WiFi4EU: Europäischer Rat konkretisiert Pläne für kostenloses WLAN in Großstädten

Das Gutschein-System von WiFi4EU (Bild: Europäischer Rat/Youtube)

Am vergangenen Freitag hat der Europäische Rat seine Pläne für kostenloses WLAN an öffentlichen Plätzen konkretisiert. Die Mitgliedsländer haben sich dabei auf die Grundzüge der Finanzierung für das WiFi4EU getaufte Netz geeinigt. Das Geld für das europaweite Projekt soll demnach aus dem Finanztopf „Connecting Europe“ kommen. Laut Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker soll es bis 2020 in den Zentren aller europäischen Großstädte kostenlose Hotspots geben.

Das Finanzierungssystem für WiFi4EU basiert auf einem einfachen Gutschein-System: Europäische Städte können bei der EU eine Finanzierung beantragen und erhalten darauf hin einen Bon. Diesen geben sie an die Telekommunikationsunternehmen weiter, die den Ausbau und die Wartung des WLAN-Netzes übernehmen. Im Anschluss geht der Bon zurück an die EU, die dann die Bezahlung des Telekommunikationsunternehmens einleitet.

Für Antrag und Umsetzung gelten einige Regeln: Grundsätzlicher will die EU ihre Gutscheine geografisch gerecht verteilen, und zwar nach dem Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Einen Antrag stellen kann immer nur eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, und zwar nur dann, wenn sie mit der Umsetzung keine bestehenden privaten oder öffentlichen Angebote verdrängt. Für die späteren Netzbetreiber gilt die Voraussetzung, dass sie mindestens eine Geschwindigkeit von 30Mb/s anbieten können.

Zwischen 2017 und 2019 will die EU für den Ausbau des kostenlosen WLANs 120 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die ersten Anträge für WiFi4EU sollen vor Sommer 2017 gestellt werden können.

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Tags :Quellen:Europäischer RatVia:EngadgetBildquelle :Europäischer Rat/Youtube

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