Stephen Hawking warnt: Wir leben in der „gefährlichsten Zeit“

Schauspieler Eddie Redmayne und Stephen Hawking am Set des Films "Die Entdeckung der Unendlichkeit"

Der renommierte britische Astrophysiker Stephen Hawking warnt in einem Blog vor den Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz und dem Umrüsten auf Automationssysteme. Diese Entwicklung werde nicht nur viele Arbeitsplätze kosten, sondern auch die Ungleichheit zwischen den sozialen Schichten vergrößern.

Automatisierungsprozesse in der Industrie haben bereits viele Arbeitsplätze gekostet, schreibt Hawking in seinem am 2. Dezember 2016 veröffentlichten Brief. Der Fortschreiten der Künstlichen Intelligenz werde „die Arbeitsplatz-Zerstörung auch tief in die Mittelklasse-Schicht“ hineintragen, so der Wissenschaftler. Diese Entwicklung werde die globale ökonomische Ungleichheit vorantreiben.

Durch das weltweite Voranschreiten des Internet und der sozialen Medien seien die Ungleichheiten transparenter als jemals zuvor. Zwar hätten Kommunikationsformen auf Grundlage dieser Technologien durchaus Vorteile, von denen auch er profitiere, so Hawking. Der 74-Jährige leidet seit Anfang der 1960er Jahre an ALS, infolgedessen er an einen Rollstuhl gefesselt ist. Seit einer schweren Lungenentzündung in den 1980er Jahren hat er zudem die Fähigkeit des Sprechens verloren. Dennoch würden die Armen durch die globale Vernetzung immer deutlicher mit ihrer Armut konfrontiert werden, fügt er einschränkend hinzu.

Die Folge der Ungleichheit sei Wirtschaftsflucht. Die in den ländlichen Gebieten lebenden Menschen würde es massenweise in die Städte ziehen – geleitet von der Hoffnung, auch etwas vom Reichtum abzubekommen. Weil sie das „Instagram Nirvana“ hier nicht vorfinden würden, ziehe es sie auf der Suche nach einem besseren Leben in Übersee, so Hawking mit Blick auf die Flüchtlingskrise unter anderem in Europa.

Die Lösung: Zusammenarbeiten in einer barrierefreien Welt

Laut Hawking würden wir heute in einem der gefährlichsten Momente in der Entwicklung der Menschheit leben. Probleme wie der Klimawandel, Überbevölkerung, Epidemien, die Versauerung unserer Ozeane und nicht zuletzt unser Technologiewahn hätten unseren Planeten an den Rand des Abgrunds gebracht. Für Hawking ist klar: Um die Erde zu retten, müssen wir Menschen zusammenarbeiten. „Um das zu tun, sollten wir zwischen den Nationen nicht Barrieren bauen, sondern abbauen“, so der Wissenschaftler. Die Anführer der Welt müssten anerkennen, dass sie versagt haben und die Menschen angesichts es Verschwindens ganzer Industriezweige auf eine neue Welt vorbereiten.

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  1. Ich muss leider sagen dass wir nicht die erde retten müssen(dass tut die schon alleine sobalt wir weg sind), nein, wir müssen uns retten.
    Die erde wird sich erholen, der ist dass scveiß egal ob wir dabei sind oder net.
    Wir MÜSSEN uns selber retten.
    MfG: M.Friedewald

    1. Die alte Weissagung der Cree „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann“ schliesst ALLE Menschen , unabhängig von Geld, Macht usw. mit ein. Haben wir unsere Nahrungsgrundlage zerstört, werden auch alle Automatisierungsprozesse diese nicht ersetzten können.

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