Galaxy Note 7-Rückruf: Greenpeace fordert Samsung zu Recycling auf

Samsung Galaxy Note 7-8

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht  zu sorgen. Für den Schrott aber schon. Greenpeace ruft Samsung dazu auf, die 4,3 Millionen produzierten Galaxy Note 7 nicht einfach wegzuwerfen. Eigentlich sollte das selbstverständlich sein.

Leider ist die Wiederverwertung der vielen zurückgerufenen Samsung Galaxy Note 7-Modelle aber alles andere als selbstverständlich. Der koreanische Konzern erklärte, die Geräte weder  zu reparieren, noch aufgearbeitet wieder in den Verkauf zu geben. Das dortige Umweltministerium hat für diesen Fall mittlerweile Strafen angekündigt.

Samsung möchte die Smartphones, von denen offiziell rund 100 Geräte überhitzten und explodierten, aber offenbar einfach deponieren, schließlich ist man der Umweltschutzorganisation Greenpeace noch immer eine eindeutige Zusage, dass die Telefone ordnungsgemäß recycelt werden, schuldig.

Dabei handelt es sich hier um enorme Mengen wertvoller Rohstoffe, die teils unter umweltschädlichen, teils unter sozial ungerechten Maßnahmen gefördert und weiter verarbeitet wurden. Die Ressourcen nicht weiter  zu verwenden, wäre also alles andere als eine Wertschätzung der zur Förderung und Aufbereitung geleisteten Arbeit sowie den dafür in Kauf genommenen Schäden an der Umwelt.

Riesige Mengen wertvoller Ressourcen

Der Elektroschrott, der durch die zurückgerufenen Samsung Galaxy Note 7-Modelle verursacht wurde, könnte 28 Seefrachtcontainer füllen. Unter anderem handelt es sich dabei nach Berechnungen des Öko-Instituts um über 20 Tonnen Kobalt, mehr als eine Tonne Wolfram, eine Tonne Silber, 100 Kilogramm Gold und 20 bis 60 Kilogramm Palladium.

Das ist eine ganze Menge, vor allem wenn man bedenkt, dass allein für diese Menge Gold zuvor 100.000 Tonnen Erze und Gestein in Minen abgebaut werden mussten, also eine Million mal mehr Masse. Hinzu kommt der Einsatz giftiger Chemikalien wie Quecksilber und Zyanid für den Abbau weiterer Edelmetalle.

Greenpeace rät zu modularen Gerätedesigns

Am besten wäre es deshalb, Elektrogeräte wie Smartphones möglichst langlebig und problemlos reparierbar zu bauen. Dann käme Samsung das Recycling der Note 7-Geräte wohl auch günstiger, vor allem aber könnte man die Umweltschäden stark begrenzen.

Tags :Quellen:GreenpeaceBildquelle :Übergizmo
  1. Greenpeace brüllt nur um daurch PR- Show für sich zu machen, und um mehr Spenden zu kassieren. Auch bei der Shell – Ölbohrplattform hat Greenpeace gebrüllt und gelogen! Es geht bei Greenpeace um Millionen Spendeneinnahmen, nach jeder breitgetretenen Brüllaktion!

    Samsung Note 7 zu verschrotten wäre eine verbrecherische Verschwendung der Ressourcen.
    Man könnte im ungünstigsten Fall, den kritischen Akku ausbauen und recyceln. Und den Samsung Note 7 ohne kritischen Akku, mit externen Akkupack an Bedürftige spenden!
    Z.B. an Schulen in der dritten Welt. Aber auch mancher armer BAföG- Student in Deutschland, wäre für solche Lösung dankbar!
    Besser wäre den eingebauten Akku, gegen Akku mit gierigeren Kapazität auszutauschen, der dickeres Gehäuse und dickere Elektroden- Trennmembran hat, und dadurch stabil und sicher ist. Dann ließe es sich noch für mehr als 250 $ an Dankbare verkaufen.
    Man könnte den Samsung Note 7 ohne Akku, auch wo anders nutzen, z.B. in VR Brillen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising