Trekz Titanium AfterShokz, der Knochenkopfhörer im Test

Trekz Titanium AftertShokz (Bild: Übergizmo)

Wir hatten für euch die Möglichkeit den Trekz Titanium AfterShokz Bluetooth-Kopfhörer ausführlich zu testen. Alles rund um das Headset und wie es in unserem Test abgeschnitten hat, erfahrt ihr hier.

Der Knochenkopfhörer Trekz Titanium AftertShokz

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Trekz Titanium AftertShokz (Bild: Übergizmo)

Kabellosen Tragekomfort, lange Akkulaufzeit und guten Sound erwarten wir üblicherweise von einem Bluetooth-Headset. Das ungewöhnliche beim Knochenkopfhörer ist, dass er nicht in die Ohren gelegt wird, sondern auf dem Ohrknochen vibriert und damit den Schall in euer Trommelfell bringt. Wir haben den Trekz Titanium Aftershokz auf Herz und Nieren geprüft und insgesamt waren wir ziemlich enttäuscht. Woran das liegt, könnt ihr jetzt nachlesen.

 PRO

 CON

(Bild: Übergizmo)gute Verarbeitung  (Bild: Übergizmo)unbequem und hält schlecht
Neue Art der Klangübertragung  (Bild: Übergizmo)   (Bild: Übergizmo)Nicht wasserfest
 (Bild: Übergizmo)Hygenisch, weil kein In-Ear  zu teuer mit 150 Euro(Bild: Übergizmo)
(Bild: Übergizmo)Leicht und transportabel   (Bild: Übergizmo)Kein Surround-Sound

Design und Verarbeitung

Das ergodynamische Design des Trekz Titanium AfterShokz entlarvt es als ein klassisches Bluetooth-Headset, welches im Nacken getragen wird. Es besteht aus Kunstoff, was teilweise mit Silikon beschichtet ist. Damit ist es leicht, biegsam und gut zu verstauen. Wir haben ein Silber/Schwarzes Modell für euch getestet, was erst einmal gut verarbeitet und hochwertig daher kommt. An der linken äußeren Ohrmuschel befindet sich der Pairing-Knopf, welcher das Headset mit dem Smartphone, Tablet oder Laptop verbindet.

Trekz Titanium AftertShokz (Bild: Übergizmo)

Pairing-Knopf des Trekz Titanium AftertShokz (Bild: Übergizmo)

Vorne an der rechten Ohrmuschel ist ein Mikrofon zum Telefonieren verbaut. Und an der Unterseite des rechten Bügels befindet sich einen kleine Anzeige-LED, der microUSB-Eingang und die Lautstärketasten. Der Hersteller verwendet die Volumensteigerungstaste zusätzlich auch als Powerbutton zum Ein- und Ausschalten des Kopfhörers.

Trekz Titanium AftertShokz (Bild: Übergizmo)

Bedienfeld des Trekz Titanium AftertShokz (Bild: Übergizmo)

Doch wieso enttäuscht das Design des Trekz Titanium trotzdem extrem? Weil er absolut unbequem auf den Ohren sitzt. Unabhängig davon wie man ihn dreht oder wendet, er sitzt nie stabil auf Ohren, rutscht hin und her und ist zudem nicht gepolstert. Ein langes Tragen wird somit total unangenehm. Die fast dreieckigen Ear-Tips passen kaum auf den Ohrknochen und hinterlassen sogar Druckstellen beim permanenten Aufsetzen. Der Bügel ist leider nicht verstellbar, denn sonst könnte das Headset am Kopf stabilisiert werden. Das Trek Titanium rutscht, drückt und ist trotz dem leichten Gewicht nach dem Aufsetzten dem Träger permanent bewusst. An eine körperliche Aktivität wie Joggen ist mit dem Trek Titanium gar nicht erst zu denken. Für uns insgesamt ein absolutes No-Go!

