Der Markt für Tablets geht den Bach runter

Tablet piano (Bild: Samsung Newsroom)

Im dritten Quartal 2016 wurden in Europa 8,2 Millionen Tablets verkauft - ein Rückgang von 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Weltmarkt für Tablets ist noch stärker im Sinkflug. Hier gingen die Verkäufe um 14,7 Prozent zurück.

Will denn keiner mehr Tablets? Der Markt bricht gerade zusammen – in Westeuropa minus 6,7 Prozent, weltweit um 14,7 Prozent. Das sind zumindest die Zahlen von IDC. Warum in Westeuropa der Rückgang wenige stark ist? Zum einen hier es dort eine vergleichsweise hohe Nachfrage nach Detachables, also Tablets mit abnehmbarer Tastatur, und zum anderen steigt die Verbreitung von Tablets in Unternehmen.

Die Kategorie der Detachables verbesserte sich den Marktforschern zufolge um 48,8 Prozent. Das Business-Segment wiederum erzielte ein Plus von 13,1 Prozent.

Aufgrund ihres in der Regel höheren Preises beflügelten Detachables die Verkäufe im Preissegment über 600 Euro um 66,7 Prozent. Sie hatten im dritten Quartal einen Anteil von 10,6 Prozent am westeuropäischen Tabletmarkt. Als Folge kletterte der Wert der verkauften Tablets um 4,8 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar – trotz sinkender Absatzzahlen.
Apple hat Samsung von der Spitze des westeuropäischen Tabletsmarkts verdrängt (Tabelle: IDC).
Der Gesamtanteil der Detachables erhöhte sich auf 21,9 Prozent. Vor einem Jahr fielen lediglich 13,8 Prozent der in Westeuropa gekauften Tablets in diese Kategorie. Wichtigste Hersteller sind Apple und Microsoft mit ihren iPad-Pro- beziehungsweise Surface-Produkten. Zusammen lieferten sie 46,4 Prozent aller Detachables aus.

„Surface Pro und iPad Pro sind erfolgreich, weil sie ein Notebook-Ersatz sind, und aufgrund der Qualität der Geräte“, sagte Daniel Goncalves, Research Analyst bei IDC. „Die Geräte werden in immer mehr Verbraucher- und Business-Segmenten angenommen.“ Während iPad Pro und Surface den „Prosumer“-Nutzer ansprächen, sei die Verbreitung von Tablets in Unternehmen stärker von den Aktivitäten des Endnutzers abhängig. „Das iPad Pro ist bei kreativen Jobs beliebter, während bei Top-Managern die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass sie sich für das Surface entscheiden, zum Teil auch durch die hohe Verbreitung von Windows in Unternehmen.“

Der Markt für klassische Tablets verschlechterte sich im Jahresvergleich bedingt durch die hohe Sättigung um 15,5 Prozent. Neuen Modellen fehlten aber auch innovative Funktionen. Das bringe vor allem Verbraucher dazu, ihre Geräte länger zu nutzen.

Bezogen auf Betriebssysteme dominierte Android den Markt mit einem Anteil von 65,9 Prozent. iOS lief auf 21,9 Prozent aller verkauften Tablets. Die hohe Nachfrage nach Detachables bescherte Windows zudem einen Marktanteil von 12,2 Prozent.

21,9 Prozent Marktanteil bedeuten für Apple zudem den ersten Rang im westeuropäischen Tabletmarkt. Samsung rutschte aufgrund eines Einbruchs seiner Tabletverkäufe um 20,4 Prozent auf den zweiten Platz ab. Während Lenovos Absatzzahlen stagnierten, verbesserten sich Acer und Amazon um 57,8 beziehungsweise 166,5 Prozent. Der Abstand zwischen Acer und Amazon schrumpfte von 1,3 Punkten im Vorjahreszeitraum auf jetzt 0,2 Punkte.

Tags :Quellen:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de
    1. Hast du hier ne persönliche Vendetta am laufen?

      Das ist jetzt schon das zweite mal das du ohne Grund über die Headline herziehst… wie soll man einen Absatzrückgang von knapp 15% denn sonst nennen? Leichte Absatzschwierigkeiten?

      1. Sorry, aber jemand der sich für jeden Kommentar hinter einem anderen Namen versteckt kann ich nicht ernst nehmen.

        Mir ist schon klar worauf palef hinaus will… man sollte aber auch mal fünfe grade sein lassen… vor allem wenn man es nicht besser kann.

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