zum Trainer, jedoch eine negative Auswirkung auf die Fans. Bei heißblütigen Äußerungen steigt das Ansehen bei den Fans, diese gefallen jedoch nicht dem Trainer.

Auch wenn der Storymodus Spaß macht und zu den wenigen Innovationen gehört die EA Sports in den letzten Jahren gewagt hat, bleiben dennoch ein paar Wehrmutstropfen. Die Dialogoptionen haben kaum Einfluss auf den Spielverlauf. Überhaupt hat man gefühlt zu wenig Kontrolle über die Geschehnisse. Stattdessen fühlt sich the journey mehr wie eine Art Spielfilm an, der von regelmäßigen FIFA-Spielen unterbrochen wird. Des Weiteren fällt zwar positiv auf, dass die Kommentatoren Frank Buschmann und Wolff Fuss extra Zeilen für diesen Storymodus aufgenommen haben, jedoch werden diese in bekannter FIFA-Manier auch zur falschen Zeit widergegeben, beispielsweise wenn man beim sechsten Spiel für seinen neuen Verein zu hören bekommt, dass Alex Hunter „heute das erste Mal für seinen neuen Club aufläuft“. Hier hätten wir uns eine individuellere Spielerkampagne mit selbst erstellten Protagonisten gewünscht.

FIFA 16 vs FIFA 17

Den offensichtlichsten Unterschied zu den letzten Jahren im Vergleich zu den Vorjahren sieht man bereits im Regal beim Händler des Vertrauens. Statt wie jedes Jahr von Lionel Messi wird das Cover diesmal von Marco Reus geziert.

Quelle: Übergizmo Screenshot

Quelle: Übergizmo Screenshot

Im Vergleich zum Vorgänger kommt mit der Frostbite-Engine zwar eine neue Grafik-Engine zum Einsatz, jedoch ändert das optisch auf der PS4 recht wenig. Der Detailgrad der Spieler ist also mit dem bei FIFA 16 vergleichbar. Dafür bietet FIFA 17 zumindest in der Premier League originalgetreue Trainergesichter.

Des Weiteren hat EA am Gameplay Hand angelegt.

Gameplay

Im Bereich des Gameplays ist das mächtigste neue Werkzeug das Abschirmen mit der Taste L2. Hierdurch lässt sich der Ballbesitz effektiver als je zuvor verteidigen, während im Vorgänger Ausweichen die einzig praktikable Lösung war. Ebenfalls neu ist, dass der altbekannte Steilpass jetzt durch gleichzeitiges Gedrückthalten von R1 frei in der Richtung platzieren lässt und somit neue Spielzüge ermöglicht.

Quelle: Übergizmo Screenshot

Quelle: Übergizmo Screenshot

Zudem wurden Frei- und Eckstöße überarbeitet um dem Spieler die Möglichkeit zu geben bestimmte Mitspieler anzuspielen und ihnen die Laufwege vorzugeben. Dies ist anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber mit ein wenig Übung leicht zu meistern.

Die Ausführung der Elfmeter ist bei Fifa 17 ebenfalls überarbeitet worden. Ihr könnt euren Schützen vor Ausführung mit dem rechten Analogstick positionieren. Mit dem linken Stick steuert man den Anlauf und die Schussrichtung. Mit Kreis bestimmt man wie gewohnt die Schusskraft.

Abschließend fällt positiv aus, dass sich die KI sowohl in der Offensive als auch in der Defensive intelligenter verhält.

(Bild: Übergizmo)

Fazit

Für den treuen FIFA-Fan ein Must-Have wie jedes Jahr. Es ist nach wie vor ein gutes Fußball „Arcade“ Spiel das besonders im Multiplayer mit Freunden sein Potenzial entfalten kann. Für alle anderen, die einfach nur eine gute Fußballsimulation für die PS4 suchen könnte PES 2017 eventuell die bessere Wahl sein.

Pro/Con

plusNach wie vor unangetasteter Spitzenreiter im Bereich Fußballspiel bezüglich der Originalnamen
plusMit Journey gibt es einen interessanten Story-Ansatz
plusIm Mehrspielermodus Lokal oder Online mit Freunden ein echter Klassiker

minusFUT nach wie vor gefühlt nur eine weitere Einnahmequelle für EA
minusKommentatoren immer noch nicht überzeugend
minusTrotz neuer Engine und Zuschauern in 3D wirkt die Kulisse zu synchron und leb- beziehungsweise lieblos

Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising