Anki Overdrive Supertrucks im Test: Wenn künstliche Intelligenz das Spielzeug steuert

(Bild: Übergizmo)

Anki verkauft ab 12. Oktober auch zwei Supertrucks für sein Battle-Race Overdrive. LKWs und Autos werden per Smartphone oder von einer Künstlichen Intelligenz (KI) gesteuert und besitzen individuelle Waffen. Wie es uns gefallen hat, liest du hier.

Anki Overdrive - Die besten Bilder

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Anki Overdrive

 PRO

 CON

(Bild: Übergizmo)Multi- und Single-Player-Modi  Kompatibilitäts-Probleme mit einigen Android-Geräten(Bild: Übergizmo)
Aufrüsten der Fahrzeuge möglich  (Bild: Übergizmo)   (Bild: Übergizmo)Ohne neue Streckenelemente bald langweilig
 (Bild: Übergizmo)Individuell konfigurierbare Strecke Häufiger Spielabbruch(Bild: Übergizmo)
 (Bild: Übergizmo)Zuverlässige Reaktion der Fahrzeuge   (Bild: Übergizmo)Relativ teuer
  Fahrzeuge fliegen im Rage-Modus etwas zu häufig aus der Bahn(Bild: Übergizmo)

Es könnte alles so schön sein. Kleine Autos und Lastwägen per Smartphone über individuell konfigurierbare Strecken jagen und die Freunde gezielt mit Waffenfeatures á la Mario Kart ausbremsen – das Spielkonzept von Anki Overdrive. Tatsächlich hat Anki Overdrive durchaus Potential, an manchen Stellen sorgte es aber dennoch für Ärger. Doch dazu später mehr.

Spielprinzip

Bei Anki Overdrive rast man mit einem sogenannten Supercar oder Supertruck über die selbst gebaute Strecke gegen ein bis drei Gegner. Die anderen Fahrzeuge werden entweder von der KI oder echten Menschen (empfohlen ab 8 Jahren) per Smartphone gesteuert. Je mehr man spielt, desto mehr Erfahrungspunkte sammelt man und kann sein Fahrzeug in der Werkstatt frisieren bzw. mit Waffen ausstatten.

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Die Streckenteile lassen sich einfach zusammenfügen. (Bild: Übergizmo)

Damit lassen sich die Gegner auf der Strecke ausbremsen oder auch für kurze Zeit außer Gefecht setzen. Kleine Plastikgeschosse fliegen dabei aber nicht durchs Zimmer – man schießt nur auf dem Smartphone. Je nach Modi lässt sich durch erfolgreiche Attacken oder aber die schnellste Zeit gewinnen – ein Battle-Race also.

Installation

Zu allererst muss die Strecke aufgebaut werden. Im 180 Euro teuren Starter-Kit befinden sich dazu zehn Streckenelemente, vier gerade Teile mit 56  Zentimetern Länge und sechs 90-Grad-Kurven bei einem Radius von circa 36,5 Zentimetern. In der Breite messen die Streckenelemente jeweils 22 Zentimeter.

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Mit dem Starter-Kit lassen sich mehrere Rundstrecken legen – auch mit einer Brücke. (Bild: Übergizmo)

Die dunklen Straßenflächen sind sehr leicht und biegsam, lassen sich also auch auf unebenen Flächen platzieren und relativ problemlos verstauen. Dank überlappender Plastikzähne und magnetischer Enden funktioniert der Zusammenbau einer Strecke im Übrigen kinderleicht. Zwei mitgelieferte Brückenpfeiler bzw. Stützen für Kurven erlauben überdies Kreativität im Anlegen der Strecke. Wahlweise lassen sich aber natürlich alle möglichen Gegenstände als Brückenpfeiler einsetzen.

Stromversorgung

Supercar und Supertruck werden zum Laden auf einen der vier Plätze der Docking-Station gesteckt. Während des Ladens blinken die Leuchten der Fahrzeuge grün, nach sechs Minuten leuchten sie durchgehend und repräsentieren einen vollen Akku. Nach etwa 70 bis 80 Runden war der Akku des ersten Autos bereits leer. Das entspricht etwa fünf Rennen á drei Minuten.

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Vier Fahrzeuge können parallel geladen werden. (Bild: Übergizmo)

Wer sich ein Starter-Kit besorgt, erhält übrigens gleich ein ganzes Sortiment an Steckdosen-Adaptern. Vier verschiedene Versionen lagen bei, die mit dem USB-Netzteil zu kombinieren sind.