Sound und viel Vibration

Trekz Titanium AftertShokz (Bild: Übergizmo)

Trekz Titanium AftertShokz (Bild: Übergizmo)

Kann denn der Sound des Headsets überzeugen? Lohnt sich das Aufsetzen einfach für das entstehende Klangerlebnis? Leider nicht, denn der Klang aus dem Kopfhörer ist in Ordnung und nicht schlecht, allerdings auch nicht überragend und hervorstechend gut. Die maximale Lautstärke ist ausreichend und Umgebungsgeräusche lassen sich dennoch wahrnehmen. Denn der Hersteller wollte beim Knochenkopfhörer vor allem eine Wahrnehmung der Umgebung ermöglichen. Allerdings fängt der Kopfhörer bei maximaler Lautstärke an zu dröhnen und zu rauschen.

Trekz Titanium AftertShokz (Bild: Übergizmo)

Trekz Titanium AftertShokz (Bild: Übergizmo)

Und jetzt zur für uns kuriosesten Eigenschaft des Trekz Titanium AfterShokz, er vibriert beim Musikabspielen an den Ohren und gibt damit den Klang wieder. Das führt nicht nur zu noch mehr Hin- und Hergerutsche, sondern führt auch zu einem seltsamen Kitzeln. Dennoch haben wir den Kopfhörer im Dauertest aufbehalten, bis es schlussendlich zu Kopfschmerzen geführt hat. Irgendwie auch einleuchtend, wenn etwas schnell und langanhaltend gegen eure Ohren klopft.

Telefonieren

Trekz Titanium AftertShokz (Bild: Übergizmo)

Kein Knopf zum Annehmen von Anrufen am Trekz Titanium AftertShokz (Bild: Übergizmo)

Sehen wir nun mal vom schlechten Tragekomfort und den Kopfschmerzen bei längerem Musik hören ab, dann lässt sich mit dem Trekz Titanium einwandfrei telefonieren. Der Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung ist klar und deutlich verständlich und das verbaute Mikrofon sorgt für den gleichen Effekt in die andere Richtung. Dennoch lässt sich hier ein kleiner Kritikpunkt finden, denn das Bluetooth-Headset besitzt keinen Knopf um Anrufe anzunehmen oder zu beenden. Damit startet bei eingehenden Anrufen wieder das Gekrame nach dem Smartphone in der Tasche. Doch dies ist schließlich nur eine Kleinigkeit.

Akku

Trekz Titanium AfterShokz (Bild: Übergizmo)

Batterieanzeige neben dem Bluetooth-Zeichen (Bild: Übergizmo)

Der Hersteller verbaut in den Bügeln des Headsets einen 150 mAh großen Akku. Dieser wird mittels microUSB-Kabel geladen und eine sich neben dem Slot befindende LED zeigt den Akkustand an. Allerdings nur in rot für leer und in blau für irgendwo zwischen leer und voll. Eine genauere Angabe lässt sich jedoch neben dem Bluetooth-Symbol auf dem Smartphone finden, denn dort wird ein extra kleiner Akkubalken angezeigt. Eine ganz nette Funktion, finden wir. Zur maximalen Akkulaufzeit können wir jedoch nichts sagen, denn auf Grund des Designs und der Vibrationseffekte konnten wir das Trekz Titanium AfterShokz nicht über Stunden tragen.

Konnektivität und Zubehör

Trekz Titanium AftertShokz (Bild: Übergizmo)

Trekz Titanium AftertShokz mit Zubehör (Bild: Übergizmo)

In Sachen Konnektivität kann das Trek Titanium punkten, denn es verbindet sich schnell und einfach mit jedem bluetoothfähigen Endgerät. Natürlich ist dies eine Grundvorraussetzung für einen Bluetooth-Kopfhörer, dennoch finde wir diese kleinen reibungslose Abläufe auch erwähnenswert. Als Zubehör liefert der Hersteller eine gummiartige Transporttasche, ein paar Ohropax und zwei Silikonhalterung für kleinere Köpfe. Insgesamt ein passables Zubehör, allerdings nichts wirklich berauschendes.

