„Ihr tötet Menschen“ – Tesla-Chef Elon Musk kritisiert Medien

Tesla Model S (Bild: Tesla Motors)

Tesla-Chef Elon Musk ist nicht gut auf die Medien zu sprechen. Nach Meinung des Unternehmers sind die Pressevertreter nicht aufgeschlossen genug gegenüber der Autopilot-Technologie. Diese würden Unfälle durch autonom fahrende Autos allzu sehr aufbauschen und die Technologie dadurch ins schlechte Licht rücken.

Tesla Model 3

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(Foto: Tesla)

„Eine Sache, die mich ziemlich verstört, muss ich noch erwähnen, und zwar das Ausmaß der medialen Berichterstattung über Unfälle von Autopiloten, die im Vergleich zu den 1,2 Millionen Menschen, die jährlich bei Unfällen durch manuelles Fahren ums Leben kommen, sehr gering sind‘, so Musk in einem von der Internetseite Mashable zitierten Statement.

Tesla-Gründer Elon Musk (Bild: Emily Shanklin/ SpaceX / Public Domain)

Tesla-Gründer Elon Musk (Bild: Emily Shanklin/ SpaceX / Public Domain)

Durch ihre negative Berichterstattung über autonomes Fahren würden die Medien die Menschen nicht nur vom Gebrauch selbstfahrender Autos abhalten, so Musk. Sie hätten damit auch zahllose Menschenleben auf dem Gewissen. Der Tesla-Chef ist sich sicher: die Medien ‚töten Menschen‘.

Laut Musk sei der mediale Vorbehalt ungerechtfertigt, da das autonome Fahrsystem weitaus sicherer sei als das herkömmliche manuelle Fahren. Die Technik müsse jedoch korrekt gehandhabt werden. Musk bezieht sich dabei auf den tödlichen Unfall eines Mannes in den USA im Mai dieses Jahres. Der Fahrer war damals mit seinem Tesla Model S bei überhöhter Geschwindigkeit ungebremst in einen LKW gerast.

Tesla Autopilot-Systeme sicher – wenn sie richtig gehandhabt werden?

(Bild: Tesla)

Tesla räumte nach einer Untersuchung der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA ein, dass die Sensoren des Autopiloten die helle Farbe des Lasters nicht vom an dem Tag besonders hellen Himmel unterschieden hätten. Der Autohersteller betonte aber auch, dass der Fahrer sich beim Führen des Fahrzeugs nicht korrekt verhalten hätte. Er hätte, nicht wie ausdrücklich von Tesla hingewiesen, seine Hände am Steuer gelassen. Stattdessen soll er während der Fahrt einen Film geschaut haben. Außerdem hieß es in Medienberichten, dass er während der Fahrt eingeschlafen sei.

Tesla-Händler in Walnut Creek (Bild Tesla)

Tesla-Händler in Walnut Creek (Bild Tesla)

Darüber hinaus hob Musk in dem oben genannten Statement einmal mehr hervor, dass es sich bei der Technik in dem genannten Unfallfahrzeug um eine Beta-Version gehandelt habe. Die neuen Tesla-Autos, darunter das demnächst erscheinende Model 3, würden weitaus sicherer sein, so der Unternehmer. Sie würden in der Lage sein, auf jede Verkehrssituation zu reagieren.

Tags :Quellen:Mashable Mashable (Artikel zu Unfall) Spiegel
  1. Wenn pro 10 000 000 gefahrene km,
    durch weiterentwickelten Autopiloten weniger Menschen getötet oder verkrüppelt oder verletzt werden,
    als durch berauschte oder übermüdete oder zu alte oder sonst zum fahren beeinträchtigte Menschenlenker betroffen sind,
    dann sind „Autopiloten“ besser für die gesamte Menschheit.
    Ein gewisses Restrisiko wird immer pro 10 000 000 gefahrene km bleiben. Egal ob Autopiloten oder Menschen lenken.
    Das Lenkverfahren mit den geringeren Restrisiko ist eine Wohltat für die Menschheit!
    Und das werden die Autopiloten sein!

