Underworld: Blood Wars – Game of Thrones lässt grüßen

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Mit Underworld: Blood Wars kommt bereits der fünfte Teil der Vampirreihe in die Kinos. Die schon nach dem ersten Underworld-Streifen auserzählte Story rund um Vampirin Selene und dem verfeindenten Lykaner-Clan ist nicht totzukriegen. Beim fünften Aufguss ist Vieles besser geworden - aber wie zu erwarten, ist auch Blood Wars keine Glanzleistung des Vampirfilms.

Underworld: Blood Wars

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Lara Pulver
Lara Pulver - optisches Upgrade für Underworld

Als designierter Vampirfan freue ich mich immer über Filmausschlachtungen aus der Welt der Untoten. Jedoch bleibt der Erfolg der Underworld-Reihe für mich bis heute ein Rätsel. Was kann man denn diesen uninspirierten Action-Krachern mit irritierend hektischen Schnitten und blutarmer Story eigentlich abgewinnen? Die Antwort liegt wohl irgendwo zwischen Kate Beckinsale und ihrer Vorliebe als Vampirin Selene für Lack und Leder. Selbst Twilight erscheint mir neben Underworld wie ein cineastisches Meisterwerk.

Len Wiseman, Schöpfer der Underworld-Welt plante damals eine Trilogie. Lang ist es her. Underworld ist eine perfekte kleine Gelddruckmaschine, die womöglich auch mit dem fünften und dem bereits geplanten sechsten Teil solide Einnahmen erzielen wird. Ein Ende ist nicht in Sicht. Wer sich diese Filme antut, der scheint einen ausgeprägten Fetisch für schwarz-blaue Bilder und Lederfummel zu haben.

Hotness-Upgrade bei Blood Wars

Zugegeben, Blood Wars erhielt ein ordentliches Upgrade in Sachen Hotness-Faktor mit Neuzugang Lara Pulver als Vampirkönigin Semira. Gegen die tief ausgeschnittenen Kostüme, die an den Marianengraben erinnern, kann Kate Beckinsale einpacken. Lara Pulver verkörpert nicht nur optische Konkurrenz. Ihre Rolle Semira ist neben Lykaner-Anführer Marius (Tobias Mezies) die eigentliche Bedrohung für Selene, die in ihren eigenen Reihen als Verräterin gilt. Lediglich David (Theo James), wie schon bei Underworld: Awakening, steht ihr zur Seite.

Davids Vater Thomas wird erneut von Game-of-Thrones-Star Charles Dance gespielt. Ein Wiedersehen mit einem Lannister bleibt nicht das einzige Game-of-Thrones-Déja-Vu bei Blood Wars. Kostüm und Ausstattung bedienten sich ungeniert bei der erfolgreichen TV-Serie. Als Selene bei einem mysteriösen Klan im Norden Zuflucht sucht, fühlt man sich an die Mauer von Castle Black katapultiert und wartet regelrecht darauf, dass gleich Jon Snow um die Ecke kommt. Statt der Nachtwache warten allerdings Daenerys-Targaryen-Klone hinter der Festung auf Selene, inklusive weißer Wallemähne und zauberhaften Kleidchen.

Sexismus der anderen Art

Bei Underworld: Blood Wars führte diesmal eine Frau Regie, was der Fantasy-Reihe tatsächlich gut tat. Anna Foerster vereinte ein starkes weibliches Cast und geizte nicht mit Sex und nackter Haut. Vampirkönigin Semira hält sich mit Varga ihren persönlichen Boytoy. Dieser geht vor ihr auf die Knie zur oralen Befriedigung seiner Domina, die matriarchalisch über ihn herrscht. Ein Bild, das so viel zu selten auf der Leinwand und bei der Erwachsenenunterhaltung vorkommt. Erfrischend!

Wer bis jetzt den Underworld-Filmen fernblieb, sollte auch diesmal wegbleiben. Trotz Verbesserungen bleibt Underworld: Blood Wars reines Futter für Fans. Diesmal mit mehr Schwertkämpfen, Mittelalter-Flair und ein bisschen mehr Handlung.

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Tags :Bildquelle :© 2016 Sony Pictures Releasing GmbH

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