Digitale Kunst: MoMA stellt Original-Emojis aus

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Emojis sind heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch Bildsymbole sind nicht nur eine Bereicherung für unsere Kommunikation in Kurznachrichten-Diensten und auf Social Networks, sie sind auch echte Kunst. Das jedenfalls sieht das renommierte Museum of Modern Art in New York, das die erste Generation von Emojis für eine Dauerausstellung erworben hat.

Emojis

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Ein solches Gewehr war schon fest als neues Emoji eingeplant (Emojipedia).
Rifle

Dabei handelt es um eine Auswahl von 176 Ideogrammen, die das MoMA ab Dezember dieses Jahres in der Lobby des Museum in unterschiedlichen Formen ausstellen will. Mit den heutigen Emojis haben die ursprünglichen Bildsymbole wenig gemein. Die zwölf mal zwölf Pixel großen Emojis waren zunächst schwarz/weiß, die zweite Generation auf weitere Farben beschränkt: rot, orange, lila, grün und blau.

Entworfen hat die Ur-Emojis der Japaner Shigetaka Kurita 1999 für den japanischen Mobilfunkanbieters NTT DoCoMo. Inspiriert von der Grafikkunst von Mangas und der Symbolkraft von Straßenschildern, schwebt ihm von Anfang an eine Idee vor: mit Hilfe einfacher Bilder sollen Gedanken und Emotionen transferiert werden, ohne diese in Worte fassen zu müssen.

Anders als heute dienen die Emojis ursprünglich nicht der direkten Kommunikation zwischen Menschen. Vielmehr werden sie von Unternehmen zunächst als Werbemittel eingesetzt. Ganz nach dem Motto, dass ein Bild überzeugender ist als tausend Worte, werden Kunden etwa mit einem Martiniglas-Symbol in eine Bar oder mit einem Kaffeebecher in ein Café gelockt.

Emojis zwischen Vergangenheit und Gegenwart

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Die Vielfalt der Emojis ist mittlerweile kaum mehr zu überblicken.

Da die erste Emoji-Generation urheberrechtlich nicht geschützt sind, dürfen auch andere Telefongesellschaften sie bald nutzen. Heute gibt es tausende – in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Aussagehalten. Das MoMA hofft, ihre erste Emoji-Sammlung in naher Zukunft durch weitere zu ergänzen. „Wir haben damit eine neue Kommunikationsplattform erreicht“, sagte Paola Antonelli, die Kuratorin des MoMA in der Abteilung Architektur und Design, im Interview mit dem Nachrichtenmagazin New York Times. Zugleich seien Emojis Sinnbilder und damit eine Kommunikationsform, wie sie bereits von Anbeginn der Menschheit existierten.

Die Original-Emojis sind nicht die ersten digitalen Objekte im Museum. Im Jahr 2010 hat das MoMa das @-Zeichen erworben.

Tags :Quellen:Mashable.com Süddeutsche Online New York Times

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