Trump-Anhänger hetzen gegen Elon Musk

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Dass Elon Musk kein großer Anhänger des künftigen US-Präsidenten Donald Trump ist, das hatte der Tesla-Chef während des Wahlkampfes mehr als deutlich gemacht. Doch nun scheint sich seine Haltung zu rächen. Denn einige Lobbygruppen betreiben derzeit eine regelrechte Hetzjagd gegen den Unternehmer. Dafür haben sie sogar eine Internet-Seite gegründet, auf der sie gegen ihn Stimmung machen.

Tesla Model S

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Tesla Model S
Bildquelle: Tesla Motors

Als Trump und Hillary Clinton sich noch um die Krone der US-Präsidentschaft gestritten hatten, positionierte sich Musk eindeutig gegen Trump. Der republikanische Kandidat sei nicht „der richtige Mann“ für den Präsidentschaftsposten, sagte der Tesla-Chef in einem Interview mit dem Nachrichtensender CNBC. „Er scheint nicht den Charakter zu haben, der sich gut auf die Vereinigten Staaten auswirkt.“ Eines stand für ihn fest: Mit Trump und Clinton, deren ökonomisches und ökologisches Programm er immerhin „richtig“ fand, würden die US-Amerikaner nicht gerade in einer „Sternstunde der Demokratie“ leben.

Nun da Trump der künftige Präsident der USA sein wird, holen ihm nahestehende Lobbyisten zum Gegenschlag aus. Dreh- und Angelpunkt der Hetz-Kampagne gegen Musk ist die Internetseite www.stopelonfromfailingagain.com (verhindert, dass Elon noch einmal versagt“). Hier wird alles aufgezählt, was Musk und seine Konzerne Tesla und Solar-City alles falsch gemacht haben sollen.

Tesla-Gründer Elon Musk (Bild: Emily Shanklin/ SpaceX / Public Domain)

Tesla-Gründer Elon Musk (Bild: Emily Shanklin/ SpaceX / Public Domain)

Demnach würden die beiden Unternehmen wie auch die Weltraumfirma SpaceX auf Kosten der Steuerzahler leben. Man habe die Steuerzahler „um mehr als 4,9 Milliarden US-Dollar betrogen“, heißt es auf der Seite. Auch würde sich die Tesla-Aktie im Sinkflug befinden und die Nachfrage nach Elektoautos in Europa zurückgehen. Musk wird mit dem Anlagenbetrüger Bernie Madoff verglichen und Sinnbild sein für eine Rückkehr zu einer Kultur aus Gier, Korruption, Betrug und Missbrauch.

Wer steckt hinter der Kampagne?

Betreiber der Seite ist eine konservative Lobbygruppe, die sich Citizens For The Republic (CFTR) nennt. Ihr Anliegen: Alle Konzerne wie die von Musk „herausfordern“, „die Milliarden Dollar von den US-Bürgern abziehen und ihnen nichts zurückgeben.“ Ihr Programm bezeichnet die CFTR als „Sunshine Project“. Damit wolle man die „Big Energy“ (womit in erster Linie die Solar-Industrie gemeint ist) sowie „Bid Data“, „Big Amnesty“, „Big Education“ und „Big Banks“ bekämpfen. Alles Bereiche, in denen es „korrupt“ und auf Kosten des Steuerzahlers zugehen soll.

Und was denkt Musk über die Hetzkampagne? Die ist ihm natürlich nicht verborgen geblieben. Auf Twitter geht er explizit darauf ein, indem er unter anderem auf Berichte über das Vorgehen der Lobbygruppen verweist.

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