Donald Trump: Soziale Medien haben meinen Wahlsieg ermöglicht

Donald Trump

Am gestrigen Sonntag hat Donald Trump sein erstes Fernseh-Interview seit seinem Wahlsieg zum US-Präsidenten gegeben. Dabei äußerte er sich auch über seine umstrittenen Aktivitäten auf sozialen Netzwerken. Laut Trump haben Plattformen wie Facebook, Twitter und Instagram wesentlich zu seinem Wahlsieg beigetragen. Womit der Politiker der Position von Mark Zuckerberg widerspricht, der noch vor wenigen Tagen nichts von der politischen Einflussnahme seines Konzerns Facebook wissen wollte.

“Es ist eine moderne Form der Kommunikation”, sagte Trump im Gespräch mit der Moderatorin Lesley Stahl in der SBS-Sendung “60 Minutes” über seine Aktivitäten in sozialen Medien. Facebook, Twitter und Instagram hätten ihm geholfen, sich im Wahlkampf gegen seine Rivalin Hillary Clinton durchzusetzen. “Ich glaube, dass soziale Medien mehr Macht haben als das Geld, dass sie ausgegeben haben”, so der Politiker mit Blick auf das weitaus größere Wahlkampf-Budget der Demokraten. Laut Medienberichten hat Clintons Team während des Wahlkampfes 1,3 Milliarden Dollar ausgegeben und damit mehrere hundert Millionen Dollar mehr, als Trumps Kampagne zur Verfügung hatte.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg

Mit seiner Aussage über die Macht der sozialen Medien straft Trump den Facebook-Gründer und -CEO Mark Zuckerberg Lügen. Der musste sich unmittelbar nach Ausgang des Wahlkampfes des Vorwurfs erwehrend, dass sein Konzern zu wenig gegen Falschmeldungen auf seiner Plattform unternommen und damit die US-Wahl mit entschieden hätte. Dagegen hatte sich Zuckerberg in einem Interview auf der Konferenz Techonomy gewehrt. “Ich persönlich glaube, die Überzeugung, dass Fake-Nachrichten auf Facebook die Wahl in irgendeiner Art und Weise beeinflusst haben könnten, ist verrückt“, sagte der Unternehmer.

Trump will “raue” Internet-Präsenz beibehalten

Auch Trumps verbalen Entgleisungen auf Facebook, Twitter und Co. kamen in dem CBS-Interview zur Ansprache, das in Trumps Penthouse im Trump Tower in New York stattgefunden hat. Das sei nichts, wofür er sich schämen sollte, erklärte der Politiker und deutete an, dass er von seiner umstrittenen Rhetorik auch in Zukunft Gebrauch machen werde. “Ich werde mich sehr gut betragen, aber manchmal muss man auch etwas rauer werden”, so Trump. Vor allem werde er diese Art von Rhetorik als Gegengewicht zu den “schlechten Storys” einsetzen, womit er wohl die negative Berichterstattung über ihn in den Medien meint.

Tags :Quellen:Gizmodo

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