Anki-App

Vor dem ersten Rennen muss man außerdem die Anki Overdrive App, die für Android und iOS erhältlich ist, herunterladen. Bei rund 250 MByte kann das natürlich ein wenig dauern, außerdem erhalten bei der ersten Nutzung auch die Autos je ein Firmware-Update. Abgesehen davon arbeitet die App zum Glück stets schnell.

Auch eigene Angaben werden verlangt, so fragt die App nach dem Geburtsdatum sowie einen Nicknamen. Ehe man über die Bahn flitzen kann, wird diese von den Supercars bzw. -trucks noch gescannt. Dazu fahren die Vehikel zwei Runden über die Strecke. Nach einem kurzen Testrennen gegen die KI, bei dem man in die Steuerung eingewiesen wird, kann es nun losgehen.

Steuerung

Die Handhabung ist, wie für Apps üblich, ziemlich simpel. An der linken Seite findet sich ein Geschwindigkeitsregler bzw. Gaspedal. Drücken oder nach oben ziehen beschleunigt das Gefährt. Alles andere als Vollgas macht bei Anki Overdrive im Übrigen wenig Sinn. Aus den Kurven fliegt man nämlich nur, wenn man direkt davor eine extrem steile Abfahrt platziert, die mit den mitgelieferten Pfeilern alleine nicht herzustellen ist.

(Bild: Übergizmo)

Diese Abfahrt war den Supertrucks und -cars teils zu steil. Gelegentlich fielen sie in der anschließenden Kurve aus der Bahn. (Bild: Übergizmo)

Bremsen lohnt sich also nur, wenn man dadurch in die Position kommt, andere Fahrzeuge abzuschießen. Damit wären wir beim zweiten Aspekt der Steuerung. An der rechten Seite des Displays befinden sich zwei große Buttons für zwei Waffen. Je nach Eigenschaft der Waffe wird sie durch einmaliges oder dauerndes Drücken abgefeuert.

Manchmal muss man sich in der gleichen Spur wie ein anderes Fahrzeug befinden, um ihm Schaden zuzufügen. Durch Neigen des Smartphones gelingt auch der Spurwechsel ohne Probleme. Insgesamt reagieren die Fahrzeuge stets unmittelbar und zuverlässig auf die Smartphone-Eingabe.

Ich will doch nur spielen

Eigentlich sollte alles klappen, praktisch scheitern wir aber leider schon an den Anfängen des Supertruck-Spaßes. Die Supertrucks scannen nämlich die Strecke nicht und verharren auf der Bahn. Der Grund ist nicht das WLAN, eine verdreckte Bahn oder verstaubte Infrarot-Sensoren, sondern unser Android-Smartphone.

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Bei manchen Android-Geräten blieben die Fahrzeuge leider am Start stehen. (Bild: Übergizmo)

Ein Telefongespräch mit dem Support offenbarte, dass es Android-Geräte gibt, die zwar die offiziellen Mindestanforderungen erfüllen, aber trotzdem nicht mit Anki Overdrive kompatibel sind. Neben iPhones ab der Generation 4S hat Anki 18 Android-Modelle von sechs Herstellern getestet, mit denen man das Battle-Race sicher spielen kann. Eine Liste der kompatiblen Geräte findest du hier.

Android-Gezetere

Geräte wie das Sony Xperia Z oder Z1 sind mit Anki hingegen eher problematisch. Laut Support können sie nicht als Host, also zum Start eines Spiels, verwendet werden. Als Client könnte man bestehenden Spielen in der Regel beitreten – was in unserem Falle aber leider auch nicht immer klappte. Falls doch, so traten häufig plötzliche Fehler auf, die zu einem Spielabbruch führten. Zum Glück betrifft das nicht auf alle Android-Geräte.

Unter dieser Liste könnt ihr prüfen, ob ihr als Besitzer*in eines Android-Gerätes ähnliche Probleme zu erwarten habt. Die 49 Modelle umfassende Liste ist, ebenso wie die Liste der kompatiblen Geräte, natürlich nicht vollständig. Mein Xperia Z fehlt zum Beispiel noch.

(Bild: Übergizmo)

Übrigens: Um ein Fahrzeug aus der Verpackung zu bekommen, muss man an die Unterseite. Genaueres im nächsten Foto. (Bild: Übergizmo)

(Bild: Übergizmo)

Falz umklappen und hineinschieben, dann lässt sich der Truck aus der Halterung nehmen.(Bild: Übergizmo)

So fahren die Supertrucks

Von nun an testeten wir Anki Overdrive nur noch mit einem iPhone – und hatten Erfolg. Der Supertruck fuhr! Er beschleunigt deutlich langsamer als die Supercars, kann aber auch ein hohes Tempo erreichen. Trotzdem fällt auch er bei Highspeed nicht aus den Kurven, solange man eine flache Bahn baut und für Brücken nur die mitgelieferten Pfeiler verwendet. Baut man selbst steilere Auffahrten, hat der Supertruck manchmal Probleme, diese zu erklimmen.

