Samsung macht europäische Note 7 per Softwareupdate schlechter

Samsung Galaxy Note 7 S-Pen aufmacher

Bisher hatte Samsung die Note-7-Besitzer in Europa von dem Zwangsupdate verschont, das den Akku nur noch bis 60 Prozent auflädt. Doch damit ist jetzt Schluss. So will Samsung den Kunden das Produkt vermiesen.

Samsung Galaxy Note 7 - Die besten Bilder

Bild 1 von 19

Samsung Galaxy Note 7

Samsung sieht sich angesichts der Krise um das Note 7 zu einem drastischen Schritt gezwungen. Ein Zwangsupdate sorgt jetzt auch in Europa dafür, dass die maximale Akkuladung auf 60 Prozent begrenzt wird.

Damit sollen die verbleibenden Note 7-Nutzer in Europa dazu bewegt werden, ihr Gerät zurückzugeben. Das Update wird am 31. Oktober 2016 verbreitet.

Das neueste Update soll dem früheren Software-Update, das im September 2016 für anfänglich ausgelieferte Note 7 in Europa ausgerollt wurde, ähneln. Es habe sich als effektive Maßnahme erwiesen, das Sicherheitsrisiko für Konsumenten zu minimieren, wie Samsung erklärt.

Nachdem das Unternehmen am 11. Oktober 2016 entschieden hatte, den Verkauf und die Produktion des Note 7 zu stoppen, um die Vorfälle von in Brand geratenen Austauschgeräten zu untersuchen, hatte es bereits zahlreiche Maßnahmen angestoßen, um Kunden zu informieren und zur Rückgabe zu bewegen. Dazu zählte unter anderem die Kommunikation über die eigene Website, über relevante Social-Media-Kanäle, die direkte Benachrichtigung von Kunden in Europa unter anderem mittels Push-Nachrichten wie auch die laut eigenen Aussagen kontinuierliche Zusammenarbeit mit Mobilfunkanbietern und Handelspartnern sowie der Austausch mit der Europäischen Agentur für Flugsicherheit und lokalen Airlines.

Lies auch: Samsung beerdigt das Galaxy Note 7 – für immer

Laut Samsung konnten bis heute bereits zwei Drittel aller Note 7 in Europa zurückgenommen werden. Kunden haben die Wahl, entweder den vollen Kaufpreis erstattet zu bekommen oder ein Samsung Galaxy S7 oder Galaxy S7 Edge zu erhalten, wobei die entsprechende Preisdifferenz ebenfalls erstattet wird. Weitere Informationen zum Note 7-Austauschprogramm finden betroffene Kunden auf der Samsung-Website.

„Unsere oberste Priorität ist die Sicherheit unserer Kunden. Das neue Akku-Software-Update wurde mit dem Ziel entwickelt, alle Note7 Kunden daran zu erinnern, ihr Gerät schnellstmöglich im Rahmen des Note 7-Rückgabeprogramms zu tauschen. Wir möchten uns nochmals dafür entschuldigen, nicht dem hohen Qualitätsstandard entsprochen zu haben, den unsere Kunden von Samsung gewohnt sind. Wir bedanken uns bei allen betroffenen Kunden und Partnern aufrichtig für ihr Verständnis und ihre Unterstützung,“ sagt Martin Börner von Samsung.

Was mache ich nun, wenn ich ein Galaxy Note 7 besitze?

Wie in allen Situationen sollte man die Ruhe bewahren. Schaltet das Gerät aus, indem ihr es herunterfahrt. Dazu rückt man den Einschaltknopf an der Seite, bis die entsprechende Bildschirmanzeige folgt. Nun drückt man auf dem Bildschirm auf Ausschalten. Außerdem sollte natürlich ein eventueller Ladevorgang durch das Entfernen des USB-Kabels abgebrochen werden. Nach unserem Kenntnisstand sollte das Gerät nun sicher sein.

Unter keinen Umständen sollte das Gerät weiter verwendet werden. Und natürlich darf es auch nicht weggeworfen werden, es muss fachgerecht entsorgt werden. Das ist nicht eure Aufgabe.

An wen wende ich mich, wenn ich ein Galaxy Note 7 gekauft habe?

Solltet ihr das Gerät direkt bei Samsung gekauft haben, ist Samsung auch euer Ansprechpartner für die Rückabwicklung. Entweder ihr verlangt das Geld zurück oder einen Umtausch in ein anderes Samsung-Gerät. Wie schnell der Vorgang vonstatten geht, ist unbekannt.

Wenn ihr das Gerät hingegen auf anderem Wege erhalten habt, dann müsst ihr euch an den eigentlichen Vertragspartner wenden, zum Beispiel an das Mobilfunkunternehmen. Es wird mit euch alle weiteren Fragen lösen.

Tipp: Bist Du ein Android-Kenner? Überprüfe Dein Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de

Tags :Quellen:Mit Material von Anja Schmoll-Trautmann, ZDNet.de
    1. Das glaube ich nicht.
      Da es sich bei dem Update um ein notwendiges Update zur Gefahrminderung/-abwehr handelt, wird eine solche Klage vom Gericht wahrscheinlich nicht zugelassen werden.

  1. Der Samsung die Note-7 ist so gut, das Viele den freiwillig nicht zurückgeben wollen…
    Es gibt für Business- Anwender die sehr präzises Arbeiten mit Stift gewohnt sind, keine gleichwertige Alternativen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising