USB 3.0 verursacht wohl Antennenproblem beim Huawei Mate 9

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Eigentlich kommt das neue Smartphone-Flaggschiff von Huawei mit dem aktuellen USB Typ-C-Anschluss. Einen schnellen USB 3.0-Standard verwendet das Mate 9 aber trotzdem nicht.

USB 3.0 braucht nicht nur weniger Strom als der Vorgänger USB 2.0, auch die Datenrate ist etwa zehn mal höher.  Dafür sorgen fünf zusätzliche Kontakte am Stecker. Grund genug also, bei einem neuen Smartphone auf den effizienteren Standard zu setzen, vor allem bei High-End-Geräten wie dem Mate 9 von Huawei (hier geht´s zum Hands-On).

Tatsächlich unterstützt das Mate 9 auch den USB Typ-C-Anschluss, der unter anderem verhindert, dass man das Kabel falsch herum einführt. Dem schnellen USB 3.0 machte allerdings ein womögliches Antennenproblem einen Strich durch die Rechnung, wie Bruce Lee, Vice President für die Handset Produktlinie von Huawei, ausführte.

USB 2.0 reiche wohl aus

Lee war für die Entwicklung des Mate 9 zuständig und erklärte gegenüber Areamobile, dass nicht sichergestellt sei, ob der USB 3.0-Standard wirklich den Funkempfang des Mate 9 negativ beeinflusste – dennoch wird sicherheitshalber auf 2.0 gesetzt. Schlimm? Laut Lee nicht, schließlich kämen die realen Vorteile von USB 3.0 gegenüber 2.0 für viele Benutzer kaum zum Tragen.

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Dennoch fällt auf, dass andere Hersteller dieses Problem offenbar nicht haben. Doch woran liegt es überhaupt? Vermutlich stört die Datenübertragung via USB 3.0 bei einer Geschwindigkeit von 5 GBit/S die Funkfrequenz von 5 GHz. Bei USB 2.0 werden die Daten langsamer übertragen, was eine Störung ausschließt. Doch schon unter Verwendung von USB 3.1, also einer Datenrate von bis zu 10 GBit/s, wäre dieses Problem behoben.

Tags :Quellen:Steffen Herget, AreamobileBildquelle :Übergizmo

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