Größter Vorteil des Supertrucks ist sicherlich der Rage-Modus. Während der Fahrt wird bei Vollgas das Rage-Meter aufgeladen. Ist es voll, kann Freewheel in Höchstgeschwindigkeit über die Strecke rasen, bunt blinken und die Gegner rammen. Wer dabei geschickt ist, oder einfach Glück hat, kann die Supercars auch von der Strecke werfen. Eigentlich spaßig, nur fallen die Autos insgesamt so oft von der Bahn, dass man öfter aufstehen und sie wieder auf die Strecke setzen muss, als es einem lieb ist. Leitplanken an den Strecken würden den Spielfluss wirklich erhöhen.

Waffen und Modi

Zwei Supertrucks hat Anki veröffentlicht: Freewheel, den wir in unserem Test fuhren, und X52. Letzterer verfügt über die Waffe „Pulse Ram“, um Gegner von der Strecke zu fegen, wenn man sich auf derselben Spur hinter ihnen befindet. Freewheel hingegen kann mit dem „Gravity Tap“, einer Art Traktionsstrahl, voran fahrende Fahrzeuge auch aus weiter Entfernung verlangsamen.

X52 und Freewheel (Bild: Übergizmo)

Neben den alten Spielmodi gibt es nun auch den sogenannten Takeover-Modus – exklusiv für die Supertrucks. Takeover lässt sich mit drei Fahrzeugen, aber auch als Single-Player, spielen. Dabei wählt man ein Supercar, während die KI einen Supertruck sowie ein zweites Supercar steuert. Wer den Supertruck abschießt, übernimmt auch dessen Steuerung und überlässt sein Auto in der Zwischenzeit der KI. Takeover machte uns besonders Spaß, schon alleine weil mit drei Fahrzeugen deutlich mehr los ist, als nur mit zweien.

Wer zuerst genügend Kills mit dem Supertruck erreicht, gewinnt Takeover

Außerdem muss man sich nicht nur darauf konzentrieren, den Supertruck zu übernehmen, sondern anschließend auch zu verteidigen und währenddessen genügend Kills der Gegner zu erreichen. Mit ein wenig Übung hat man zumindest gegen die KI aber relativ wenig Probleme.

Etwas schade: Den Karriere-Modus, bei dem man in sechs Kapitel gegen die KI-Helden des Spiels antritt, konnten wir nur mit Supercars, nicht aber mit dem Truck spielen. So blieben nur die Modi im Open Play. Neben Takeover gibt es vier weitere Modi: Race, Battle, King of the hill und Time trial. Im Race tritt man schlicht gegen die anderen Fahrzeuge über 15, 30 oder 45 Runden an und versucht, als erster ins Ziel zu kommen. Waffen können auch hier verwendet werden.

Supertrucks sind immer besser – außer beim Zeitfahren

Wer nicht besonders geschickt im Waffeneinsatz ist, hat mit dem Supertruck aber trotzdem gute Chancen auf den Rennsieg. Sobald dieser nämlich einmal auf Touren kommt – also nach der ersten Runde – ist er ebenso schnell wie die Supercars. Dank seiner Größe kann man den Gegnern natürlich auch mal den Platz streitig machen. Bei den Rennen kam es außerdem, wie schon erwähnt, regelmäßig zu Crashs, sodass die Autos aus der Bahn oder von der Brücke flogen. So holt man die anfangs verlorene Runde problemlos wieder ein.

Die Botschaft: nur die stärksten setzen sich durch. Den pädagogischen Wert kann man an dieser Stelle durchaus hinterfragen.  Nach dem ersten Versuch war es für uns jedenfalls kein Problem mehr, mit dem Supertruck jedes Rennen gegen die beiden Supercars zu gewinnen. Im Team-Modus, bei dem man eines der beiden Supercars zum Freund erklären kann, war der Sieg natürlich noch weniger gefährdet.

(Bild: Übergizmo)

Skull, Freewheel und Ground Shock (v.l.). (Bild: Übergizmo)

Der Modus Race machte uns letztendlich über weite Strecken Spaß, war aber keine große Herausforderung. Auf Dauer werden die Rennen leider vorhersehbar und nur noch interessant, um neuen Freunden das Spielsystem zu erklären.

