Megahack bei Weebly und Foursquare

Häufigste E-Mail-Domains in Weebly-Zugangsdaten (Screenshot: ZDNet)

Im Darknet kursieren Zugangsdaten für den Onlinedienst Weebly und für Foursquare und einigen anderen Diensten. LeakedSource berichtet, dass insgesamt 43,4 Millionen Zugangsdaten erbeutet wurde.

Vermutlich stammen die Daten von Weebly aus einem Hackerangriff vom Februar 2016, meint LeakedSource. Zudem verlor offenbar Modern Business Solutions im Oktober 2016 Daten von fast 59 Millionen Nutzern. Eine von Ende 2013 stammende Datenbank mit Foursquare-Nutzern enthält Daten von rund 22,5 Millionen Konten.

Weebly erlaubt das Erstellen von Websites einschließlich E-Commerce-Angeboten ohne Programmierkenntnisse. Die ihm entwendeten Zugangsdaten umfassen Nutzernamen, E-Mail-Adresse, gehashtes Passwort und IP-Adresse, wovon sich ZDNet.com anhand eines Auszugs selbst überzeugen konnte. Die Passwörter sind mit bcrypt gesichert, einer starken Hashfunktion.

Das Unternehmen bestätigte den Datenverlust: „Derzeit haben wir keine Hinweise, dass es unberechtigte Zugriffe auf irgendwelche Kunden-Websites gäbe. Wir speichern auf den Weebly-Servern keine vollständigen Kreditkartennummern, daher wäre uns auch nicht bekannt, dass es im Rahmen des Vorfalls irgendwelche betrügerischen Kreditkartenbuchungen gegeben hätte.“

Weebly informiert derzeit seine Kunden und fordert sie auf, ihr Passwort zu wechseln.

Der ebenfalls vorliegende Datensatz des ortsbasierten Social Network Fourquare datiert laut LeakedSource von Dezember 2013; es hat ihm noch keine ausführliche Untersuchung gewidmet, da es gerade mit Daten „überschwemmt“ werde, wie es mitteilt. Er umfasse aber rund 22,5 Millionen Einträge.

ZDNet erhielt auch hiervon einen Auszug und konnte feststellen, dass es mit den angegebenen Mailadressen möglich ist, Passwörter zurückzusetzen, sie also echt sind. Daneben umfasst die Datenbank Vor- und Zunamen, Geschlecht, Standort sowie Facebook- und Twitter-Benutzernamen.

Foursquare kommentierte auf Nachfrage, es wisse von keinem Datenverlust. Ein Sprecher sagte: „Wir haben interne Nachforschungen angestellt, und es gab keinen Sicherheitsvorfall.“

Das fast 59 Millionen Konten betreffende Leck beim auf Automobilbranche und Arbeitsvermittlung spezialisierten Dienstleister Modern Business Solutions ist schon einige Tage bekannt. Diese Daten finden sich nun ebenfalls bei LeakedSource, das eine kostenlose Abfrage einzelner Adressen ermöglicht. Nur für umfangreiche Suchanfragen etwa mittels Wildcard oder Einsichtnahme in die Rohdaten ist der Abschluss eines Abonnements erforderlich.

Tags :Quellen:ZDNet.comVia:Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de

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