Melania Trump will als First Lady Internetmobbing bekämpfen

Melania Trump im Februar 2016

Melania Trump hält die Umgangsformen im Internet für zu asozial und will daher etwas gegen Internetmobbing tun. Die Gattin von Donald Trump hat am vergangenen Donnerstag in Philadelphia ihre erste Rede im US-Präsidentschaftswahlkampf gehalten. Dabei umriss sie die Themen, für die sich sich als First Lady stark zu machen droht.

Sollte Donald Trump zum Präsidenten gewählt werden, dann wolle sie sich vor allem für ein zivilisierteres Internet einsetzen. Bekommt ihr Mann dann ein Twitterverbot á la „Watch your Mouth, Donald!“?

Nach der gescripteten Meinung des ehemaligen Models sei das Internet eine Plattform, auf der es „gemein“ und „ruppig“ zugehe. Sie werde die erste First Lady sein, die sich gegen Cybermobbing einsetzen werde, so die 46-Jährige in Philadelphia vor hunderten von Trump-Anhängern. „Es ist nicht okay, wenn ein zwölfjähriges Mädchen oder Junge verspottet, gemobbt oder angegriffen wird“, so Trump. „Es ist schrecklich, wenn das auf dem Spielplatz passiert. Und es ist absolut inakzeptabel, wenn das von jemandem ohne Namen getan wird, der sich im Internet versteckt. Wir müssen einen besseren Weg finden, um miteinander zu kommunizieren.“

Solche und ähnliche Äußerungen Melania Trumps sorgte bei so manchem Beobachter für Staunen. Zwar ist Cybermobbing tatsächlich ein weitverbreitetes Phänomen. Laut Umfragen haben 65 Prozent aller Befragten unter 30 Jahren angegeben, Opfer von aggressivem Verhalten im Internet gewesen zu sein. Ein Vorgehen gegen dieses Problem ausgerechnet aus dem Mund von Melania Trump zu hören, bewerten viele jedoch als scheinheilig. Schließlich verhielt sich ausgerechnet ihr Ehemann in der Vergangenheit nicht gerade zivilisiert im Internet, wo er mit „gemeinen“ und „ruppigen“ Umgangsformen gegen seine Kritiker ausfällig wurde.

Internetmobbing ist nur ein Problem von Donald Trump

Doch genau das ist offenbar das Ziel von Melania Trumps Rede am Donnerstag. Sie sollte all das wiedergutmachen, was Donald Trump im Laufe des Wahlkampfes verbockt hat. Vor allem gilt es die weibliche Wählerschicht, insbesondere Mütter in Vorstädten, die so genannten „suburban Moms“ zu, besänftigen. Deren Gunst hat Trump in den letzten Wochen mit diversen sexistischen Äußerungen verloren. Auch wenn Melania weder das Skandalvideo erwähnte, auf dem Trump mit sexuellen Übergriffen auf Frauen protzte, noch auf seine abfälligen Bemerkungen über die Ex-Schönheitskönigin Alicia Machado einging, so sollte schon allein ihr Auftritt signalisieren: Ich bin hier, ich stehe hinter ihm, also war alles nicht so schlimm.

Tags :Quellen:CNETVia:CBS New York

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