NASA: Juno-Mission hängt am seidenen Faden

Raumsonde Juno (Bild: ESA)

Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat ein Problem. Offenbar spinnt der Antrieb der Rausmonde Juno, die sich derzeit in einem Orbit um den Planeten Jupiter befindet. Eigentlich sollte Juno am 19. Oktober in einen niedrigeren Orbit wechseln.

Hierfür hätte die Raumsonde abbremsen müssen. Dieses Manöver hat die NASA nun auf den 11. Dezember verschoben. Die Hoffnung ist, dass die NASA bis dahin die Probleme behoben hat und die Sonde zuverlässig in den neuen Orbit steuern können wird. Ob das aber gelingt, steht in den Sternen. Denn bisher ist unklar, warum die Düsen der Juno nicht so funktionieren, wie sie sollen. Bekannt ist offenbar lediglich, dass zwei Ventile bei einem Test am vergangenen Dienstag nicht richtig funktioniert haben. Diese Ventile hätten sich innerhalb von Sekunden öffnen sollen, benötigten aber mehrere Minuten.

Neuer Orbit soll Juno mehr Zeit mit Jupiter ermöglichen

Juno befindet sich seit dem 4. Juli in einem exzentrischen Orbit um Jupiter. Die meiste Zeit ist die Raumsonde von Jupiter ziemlich weit entfernt und nähert sich dem Gasriesen immer nur für die kurze Zeit. Dies soll Juno vor Beschädigungen durch die starke Strahlung des Planeten schützen. Derzeit benötigt Juno deshalb 53 Tage, um den Jupiter einmal zu umkreisen. Das Bremsmanöver soll die Raumsonde in einen 14-tägigen Orbit bringen.

Die NASA kann die geplante Kurskorrektur nur an bestimmten Stellen im Orbit durchführen. Der nächste mögliche Termin wäre der kommende Mittwoch. Allerdings wird die Raumfahrtbehörde diesen verstreichen lassen, um Zeit zu gewinnen.

Sollte es der NASA nicht gelingen dieses Problem zu beheben, wird Juno wohl vorerst in seinem 53-Tage-Orbit bleiben. Dies bedeutet, dass die Wissenschaftler nur alle zwei Monate für einige wenige Tage Informationen über den Gasriesen sammeln können.

Tags :Quellen:Nasa

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