Preis und Verfügbarkeit und das i-Tüpfelchen der Katastrophe

Preislich liegt der Knochenkopfhörer bei rund 150 Euro und kann unter anderem bei Amazon bestellt werden. Er ist ab sofort erhältlich und kommt mit einer Tasche, Ohropax und Ladekabel daher.

Trekz Titanium AftertShokz (Bild: Übergizmo)

Zettel beim Trekz Titanium AftertShokz (Bild: Übergizmo)

Als kleines Highlight und zur Belustigung haben wir euch hier ein Foto des Beipackzettels hinzugefügt. Obwohl wir natürlich auch wissen, dass kaum jemand üblicherweise das mitgelieferte Handbuch und die Beipackzettel der Geräte tatsächlich durchliest. Doch dieses Mal fanden wir, dass die ein bisschen kuriosen und unverständlichen Sätze ganz gut zu dem getesteten Headset passen. Dabei ist natürlich klar, dass die mitgelieferten Zettel meist schlechte Übersetzungen sind und diese natürlich bei vielen Geräten ähnlich aussehen.

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Fazit

Guten Gewissens können wir den Trekz Titanium AfterShokz euch NICHT empfehlen. Er ist unbequem, verrutscht beim Vibrieren auf den Ohren. Klanglich kann er auch nicht überzeugen und trägt bei längerer Nutzung mehr zu Kopfschmerzen als zur Unterhaltung bei. Und auch die positiven Aspekte wie die Telefonfunktion, die schnelle Bluetooth-Verbindung und das mitgelieferte Zubehör können nicht wirklich zu einer Kaufempfehlung unsererseits beitragen. Vor allem finden wir, dass es für den Preis von 150 Euro sehr viel bessere Headsets zu kaufen gibt. Allerdings ist die Idee der neuen Musikübertragung sehr interessant.

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  1. Habt ihr das Ding wirklich auf Eure Ohren gesetzt? wie einen normalen Kopfhörer? Gehört der nicht oberhalb? Und warum geht ihr denn erst im letzten Abschnitt auf die Eigentliche Besonderheit- Die Funktionsweise ein?

    1. Es wird vorne am Ohrknochen, dem so genannten Tragus aufgelegt und vibriert dann. Er wird nicht in die Ohren, wie zum Beispiel ein In-Ear-Kopfhörer gesteckt. Die Bügel kommen über die Ohren, die „Ear-Tips“ werden aufgelegt und so haben wir ihn auch getestet.

  2. „Wir hatten für euch die Möglichkeit den Trekz Titanium AfterShokz Bluetooth-Kopfhörer für euch ausführlich zu testen. “ –> „für euch“ zwei mal in einem Satz….
    „Alles rund um das Headset und wie er in unserem Test abgeschnitten hat,…“ das Headset wird maskulin…
    „Das ergodynamische Design…“ ergodynamisch gibt es meines Wissen nicht als Wort, und wenn das Headset ergonomisch wäre, hätte es sehr wahrscheinlich Tragekomfort, das Headset mit ergonomischem Design zu beschreiben widerspäche also eurer Contra-Punkt des schlechten Tragekomforts.
    „Und an der Unterseite des rechten Bügeln befindet sich“ –> des Bügels
    “ ist mit dem Trek Titanium gar nicht er zu denken.“ –> erst
    „Denn der Hersteller wollte beim Knochenkopfhörer vor allem eine Wahrnehmung der Umgebung ermöglichen. “ Nebensatz als Hauptsatz – klingt eher unschön, wenn nicht als stilistisches Mittel eingesetzt.
    „Der Gesprächspartner am anderen Ende der Leistung ist klar…“ –> Leitung
    „Damit startet bei eingehenden Anrufen wieder das Gekarme…“ –> Gekrame
    „…und zwei Silikonhalterung für mehr kleinere Köpfe.“ –> Plural Halterungen und „mehr kleinere“
    Und ich habe nicht mal Germanistik studiert… Witzig auch, dass ihr euch über die schlecht übersetzte Betriebsanleitung lustig macht, obwohl euer eigener Artikel mehr als genug Anlass dazu gäbe… vielleicht sollte ich den Kommentar hier als Initiativbewerbung einreichen…

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