ESA: European Mars Lander beginnt Landeanflug zum Mars

Raumsonde Juno (Bild: ESA)

Mitte der Woche soll der European Mars Lander auf dem roten Planeten landen. Das Modul wurde erfolgreich von seinem Mutterschiff abegetrennt und befindet sich im Augenblick im Landeanflug zur Planetenoberfläche. Dort soll die Sonde nach Spuren von Leben suchen.

Nach einer fast 500 Millionen Kilometer langen Reise wurde es am gestrigen Sonntag spannend: Das Schiaparelli-Modul wurde von seinem Träger-Raumschiff getrennt und machte sich an seinen Landeanflug zur Marsoberfläche. Läuft alles glatt, landet Schiaparelli am Mittwoch. Sein Mutterschiff soll in die Planetenlaufbahn des Mars einschwenken. Das Landemanöver ist ein heikles Unterfangen, in der Vergangenheit bedeutete es das Aus für Missionen.

Das Ziel der ESA-Mission: Der European Mars Lander soll nach Spuren von Leben suchen

Das Schiaparelli-Modul des European Mars Lander. Bild: ESA

Das Schiaparelli-Modul des European Mars Lander. (Bild: ESA)

Ein erster Schritt zur Landung ist mit der Trennung des Moduls getan. „Wir bestätigen eine geglückte Abtrennung des Schiaparelli-Moduls“, gab Michel Denis, der ExoMars flight director der ESA auf dem Webcast der Mission an. Die Kontroller in der Missionszentrale in Darmstadt applaudierten, als sie die Nachricht von dem geglückten Maneuver erreichte. Die Landung von Schiaparelli soll die erste Phase gemeinsamer europäisch-russischer Erkundungen auf dem Mars einleiten. Das Ziel: die Spuren möglichen Lebens in der Marsvergangenheit zu untersuchen.

Das Modul dient laut ESA-Angaben auch der Auslotung zukünftiger Landemissionen auf der Marsoberfläche. Schiaparellis Mutterschiff, der Trace Gas Orbiter (TGO) soll derweil vom Orbit aus etwaige Wassereis-Vorkommen unter der Marsoberfläche sowie die Methanvorkommen in der Atmosphäre untersuchen. Das Weltraum-Duo bildet die Vorhut weiterer Missionen zum roten Planeten: bereits 2020 wird die ExoMars-Mission mit einem Rover sowie einer Planetenstation fortgesetzt.

Derweil heißt es Daumen drücken für Schiaparelli. Geht alles gut, landet das Modul am Mittwoch auf dem Meridiani Planum, einer ausgedehnten Region, die auch Heimat des NASA Opportunity Rover aktiv ist.

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