Apple lässt Samsungs Bezahllösung nicht in dem App Store

In Samsung Pay hinterlegte Kreditkarten lassen sich auch mit einer Wischgeste aufrufen – ohne dass die App gestartet werden muss (Bild: Cho Mu-hyun/ZDNet.com).

Der Online-Bezahldienst Samsung Pay Mini wird nicht für iOS zugelassen. Apple hat Samsungs Antrag abgewiesen, heißt es in einem Medienbericht. Apple Pay soll der einzige Bezahldienst im Apple-Universum bleiben.

Apple lässt Samsungs Online-Bezahldienst Samsung Pay Mini nicht in den App Store von iOS, berichtet Korea IT News. Angeblich soll Pay Mini im Januar 2017 starten. Wenn es nicht in den App Store gelangt, wird es ein Android-Only-Bezahlsystem.

Dem Bericht zufolge wird Samsung die App nicht erneut bei Apple einreichen. „Nachdem Apple die Registrierung von Samsung Pay Mini für seinen App Store verweigert hat, haben wir entschieden, uns nur auf den Android-Markt zu konzentrieren, der 85 Prozent aller Smartphones weltweit abdeckt“, sagte ein Samsung-Sprecher.

Zu den Gründen für die Ablehnung machte der Sprecher keine Angaben. Das Zulassungsverfahren für den App Store wird grundsätzlich als komplizierter als bei Googles Online-Marktplatz Play beschrieben. Während Google Apps in der Regel innerhalb von Stunden prüfe und genehmige, dauere es bei Apple mitunter eine Woche, heißt es weiter in dem Bericht.

Lies auch: Samsung Pay: Mobiler Bezahldienst startet 2016 in Spanien und Großbritannien

Ein Branchenkenner äußerte die Vermutung, Apple sperre Samsung Pay Mini aus Konkurrenzgründen aus. „Auch wenn der Registrierungsprozess für Apples App Store kompliziert ist, hat Apple die Registrierung von Samsung Pay Mini abgelehnt, um Samsung Pay, das verbreiteter ist als Apple Pay, in Schach zu halten“, zitiert ihn Korea IT News.

Apple und Samsung sind nicht nur bei Smartphones und Tablets Konkurrenten. Beide bieten auch einen Bezahldienst und Clouddienste an und verkaufen Apps für ihre mobilen Geräte – allerdings in erster Linie nur für die eigenen Geräte. Sie sind aber auch Partner, da Apple verschiedene von Samsung hergestellte Komponenten wie Displays und NAND-Flash für seine eigenen Produkte benötigt.

Samsung bietet seinen Bezahldienst Samsung Pay inzwischen in neun Ländern an. Der Vorteil gegenüber Apple Pay ist, dass Samsungs Angebot nicht auf Bezahlterminals angewiesen ist, die die Nahfeldfunktechnik NFC unterstützen, was die Akzeptanz im Handel erhöht. Samsung Pay Mini wiederum soll den Bezahldienst für Besitzer von Smartphones anderer Hersteller öffnen – allerdings ermöglicht er nur Online-Einkäufe.

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Tags :Quellen:Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de
  1. Warum sollte man Apple Produkte wie iPhone kaufen, wenn Apple der Profit mit eigenem Bezahldienst wichtiger ist, als die freie Wahl der Anwendungen durch den Nutzer. Apples Bevormundung und Restriktionen, NEIN danke.
    Es wäre nur recht und billig wenn Samsung und Android alle Apple Angebote aus deren Hunderten Millionen Geräten auch aussperrt.

    1. Genau erfasst, Mossbach!
      Warum kann man eigentlich keinen von Porsche Austauschmotor für einen Audi bekommen. Frechheit, gelle!?

      1. Der *Mossbachfan1* kann nicht mal den Unterschied zwischen technischen Kompatibilität, und vorsätzlichen Aussperren von Zubehör möglicher Wettbewerber. Leute mit solchen geringen geistigen Horizont sind bevorzugte Opfer von Apples Bevormundungen und Restriktionen.

      2. Es gab Zeiten, da passte Porsche- Motor in VW Käfer rein. Einige machten sich damit Spass, und überholten mit Käfer u.a. BMWs und Sterne.

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