Elektromobilität: Lucid Motors sagt Tesla den Kampf an

Lucid Air

Während die Politik noch laut darüber debattiert, wie man die gefährdete Umwelt durch Elektromobilität rettet und etablierte Autohersteller sich lieber mit Tricksereien über die Runden bringen, präsentiert der US-amerikanische Automobilhersteller Lucid Motors schlagfertig sein erstes Elektroauto. Die Qualitäten, die das Fahrzeug bietet, dürfte traditionelle Autobauer aber auch Neulingen in dem Markt aufhorchen lassen.

Lucid Air

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Bei dem auf einer Veranstaltung in Fremont, Kalifornien vorgestellten Fahrzeug handelt es sich um den Luxusliner Lucid Air, der mit allerlei technischem Schnick Schnack daherkommt. Die Limousine verfügt über zwei E-Motoren, die dem Fahrzeug die Kraft von bis zu 1000 PS verleiht. Hinzu kommt eine Eigenschaft, die vielen Skeptikern das stärkste Argument gegen ein Elektroauto entzieht. Der Lucid Air ist nicht nur Zugstark und schnell. Dank einer 130 kWh großen Batterie von Partner Samsung hat das Fahrzeug auch eine besonders große Reichweite. Laut Lucid Motors könne man damit bis zu 400 Mailen (rund 640 Kilometer) weit fahren.

Marktfähig soll der Lucid Air erst 2018 werden. Dann werden Interessierte jedoch tief in die Tasche greifen müssen, um in den Besitz der Elektro-Limousine zu gelangen. Der Luxusschlitten soll mehr als 100.000 US-Dollar kosten. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter weg. Zwar hat Lucid Motors schon einiges an Kapital in die Entwicklung investiert. Für die Fertigstellung einer Fabrik in Arizona im nächsten Jahr, wenn die Produktion anläuft, muss der Konzern noch stolze 700.000 Dollar auftreiben. Schon jetzt habe man in dem US-Bundesstaat mit dem Projekt mehr als 2.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Lucid Air kann auch autonom fahren

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Lucid Air (Bild: Lucid Motors)

Wenn es soweit ist, will sich Lucid Motor nicht nur als Konkurrent von Tesla Motors aufstellen. Auch die deutschen Autohersteller Mercedes und BMW werden sich vorsehen müssen. Tesla greift Lucid Motors auch im Bereich autonomes Fahren an. Der Lucid Air soll bereits mit der nötigen Technik ausgestattet sein, um selbstständig zu fahren.

Das Selbstbewusstsein von Lucid Motors kommt nicht von ungefähr. In den Chefetagen des Unternehmens sitzen nicht nur der frühere Mazda- und VW-Mitarbeiter Derek Jenkins sowie Brian Barron, der bei BMW Erfahrung gesammelt hat. Auch Peter Rawlinson steuert maßgeblich seine Expertise bei. Der war mal Chef-Ingenieur bei Tesla.

Tags :Quellen:Lucid MotorsVia:Techcrunch
  1. Auto- Fabrik für nur 700.000 Dollar?
    Das reicht bestenfalls nur für eine Werkstat, wo Komponenten von externen Zulieferer zusammengeschraubt werden. Und 700.000 $ reichen nur ca. 1 Woche um die 2000 Arbeitskräfte zu bezahlen.

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