Warhammer Vermintide (PS4) Test – Kammerjäger im Warhammeruniversum

Warhammer: The End Times

Im First—Person Online Warhammer: Vermintide bietet man den Skavenhorden als Teil eines Heldenquartetts die Stirn und treibt sie zurück in die Löcher aus denen sie gekrochen kamen. Ob das Spiel den Erben Sigmars würdig ist oder ob die Namen der verantwortlichen Entwickler im Buch des Grolls niedergeschrieben werden sollten beleuchten wir im folgenden Test.

Warhammer Vermintide

Bild 1 von 6

Quelle: Fatshark

Spielwelt

Die Handlung von Warhammer Vermintide fokussiert sich auf die Bedrohung der von den zivilisierten Rassen aus dem Untergrund durch die Skaven. Skaven sind Rattenmenschen die aus dem Tabletop-Vorbild „Warhammer Fantasy“ bekannt sind. Als spielbaren Held kann man aus einem Pool aus 5 Charakteren wählen: Ein Inquisitor, ein Zwerg, eine Waldelfin, ein menschlicher Soldat oder eine Feuermagierin. Als Gruppenbasis dient eine Taverne. Hier treffen sich alle Spieler online und der Host kann die Missionen mitsamt Schwierigkeitsgrad auf einer Karte auswählen.

Nach jeder erfolgreich absolvierten Missionen bekommt man zusätzliche Gegenstände die man sich in bester Tabletop-Manier erwürfelt. In der Tavernen eigenen Schmiede können nicht benötigte Gegenstände eingeschmolzen werden, um einen besseren Ausrüstungsgegenstand zu erhalten oder um Spezialfähigkeiten der Ausrüstung freizuschalten. Da jede Taverne, die etwas auf sich hält auch einen Altar parat hält, kann man die Fähigkeiten seiner Waffen auch noch nachträglich modifizieren. Zu guter Letzt bietet die Taverne auch noch die Möglichkeit die Ausrüstung der Helden anzupassen.

Besser gut kopiert, als…

Ein 4-köpfiges Heldenteam, dass im Alleingang Horden deutlich schwächerer Gegner trotzt? Einzelne „Spezialgegner“ mit Spezialfähigkeiten die zufällig spawnen und die Helden durch die Luft schleudern, mit Giftschleim beschießen oder am Boden festhalten? Mitspieler am Boden können von Kameraden wiederbelebt werden? Es kann maximal ein Heilgegenstand sowie ein explosiver Wurfgegenstand getragen werden? Dazu ein sehr lineares Leveldesign das jedes mal wieder an einem Saferoom (=Kutsche) endet? Kommt bekannt vor? Ist es auch!
Vermintide ist ein recht dreister Klon der bekannten Left4Dead-Reihe bei dem der Fokus von Schusswaffen auf Nahkampf gewechselt wurde und die Zombies durch die Rattenmenschen aus dem Warhammer Fantasy Universum ersetzt wurden.

Ist das schlecht? Gegenfrage: Hat dir Left4Dead gefallen? Magst du Warhammer? Wenn du auf beide Fragen mit „JA!“ geantwortet hast, dann ist es zumindest nicht schlecht für dich.

(Bild: Übergizmo)

Fazit

Gute Warhammer-Videospiele, speziell für Konsolen gibt es leider viel zu selten, wenn man bedenkt, was für einen umfassenden Fundus an Story das Warhammer Universum bietet. Auch wenn dieses im Bereich des Gameplays keinen Innovationspreis gewinnen wird, macht das Spiel Spaß und bietet Langzeitmotivation.

Negativ fällt lediglich auf, dass auf ca. 15-20 Spielstunden 3 Abstürze kamen, bei denen der Bildschirm für alle Teilnehmer eingefroren ist. Das ist besonders schmerzhaft, wenn das Ziel schon zum Greifen nah war. Für Warhammerfans ein Pflichtkauf, für alle anderen eine Interessante Alternative zu Left4Dead.

Verbesserungspotential ist jedoch vorhanden: Sollten die Entwickler über eine Erweiterung oder einen Teil 2 nachdenken, so sollte das ebenfalls von der Konkurrenz bekannte Steuern der Spezialgegner durch konkurrierende menschliche Spieler sowie weitere Gegnerrassen zusätzlich implementiert werden.

Pro/Con

plusSuchtpotenzial
plusStimmiges unverbrauchtes Setting
plusSuper Koop-Erlebnis mit Freunden
plusSehr fordernd auf den höheren Schwierigkeitsgraden

minusSpiel ohne Headset zur Koordination oder mit Bots kaum zu meistern
minusLevel wiederholen sich nach den ersten paar Spielstunden bereits
minusAusschließlich Skaven als Gegner
minusLange Ladezeiten

Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising