Mark Zuckerberg: Facebook hat US-Wahl nicht beeinflusst

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Seit Donald Trumps Sieg bei der Wahl zum 45. Präsidenten der USA muss sich Mark Zuckerberg des Verdachts erwehren, sein Unternehmen Facebook hätte die Wahl beeinflusst. Der konkrete Vorwurf lautet: Das weltweit größte Online-Netzwerk hat zu wenig gegen Falschmeldungen auf seiner Plattform unternommen und damit die US-Wahl mit entschieden. Gegen die Anschuldigungen wehrt sich Zuckerberg nun vehement.

Das neue Facebook Home

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Das neue Facebook Home

„Ich persönlich glaube, die Überzeugung, dass Fake-Nachrichten auf Facebook die Wahl in irgendeiner Art und Weise beeinflusst haben könnten, ist verrückt“, sagte Zuckerberg auf der Konferenz Techonomy. Der Unternehmer will weder etwas von einer politischen Ausrichtung von Facebook wissen, noch von der Macht, die der Konzern auf die Meinungen der Menschen hat. Statt dessen glaubt er an die Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen. „Wähler treffen Entscheidungen auf Grundlage ihrer Erfahrung“, so der 32-Jährige.

Während Zuckerberg den Einfluss seines Unternehmens auf seine Nutzer kleinredet, gibt er immerhin das Vorhandensein von Fake-News zu. Dabei verweist er auf die Möglichkeit, dass auf Facebook während des Wahlkampfes nicht nur Fake-Posts aus dem Trump-Lager veröffentlicht wurden. „Warum gehen Sie, davon aus, dass nur ein Lager Nachrichten gefälscht hat?“, so Zuckerberg.

Tatsächlich hat eine Recherche von Buzzfeed nicht nur ergeben, dass viele Posts von „hyper-parteiischen Facebook-Seiten“ frei erfunden seien oder falsche Informationen enthielten. Fakt ist auch, dass die meisten gefälschten Nachrichten von der rechtskonservativen Seite gestreut wurden. Demnach seien 38 Prozent aller Nachrichten von „hyper-parteiischen Facebook-Seiten“ gefälscht bzw. enthielten falsche Informationen, während von der gemäßigt konservativen Seite 19 Prozent aller Posts fragwürdige Inhalte enthielten. Untersucht wurden insgesamt 1.000 Posts.

Fake-News: Lügen haben lange Beine

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg

Die Strategie hinter dieser Informationspolitik ist also klar: Mit Fiktion erreicht man die Nutzer eher als mit Fakten. „Der einfachste Weg, um ein Publikum für politische Inhalte auf dem größten Netzwerk der Welt zu erreichen, ist, faktische Berichterstattung zu meiden. Stattdessen sollte an parteiische Tendenzen appelliert werden, indem man mit falschen Nachrichten das erzählt, was die Menschen hören wollen“, so Buzzfeed in einer Schlussfolgerung.

Falsche Nachrichten werden auf Facebook also verbreitet – und zwar öfter von rechten als von linken Gruppen. Bleibt also die Frage, ob sie auf die Nutzer einen Einfluss haben. Hier nun widerspricht eine Studie des Pew Research Centers Mark Zuckerberg. Sie hat herausgefunden, dass 20 Prozent aller Nutzer ihre Meinung über einen Sachverhalt schon mal geändert haben, nachdem sie sich darüber auf Facebook informiert haben. Scheint also, dass Facebook doch mächtiger ist, als es der eine oder andere wahrhaben will.

Tags :Quellen:The Verge Via:Buzzfeed

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