Warum Apple mit seinen iPhones immer weniger Geld verdient

iPhone 7: Wie wird der Nachfolger aussehen? (Bild Apple)

Was waren das noch für Zeiten, als Apple im Jahr 2009 mit den iPhones ein stolze Marge von 57,7 Prozent erzielte. Mittlerweile ist sie deutlich geringer, für die kommende iPhone-Generation soll sie sogar unter die 40 Prozent Marke fallen. Aber warum verdient Apple mit seinen iPhones immer weniger Geld?

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19 - JVC VideoMovie Camcorder
Der 1984 erschienene Camcorder JVC VideoMovie erreichte Kultstatus, als ihn Marty McFly im Kultstreifen Zurück in die Zukunft zückt. Außerdem war er der erste Camcorder, der das Kassettenfach direkt am Gerät integriert. Vorher musste man wie ein Art Umhängetasche mit sich herumtragen, in der die Kassette bespielt wurde. (Bild: JVC)

Im Jahr 2017 soll die durchschnittliche Marge an jedem iPhone auf unter 40 Prozent fallen, im Jahr 2018 sogar auf unter 39 Prozent. Das wollen Analysten bei Bernstein Research herausgefunden haben. Schuld daran seien die stetig wachsenden Material- und Fertigungskosten. Allein der Umstieg auf AMOLED in der nächsten iPhone-Generation trägt daran einen spürbaren Anteil.

2009 bescherte das iPhone dem Unternehmen aus Cupertino noch eine Marge von 57,7 Prozent. Bis 2011 sank sie auf 54,5 Prozent. Nach einem erneuten Anstieg im Jahr 2012 auf über 56 Prozent folgte dann im darauffolgenden Jahr der Absturz auf 45,1 Prozent. 2016 erreichte die Bruttomarge den vorläufigen Tiefststand von 40,8 Prozent.

Allerdings wird es für Apple auch immer schwieriger, höhere Preise für seine Smartphones durchzusetzen. Im vierten Fiskalquartal 2015 erzielte Apple pro verkauftem iPhone einen Umsatz von 670,38 Dollar. Ein Jahr später, also zwischen Juli und September 2016, waren es nur noch 618,72 Dollar. Dazu trug unter anderem das laut Apple bei vielen Kunden sehr beliebte iPhone SE bei. Ob das iPhone 7 und hier vor allem die mindestens 869 Euro teure Variante „Diamantschwarz“ eine Kehrtwende bringt, wird sich erst im Januar 2017 zeigen.

Nach Ansicht der Analystin Katy Huberty von Morgan Stanley hat Apple jedoch die Nachfrage nach dem iPhone 7 anfänglich zu konservativ eingeschätzt, was sich negativ auf das Dezemberquartal auswirke. Unter anderem müsse das Unternehmen nun in den Ausbau der Produktionslinien investieren.

Steven Milunovich und Benjamin Wilson von der Investmentbank UBS erwarten zudem, dass die Plus-Modelle künftig keine deutlich höhere Marge erzielen werden als das Standard-iPhone.

Ein Lichtblick ist möglicherweise das iPhone SE. Sollte Apple wie vermutet im kommenden Jahr auf eine Aktualisierung des 4-Zoll-Smartphones verzichten, würde dessen Marge, gleichbleibende Absatzzahlen vorausgesetzt, auf alle Fälle steigen.

Tags :Via:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de
  1. @Matthias Sternkopf
    Sollen wir jetzt Mitleid mit Apple haben, dass deren Gewinnspanne sinkt? Oder was ist der Mehrwert dieses Artikels?

    1. Mitleid? Eher nicht. Apple hat immer noch die höchsten Margen der Branche. Wie wäre es, wenn du diesen Artikel als neutral-informativ einstufst?

  2. …nee Matthias, es ist nur so: das geht allen Herstellern so…Dein Beitrag liest sich im header nach Bashing. Das hätte durchaus ein informativer Artikel über die Branche werden können. aber Ihr schreibt ja nichts selbst…..

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