Foxconn-Manager wegen iPhone-Diebstahls vor Gericht

Foxconn

Wie die französische Presseagentur AFP berichtet, muss sich ein Foxconn-Manager wegen Diebstahls und Vertrauensbruch vor Gericht verantworten. Der als „Tasi“ benannte Mann soll zwischen 2013 und 2015 etwa 5.700 iPhones gestohlen und diese für 1,5 Millionen US-Dollar (ca. 1,4 Millionen Euro) weiterverkauft haben. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu 10 Jahren.

Dem Manager wird vorgeworfen, am Foxconn-Produktionsstandort in Shenzen in China acht Mitarbeiter dazu gezwungen zu haben, iPhone-Smartphones (5 und 5S) aus den Fabriken zu schmuggeln. Dabei soll es sich größtenteils um Testgeräte gehandelt haben, die eigentlich hätten ausrangiert werden sollen. Der Schmuggel sei deshalb lange Zeit nicht aufgefallen. Im Anschluss soll der Manager, der für die Testabteilung von Foxconn verantwortlich war, die Geräte an verschiedene Läden in Shenzen verkauft haben.

Nach einer internen Untersuchung hat Foxconn den Fall vor einigen Monaten den taiwanesischen Behörden mitgeteilt. Der Manager wurde daraufhin festgenommen, befragt und auf Kaution wieder freigelassen. Jetzt wurde er wegen Vertrauensbruch angeklagt.

Der taiwanesische Elektronikherstellern produziert seit Jahren Apples iPhone-Geräte und ist einer der größten Zulieferer der Branche. Das Unternehmen beschäftigt in Asien mehr als eine Millionen Mitarbeiter und steht schon seit geraumer Zeit wegen schlechter Arbeitsbedingungen in der Kritik.

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Tags :Quellen:AFP / AsiaoneVia:Business Insider

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