US-Wahl: Grüne stellen Antrag auf Neuauszählung der Stimmen

Donald Trump

Im US-Bundesstaat Wisconsin wird es zu einer Neuauszählung der Stimmen bei der US-Präsidentschaftswahl am 8. November kommen. Einen entsprechenden Antrag hat die Grünen-Abgeordnete und Präsidentschaftskandidatin Jill Stein am vergangenen Freitag bei der zuständigen Wahlkommission eingereicht. Dies berichtet das Nachrichten-Magazin The Washington Post am gestrigen Samstag.

Bereits wenige Tage nach der Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten war in den Medien unter Berufung auf Computer-Experten berichtet worden, dass es in den drei US-Bundesstaaten Wisconsin, Pennsylvania und Michigan zu Unregelmäßigkeiten bei den Stimmabgaben gekommen war. Demnach habe Clinton, die in den Umfragen eigentlich vor Donald Trump vorne gelegen hatte, in den Stimmbezirken mit Wahlautomaten schlechter abgeschnitten als ihr Konkurrent. In den Wahllokalen, in denen händisch abgestimmt worden war, soll sie hingegeben deutlich vor dem Republikaner gelegen haben.

Nach dem fristgerechten Antrag in Wisconsin will Stein nun auch in Pennsylvania und Michigan eine Neuauszählung erwirken. In Pennsylvania hat sie dafür bis spätestens kommenden Montag Zeit. In Michigan, wo das Wahlergebnis am Montag offiziell feststeht, läuft die Frist am kommenden Mittwoch ab. In Wisconsin muss die Neuauszählung spätestens bis zum 13. Dezember dieses Jahres beendet sein.

Halbherzige Unterstützung von den Demokraten

Hillary Clinton macht eine gute Figur im ersten TV-Duell mit Donald Trump (Screenshot YouTube)

Glaubt Hilary Clinton an eine Kehrtwende? (Screenshot YouTube)

Für Verwunderung sorgt indes, dass sich nicht Clinton und ihr Wahlkampf-Team nach Bekanntwerden einer potentiellen Manipulation nachhaltig um eine Neuauszählung bemühen. Schließlich gelten Pennsylvania, Michigan und Wisconsin als traditionell demokratisch wählende Staaten. Sollte wirklich nachgewiesen werden, dass hier Hacker-Angriffe auf die Wahlautomaten stattgefunden haben, dann bestünde eine reelle Chance, dass die Demokratin doch noch Präsidentin wird. Stattdessen heißt es seitens der Clinton-Kampagne, dass man den Antrag auf Neuauszählung unterstütze. Klingt nicht danach, als würde man tatsächlich an eine Kehrtwende glauben.

Unterdessen bereitet sich Trump auf seine Vereidigung am 20. Januar 2017 vor. Der Politiker ist derzeit dabei, sein Kabinett zusammenzustellen. Auf den Antrag der US-Grünen und deren Unterstützung durch die Demokraten reagierte er gewohnt angriffslustig. Erstere Partei nennt er in einem Twitter-Eintrag „Betrüger“, die eine „unmögliche Neuauszählung“ fordern. Diese würden nun von den „demoralisierten Demokraten“ unterstützt werden, die schlechte Verlierer seien.

Tags :Quellen:The Washington PostTwitter

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