Galaxy Note 7: Darum explodiert das Phablet

Das Innenleben des Galaxy Note 7 (Bild: iFixit)

Das Galaxy Note 7 hat sich für Samsung zu einem absoluten Desaster entwickelt. Die Produktion wurde eingestellt, der Verkauf gestoppt und die bereits ausgelieferten Geräte ausnahmslos zurückgerufen. Auf Flugzeugen dürfen die Geräte bei einigen Fluglinien nicht einmal mehr in ausgeschaltetem Zustand mitgenommen werden. Denn das Gerät kann Feuer fangen oder gar explodieren.

Galaxy Note 7 wurde Opfer von Samsungs eigenen Ambitionen

Die Ursache der Probleme des Galaxy Note 7 war lange Zeit ein Rätsel. Nun hat eine interne Untersuchung aber den Grund geliefert: Schuld sind Samsungs eigene Ambitionen. Denn das Unternehmen wollte beim Galaxy Note 7 deutlich mehr Akkulaufzeit als beim Vorgänger-Gerät Galaxy Note 5 erreichen. Gleichzeitig durfte das Phablet aber nicht dicker werden. Also stellte Samsung seinem Akku-Zulieferer zwei Bedingungen: Extrem dünne Akkus bei riesiger Kapazität.

Dem Zulieferer ist es auf den ersten Blick auch gelungen einen entsprechenden Akku herzustellen. Allerdings ging dies nur auf Kosten der Isolierschicht, die den positiv geladenen Teil des Akkus vom negativ geladenen Teil trennt. Berühren sich die beiden Teile, kann der Akku in Brand geraten oder gar explodieren. Da die Trennschicht aber so dünn war, konnte bereits der alltägliche Gebrauch des Geräts dazu führen, dass die Isolierschicht versagte. Ein Sturz auf den Boden oder ein zu hartes auflegen des Galaxy Note 7 auf eine harte Oberfläche reichte im Extremfall aus und die beiden gegensätzlich geladenen Teile des Akkus konnten in Kontakt miteinander kommen. Brände und Explosionen waren die Folge.

Hoffen wir, dass Samsung aus diesem Fehler lernt und in Zukunft bei der Umsetzung seiner Vorstellungen nichts Unmögliches mehr verlangt.

Tags :Quellen:SamMobile
  1. Nachdem der Sabotageverdacht gegen Samsung, durch mehr als 100 betroffene Geräte entkräftigt wurde, war das mit dem hoch gezüchteten Akku naheliegend.

    JETZT also den Akku austauschen gegen ein anderes Akku,
    mit ca. 20 % weniger mAh Kapazität, was ca. 20 % weniger Laufzeit ergibt.
    Und Gerät mit sicheren Akku, mindestens 20 % preiswerter verkaufen.

    Akku mit etwas weniger mAh Kapazität, kann robuster gebaut werden, die Isolierschicht kann dicker und robuster werden, und ggf. auch das Akkugehäuse. Kosten für neuen Akku + Umrüstung bei Foxcon + Transport weniger als 50 $.
    Und das Supergerät Samsung Note 7 kann immer noch mit Gewinn millionenfach verkauft werden, und dankbare Abnehmer zufrieden stellen!

    Man sollte die umgerüsteten Geräte deutlich und fälschungssicher am Gehäuse und im Display kennzeichnen.
    Optional alle umgerüsteten Geräte mit einer neuen IMEI- Nummer ausstatten. Und alle alten Geräte mit Restrisiko und alten IMEI- Nummer, via Provider sperren lassen. Ggf. auch Zwangsupdate, die das Einschalten verhindert.

    Es wäre Verschwendung und Sünde das Super Gerät Samsung Note 7 zu verschrotten!

    1. Du glaubst doch wohl nicht, dass Konsumenten, die Mindesthaltbarkeitsdatum mit Verfallsatum gleichsetzen und perfekt in Ordnung befindliche Milch wegwerfen, sich entschärfte Bomben in die Hosentasche stecken ;-)

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