Das gleiche gilt für den Modus Battle. Hier muss man fünf, zehn oder fünfzehnmal die Gegner mit Waffengewalt ausschalten, um zu gewinnen – egal, wie schnell man ist. Mithilfe des Rage-Modus des Supertrucks ist das aber relativ leicht.

King of the hill – auch im Flachen

Im Open Play-Modus King of the hill muss man natürlich erneut die anderen Fahrzeuge außer Gefecht setzen. Wer das schafft, trägt die virtuelle Krone und erhält in dieser Zeit Punkte. Man verliert die Krone, indem man selbst kurzzeitig außer Gefecht gesetzt wird. Die Taktik lautet also nicht schießen, schießen, schießen oder fahren, fahren, fahren, sondern schießen und absichern.

Schwer ist das als Supertruck aber nicht. Spätestens wenn man zum ersten Mal in den Rage-Modus gelangt, setzt man die Supercars problemlos außer Gefecht, indem man sie nur berührt. Meist spielen die Supercars daraufhin auch verrückt, drehen sich im Kreis, fahren in die falsche Richtung oder liegen als Folge des Crashs neben der Bahn. Wer nun die Zeit abfährt und die Supercars auf Distanz hält, gewinnt ohne Probleme. Im Test war unser Sieg (leider) nie gefährdet.

Supercars schummeln

Der fünfte Open Play-Modus von Anki Overdrive heißt Time trial. Hier fährt man einzeln mehrere Runden gegen die Zeit. Selbiges tun anschließend die Gegner – egal ob von Menschen oder der KI gesteuert. Wer am schnellsten fährt, gewinnt Time trial. Dumm nur, dass die von der KI gesteuerte Supercars durch die Bank schummelten.

Anstatt fünf volle Runden zu fahren, kehrten die Supercars nämlich dem Boost geschuldet mittendrin um, fuhren von der anderen Seite erneut über die Ziellinie und wiederholten das Ganze. Der Zähler wertete jede Ziellinienüberquerung als Rundenerfolg. So spart man sich natürlich zwei Runden und lässt dem Supertruck nie eine Chance – ganz schön mies.

Gegen den Supertruck ist es am schwersten

Wie zu erwarten ist der Supertruck auch von der KI gesteuert eine harte Nuss. In den Modi Battle oder King of the hill, in denen es schlicht um Waffengewalt geht, konnten wir dem Supertruck nie die Nase reichen. Allerdings: mit zunehmendem Level des Supercars lässt sich das Defizit ein wenig ausgleichen.

Die Modi, bei denen Geschwindigkeit zählte, gingen dafür ganz klar an uns. In Race und Time trial war die KI also weder mit Supertruck noch dem anderen Supercar dazu in der Lage, uns zu schlagen.

(Bild: Übergizmo)

Passt genau unter die Brücke – der Supertruck. (Bild: Übergizmo)

Auch der Supertruck hat Entwicklungspotential. In der Werkstatt können die Waffen des Supertrucks mit verdienten Power Ups gestärkt werden. Je besser man zuvor in den Rennen abschnitt, desto mehr Punkte, Power Ups oder Loots erhält man. Loots? Dahinter verstecken sich beispielsweise Waffen, wie eine unmittelbar explodierende Mine, die sich hinter einem abwerfen lässt – natürlich nur virtuell.

Die Loots kommen immer einem bestimmten Fahrzeug zugute, aber nicht zwingend dem Fahrzeug, das man selbst aktuell steuert. Das heißt, man sammelt auch Verbesserungen für die sechs Supercars, von denen nur zwei im Starter-Kit sind. Unser Supertruck hat von all den gesammelten Loots leider nie profitiert.

Tatsächlich macht sich das Level des Gefährts im Gefecht bemerkbar. Stärkere Waffen sind schließlich ein großer Vorteil und auch für einen Supertruck die beste Möglichkeit, die Führung zu übernehmen. Mehr zu den Waffen und Modi mit den Supercars kannst du übrigens hier nachlesen.

Verarbeitung und Design

Die einzelnen Fahrzeuge heben sich vor allem durch die Farben voneinander ab. Auf der Strecke hilft bei der Unterscheidung auch die LED-Beleuchtung. Sie zeigt auch an, welche Autos außer Gefecht sind, die Krone bei King of the hill tragen oder vom Rage-Modus erfasst wurden. Die Karrosserie selbst besteht aus Plastik und lässt die Fahrzeuge daher in der Hand eher wie billige Spielzeugautos wirken.

