Facebook stoppt Datenaustausch mit WhatsApp

(Bild: Jan Persiel / Flickr / CC BY-SA 2.0)

Facebook reagiert auf die Kritik europäischer Datenschützer und beendet den automatischen Datenaustausch mit WhatsApp. In Europa WhatsApp-Kundendaten werden vorerst nicht mehr an den Mutterkonzern weitergegeben.

Ende August hatte WhatsApp noch angekündigt, in Zukunft die Telefonnummern von Nutzern sowie Metadaten über deren Nutzungsverhalten mit seinem Mutterkonzern Facebook zu teilen. Dies hatte zu heftigen Protesten unter WhatsApp-Usern geführt, viele kehrten dem Messaging-Dienst den Rücken.

Nach Kritik von Datenschützern: Facebook stoppt vorläufig den automatischen Austausch

Darauf reagierten wiederum europäische Datenschützer, sie warfen Facebook Datenmissbrauch vor. Der Konzern stellt sich seit dem auf den Standpunkt, dass seine Praxis nur der Verbesserung von Facebook-Diensten sowie der Personalisierung von Werbung diene.

In Deutschland ging unter anderem der Datenschützer Johannes Caspar gegen die Facebook-Pläne vor. Seine Forderung: Nutzer müssten selbst über die Weitergabe ihrer Daten entscheiden können. Nach langem Zögern reagiert Facebook nun auf diese Kritik.

Facebook will Dialog schaffen, um Bedenken auszuräumen

Der vorläufige Stopp des Datenaustausches solle, so verkündete das Unternehmen am Mittwoch, Behördenvertretern die Möglichkeit geben, ihre Sorgen zum Ausdruck zu bringen. Die Maßnahme soll, so Facebook, dazu dienen, Zeit für einen Dialog zu schaffen, der Bedenken nach Möglichkeit ausräumen soll.

Facebook hatte den Messenger-Dienst vor gut zwei Jahren gekauft. Damals hatte das Unternehmen versprochen, dass WhatsApp weiter unabhängig agieren solle und Nutzerdaten getrennt voneinander behandelt werden. Bereits zu diesen Zeitpunkt hielten Datenschützer die Beteuerungen des Social-Media-Riesen für wenig realistisch.

Tags :Quellen:Wired

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