    Autopiloten sind 24 h pro Tag fit, also nie übermüdet, nie berauscht, haben schnellere Reaktionszeit, lassen sich durch Kommunikation beim fahren nicht ablenken, haben keine Stimmungsschwankungen, haben keine Emotionen die zum gefährlichen Fahren provozieren, haben keine Schwächen wie ältere Fahrer die immer mehr werden, usw.

    Die Motivation für Medien schlecht über Autopiloten zu schreiben dürfte Sensationsgeilheit der Massen sein die Umsätze steigert, und Einfluss der übrigen mächtigen Autoindustrie, die bei eigenen Entwicklungen merkbar zurückliegt.

    Ich wäre aber in der aktuellen Entwicklungsphase eher für die Bezeichnung Fahrassistenzsystem, als Autopilot. Den es gibt viele in der Entwicklung zurückgebliebene Menschen die „Autopiloten“ falsch interpretierten können.

    1. All die guten Überlegungen in Ehren. ABER bitte überlegt einmal, wieviel Geld für Autos, sagen wir mal innerhalb eines Zeitraumes von 12 Jahren ausgegeben wird und was eine Art Schienennetz mit einer ähnlichen Dichte von Straßen besetzt mit individuellen, koppelbaren Fahrgastzellen (Modell Fließband) kosten würde. Die Gegenüberstellung von Kosten für Reparatur/Wartung/Unterhalt/Staus/Energieaufwand/Toten überlassen wir jetzt mal den Betriebswirten ;-) Ach ja, die Arbeitsplätze der Autoindustrie. Roboter und Menschen werden auch beim ‚Schienensystem‘ gebraucht.

      1. Selbstfahrende Autos werden den Verkehr stark entlasten.
        Mit selbstfahrenden Autos soll die Anzahl der Fahrzeuge mindestens um 50 % gesenkt werden.
        Den private Autos fahren nur 1 h / Tag, und parken ca. 23 h / Tag.
        Selbstfahrende Carsharing Autos, die man via App bis vor die Haustür bestellt, werden mehr als 10 h Auslastung pro Tag haben.
        Und private Autos ersetzen und das viel komfortabler. Z.B. Kein Parkplatz suchen, oder zum Parklatz laufen.

        Und nicht alle Autos werden neu gekauft werden. Den es wird auch Selbstlenker- Nachrüstsätze für konventionelle Autos geben. (für 2 000 bis 10 000 $)

        Und gewerbliche Autos werden praktisch alle durch selbstfahrende ersetzt oder nachgerüstet werden müssen!
        Den neue selbstfahrende Autos werden preiswerter als für die Fahrer- Lohnkosten für nur 6 bis 12 Monate.
        Lohnkosten für ein Taxi das 16 h / Tag im Einsatz ist, betragen über 65 000 €. (Bei Mindestlohn)
        Und E-Autos werden auch viel preiswerter, nachdem die Kosten für Akku durch Weiterentwicklung und Massenproduktionen niedriger werden.
        Den E-Autos mit Radnabenmotoren brauchen u.a. kein Verbrennungsmotor, Vergaser, Kupplung, Differenzial, Achsen, Tank, Auspuff, Kühler, Anlasser, Bremsen könnten auch durch Wirbelstrombremse ersetzt werden, usw. Und diese Teile verschleißen auch schneller.

        Viele der bisherigen Autos werden in den nächsten 12 Jahren sowieso erneuert werden müssen, durch immer strengere Abgasgesetze = staatlicher Zwang für Zahlung von MwSt. für neue Autos, und Auftragsbeschaffungsmaßnahme für Autoindustrie…

        Mit Schienenfahrzeuge wird man eher viele Menschen auf längeren Strecken sehr schnell befördern. Z.B. ICE FRA → CGN in 50 Minuten.

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