An der Unterseite befindet sich je ein grauer On/Off-Knopf, außerdem lässt sich der Infrarot-Sensor, der die Fahrbahn scannt, erkennen. Dies zu wissen kann manchmal von Vorteil sein. Ein verdreckter Sensor wird schließlich dazu führen, dass die Gefährte nicht mehr scannen können. Außerdem können die Supertrucks und -cars mit dem grauen Knopf gezielt aktiviert oder, um Strom zu sparen, ausgeschaltet werden.

(Bild: Übergizmo)

Damit lassen sich die Reifen reinigen. (Bild: Übergizmo)

Wartung

Wie im echten Leben brauchen Fahrzeuge eine regelmäßige Pflege. Bei den Supercars und dem Supertruck betrifft das vor allem die Reifen, fürs ganze Spiel braucht es außerdem eine möglichst saubere Bahn. Leider ziehen die Streckenteile Staub und Haare aber magisch an. Wenigstens lassen sich die Partikel relativ leicht mit der Hand oder einem kleinen Besen von der Fahrbahn fegen.

(Bild: Übergizmo)

Nach wenigen Stunden war die Fahrbahn verstaubt und musste kurz gereinigt werden. (Bild: Übergizmo)

Um die Hinterreifen und Räder des Aufliegers von Selbigem zu reinigen, fährt man sie einfach ein paar mal über eine mitgelieferte Reinigungsoberfläche – die Vorderreifen sind nur aus Plastik und ohne Antrieb, müssen also nicht auf diese Weise gereinigt werden.

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Im Lieferumfang enthalten sind zwei Brückenpfeiler, Reifenreinigung, zwei Supercars, zehn Streckenelemente, Ladestation und vier Steckdosenadapter. (Bild: Übergizmo)

Preis und Verfügbarkeit

Anki Overdrive gibt es seit etwa einem Jahr. Die Erweiterung „Supertrucks“ ist seit 12. Oktober im Handel. Ein Truck kostet satte 70 Euro, das notwendige Starter-Kit außerdem 180 Euro. Im Starter-Kit sind neben zehn Streckenelementen und der Ladestation auch zwei Supercars inbegriffen. Weitere Supercars können für je 60 Euro nachgekauft werden, ebenso weitere Streckenelemte wie eine Sprungschanze. Dass sich diese aber kaum lohnt, haben wir bereits in einem früheren Test erfahren dürfen.

(Bild: Übergizmo)

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Fazit

Am Anfang macht Anki Overdrive mit dem Supertruck richtig Spaß. Sehr bald wird es aber eintönig. In jedem Rage-Modus kommt es zu Crashs, die Supercars fliegen dabei permanent von der Bahn und selbst der Truck wird von den Autos manchmal umgeworfen. Trotzdem gewinnt man mit dem Supertruck fast immer – außer beim Zeitfahren. Herausfordernd wird es vor allem, wenn man als Auto den Supertruck außer Gefecht setzen muss – oder Anki Overdrive mit einem nicht-aktuellen Android-Smartphone nutzen möchte. ;)

Wer Overdrive mit Android-Geräten nutzen will, sollte zuvor unbedingt die Kompatibilität checken oder Erfahrungsberichte studieren. Mit iPhones (ab 4S) klappt das Spiel auf jeden Fall problemlos. Auf Dauer wird man aber wohl gegen viel Geld die Flamme fürs Spiel durch Erweiterungen anfachen – oder auf spannende neue Features per OTA-Update hoffen müssen. Der Supertruck ist als Ergänzung zum Starter-Kit bereits eine gewinnbringende Bereicherung.

Kinder finden an Anki Overdrive vielleicht auch längerfristig Gefallen – sofern sie ein entsprechendes Smartphone nutzen (dürfen) und regelmäßig Freunde oder Geschwister zum Spielen in der Nähe sind.

Lies auch: Real FX im Test – wie Anki Overdrive, nur ohne Smartphone

Was wir auch wieder einmal erfahren haben: Je mehr Abhängigkeiten, desto mehr potentielle Probleme. Bei solchen Spielen  ist man eben der Internetverbindung, den Akkus der Fahrzeuge und Mobilgeräte, der App-Stabilität und Update-Politik eines Unternehmens sowie der Hardware des Smartphones ausgeliefert. Nichtsdestotrotz funktioniert Anki Overdrive mit den kompatiblen Geräten ziemlich gut.

Und wer ein altes Android hat kann auch einfach ein analoges Brettspiel hervorkramen. Das macht mindestens genauso viel Spaß.

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