Touch Bar vs. Touchscreen: Was ist die Zukunft?

Apple MacBook Pro mit der neuen Touch Bar (Bild: Apple)

Apple hat seine neuen MacBook Pros dank der Touch Bar zu Hybriden gemacht. Microsoft versucht das bereits seit Jahren, aber mit einem vollständig anderen Ansatz: Der Vereinigung von Touch, Maus und Tastatur direkt im Betriebssystem.

MacBook Pro 2016

Bild 1 von 21

MacBook Pro 2016

Apple hat am Donnerstagabend bei seiner neuen MacBook-Pro-Generation eine sogenannte Touch Bar eingeführt. Bei diesem Feature handelt es sich um eine Multi-Touch-Leiste mit Retina-Auflösung oberhalb der Tastatur. Dafür sind die Funktionstasten auf den neuen MacBook Pros verschwunden. Diese Touch-Leiste ersetzt die Funktionstasten aber nicht nur, sondern bietet viele neue Funktionen. So lässt sich damit beispielsweise via Touch-Bedienung durch Apps wie Mail navigieren, ein Text autovervollständigen, oder eine bestimmte Funktion in Anwendungen wie Photoshop oder Djay Pro bedienen, für die zuvor die Maus verwendet werden musste. Im Grund handelt es sich um ein sehr langes und schmales iPhone-Display, das lediglich Bedienelemente aber keine Inhalte anzeigen muss.

Apple hat somit aus dem MacBook Pro einen Hybriden gemacht. Ein Hybride ist ein Gerät, das als klassisches Notebook aber auch aufgrund von Touch-Bedienelementen annähernd wie ein Tablet verwendet werden kann. Das haben auch schon andere Hersteller versucht. Aber bislang immer mit einem ganz anderen Grundgedanken: Microsoft hat beispielsweise Jahre damit verbracht, das ganze Betriebssystem für die Bedienung mit der Maus und dem Finger zu optimieren. Dieser Prozess war sehr schmerzhaft, brachte Microsoft viel Kritik und Spott ein und scheint sich erst jetzt langsam auszuzahlen. Apple lehnte diese Anpassung des Betriebssystems aufgrund der offensichtlichen Schwierigkeiten ab, die dadurch entstehen, dass zwei komplett unterschiedliche Bedien-Strategien vereint werden müssen.

Wo steckt mehr Potential?

Paint auf Windows 10-Tablet (Bild Microsoft)

Paint auf Windows 10-Tablet (Bild Microsoft)

Was stellt aber nun die Zukunft dar? Apples Ansatz scheint vom Start weg gut zu funktionieren und benötigte relativ wenig Aufwand zum Umlernen. Microsofts Ansatz war sehr schwierig umzusetzen und ist bei Weitem noch nicht abgeschlossen. Trotzdem dürfte Microsofts Versuch, Touch- und herkömmliche Bedienung in der Software zu vereinen, der langfristig vielversprechendere Ansatz sein. Denn er bietet einfach viel mehr Möglichkeiten. Er muss „nur“ noch gelingen.

Tags :Quellen:Eigenrecherche
  1. Euer ernst? Warum MUSS man Apple permanent in den A**** kriechen? Diese Touchbar ist das unnötigste was jemals einem Laptop passiert ist. Habt ihr überhaupt das neue Microsoft Surface Studio gesehen? Das ist echte Innovation und Funktionalität. Das was Apple macht ist ein Witz dagegen. Also bitte denkt das nächste mal rational nach befor ihr jede Idee gut heißt von Apple, egal wie bescheuert diese auch sein mag.

    1. Microsoft Surface ist, so wie die ursprüngliche Idee ein einziges, einheitliches Windows auf alle Geräte inkl Smartphones zu bringen, zwar technisch umsetzbar, aber für niemand vernünftig nutzbar und wird daher auch von Kunden nicht angenommen (siehe Ende der Smartphone Aktivitäten von Microsoft, Nokia Aufgabe). Der Evolutionäre Weg, den Apple hier geht, ist erfolgversprechender, auch wenn er nur schrittweise den Übergang zu einer vollständig virtuellen Tastatutur schafft… tatsächlich lässt sich damit im täglichen Leben produkitiv (Uni, Büro, Arbeit) erheblich besser arbeiten. Der größte UI Fehler von Microsoft (seit Windows 8) ist aber das Verstecken von Funktionen (zB Menüs nur per Tastendruck, Bars nur durch Wischen oder bestimmte Maisposition enblenden), was die Nutzung aller Funktionen nur durch Schulung oder langfristiges Herumprobieren möglich macht und das ist ein Zeit und Kostenfaktor, der unnötig ist und den Erfolg von Windows (siehe Adaptionsraten der neuen Windows Versionen) weiter einschränken wird. Lieber gute, nützliche Umsetzung jetzt als “revolutionäres” aber nicht benutzbares Spielzeug, das Potenzial irgendwann in der Zukunft hat….

    2. Ich bin sicher, dass du das komplett anders siehst wenn in wenigen Monaten Windowsgeräte mit Touchbar den Markt überschwemmen. Aber mit einem hast du recht: Wenn MS den iMac klont und ihm eine Stiftbedienung spendiert, die ausser Grafikern kein Mensch jemals benutzen wird, dann ist das wahnsinnig intuitiv!

  2. Die Touchbar ist ein Spielzeug.
    Hätte man auf Produktivität Wert gelegt hätte man OLED Tasten verbaut (hey kann das gleiche bloß zusätzlich mit Haptik) und einen Drehregler in der Mitte (hey Haptik und ich kann sogar präzise eine Einstellung vornehmen und nicht nur in etwa…).

    Meiner Meinung nach einfach nur Effekthascherei.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising