Carsharing: Fremde Autos lassen sich per Smartphone öffnen

(Screenshot: Übergizmo)

Der private Carsharing-Dienstleister Drivy baut Boxen in Autos, die geteilt werden dürfen. Per Smartphone lässt sich das fremde Auto in festgelegten Zeitintervallen nutzen - nun auch in München und Hamburg.

Die Straßenränder sind voll von Autos, die die meiste Zeit nicht genutzt werden. Würden sich mehr Menschen Autos teilen, gäbe es endlich wieder mehr freie Flächen – die dann zum Beispiel für öffentliche Gärten genutzt werden können.

Mehrere Dienstleister versuchen seit einiger Zeit, privates Carsharing möglichst einfach zu machen. Drivy, der europaweit größte Dienstleister dieser Art, senkte die Hemmschwelle dieses Jahr. Wer eine Box von Drivy in das eigene Auto installieren lässt und festlegt, wann das Auto nicht von den Besitzenden gefahren wird, gibt Interessierten die Möglichkeit, das Auto per Smartphone auf Anfrage zu öffnen und zu verwenden.

Versicherungsschutz für Carsharing inklusive

Drivys Konzept sieht zunächst vor, dass man sein Auto online registriert und mit zahlreichen Bildern versieht. Dabei lässt sich auch ein Preis angeben, den man für einen Tag der Fremdnutzung erstattet haben möchte. 70 Prozent davon erhält man selbst, der Rest geht an Drivy und die Allianz Versicherung.

Das Auto ist also automatisch gegen Diebstahl, Feuer oder Fahrzeugschäden versichert – und zwar bis zu 50.000 Euro. Selbstbeteiligungen zahlen die Mietenden, für Pannen, etwa aufgrund fehlender Reparatur, ist man als Vermieter*in aber immer noch selbst verantwortlich.

Box-Installation ist kostenlos, die Nutzung aber nicht

Die bereits angesprochene Box gehört zu Drivy Open. Mit ihr lässt sich das Auto auch aus der Ferne freischalten und Buchungen rein über´s Smartphone vornehmen – die persönliche Schlüsselübergabe fällt also weg. Das macht Carsharing natürlich um einiges einfacher. Bislang gibt es Drivy Open aber nur in Berlin, Hamburg und München – weitere Städte sollen folgen.

Wer sich so eine Box ins Auto bauen lassen möchte, kann dies bei Drivy ordern. Die Installation der Box ist kostenlos, allerdings zahlt man ab dem vierten Monat eine Gebühr von 29 Euro/Monat. So sorgt der Dienstleister also dafür, dass man die Box nur bestellt, wenn die Nutzung des Carsharing-Angebots halbwegs absehbar ist.

Immerhin: Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht und auch den Ausbau erledigt Drivy ohne die Veranschlagung einer weiteren Gebühr. Während die Box installiert ist, soll ein Sicherheitssystem vor Diebstahl schützen. Zum Einen öffnet sich das Auto nur für von Fahrzeugbesitzern zugelassene Mieter im festgelegten Mietzeitraum. Zum Anderen soll auch das Starten des Wagens durch unbefugte Dritte nicht möglich sein.

Drivy Open in 16 europäischen Städten

Bislang konnten laut Drivy 600 Wagen in 16 europäischen Städten mit der Box für Drivy Open ausgestattet werden. Im Schnitt wurde jedes Fahrzeug bereits 15 mal gemietet. Seit Frühjahr 2016 gibt es das Angebot auch in Berlin, wo knapp 50 Autos an Drivy Open teilnehmen. Nun erweitert Drivy die Dienstleistung auf München und Hamburg.

Tags :Quellen:drivy.de

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