HP sprocket: Der Hosentaschen-Drucker im Test

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Der HP sprocket druckt bunte Sticker in Visitenkartengröße und passt dennoch in jede Hosentasche. Wir haben den HP sprocket ausprobiert und zeigen dir im Test, wo seine Stärken und Schwächen liegen.

HP sprocket - Alle Bilder

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HP sprocket

 PRO

 CON

 Direkt vom Handy Bilder drucken(Bild: Übergizmo)  (Bild: Übergizmo)Teuer in Anschaffung und Unterhalt
 Klein und dank Akku mobil(Bild: Übergizmo)  (Bild: Übergizmo)Bildqualität in dunklen Bereichen mäßig
 (Bild: Übergizmo)Bilder sind gleichzeitig Aufkleber  

Der HP sprocket wiegt 172 Gramm und kommt mit dem Maßen 116 x 75 x 23 Millimeter. Damit ist er kaum schwerer und größer als ein normales Smartphone. Wahlweise kann er in schwarz oder weiß erworben werden. Laut HP sollen hier noch einige hippere Farben dazu kommen. 

Das Gerät besteht fast vollständig aus einem Hochglanzpolycarbonat, was den Nachteil hat, dass vor allem die schwarze Variante sehr anfällig gegenüber Fingerabdrücken ist. 

HP sprocket: Ein Bild kostet 60 Cent

Die Oberschale lässt sich entfernen, um darunter das Fotopapier mit dem Maßen 50 mal 76 Millimeter einzusetzen. Nach zehn gedruckten Bilder sollte ein beiliegendes Smartsheet durchgezogen werden. Dieses reinigt und kalibriert den Drucker neu.

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Der HP sprocket greift auf ZINK-Drucktechnik zurück, die ohne Tinte auskommt. Alle Farben befinden sich bereits im Fotopapier und können mit unterschiedlicher Temperatur und Einwirkdauer herausgekitzelt werden. Das Patent liegt dafür bei ZINK Imaging, einer Tochterfirma von Polaroid. Das könnte auch den recht hohen Preis erklären. Denn für 20 dieser nicht einmal visitenkartengroßen Fotoblättchen fallen knapp 12 Euro an, das sind 60 Cent pro Ausdruck.

App: Ausbaufähig aber funktional

Der Pferdefuß solcher Gerät ist häufig die App. Oft genug haben wir schon erlebt, dass eine an sich gute Idee durch  eine lieblos programmierte Anwendungen in die Bedeutungslosigkeit katapultiert wurde. Das ist beim HP sprocket glücklicherweise nicht der Fall – auch wenn die sprocket-App mehr Funktionen vertragen könnte.

Zunächst sollte erwähnt werden, dass die App sehr übersichtlich und logisch aufgebaut ist. Außerdem läuft sie stabil. Es kam im Test mit dem Samsung Galaxy S7 edge zu keinen Abstürzen und auch die Bluetooth-Verbindung zum sprocket wurde zuverlässig gefunden.

Die App kann mit Konten bei Instagram, Facebook und Flickr verbunden werden, um sich dort bei den Bildern zu bedienen. Außerdem nutzt sie die auf dem Handy gespeicherten Bilder. Hier hätten wir uns gerne noch ein paar weitere Dienste gewünscht, allen voran Google Foto. Laut HP soll diese Liste in Zukunft auch noch erweitert werden. Natürlich – und das ist der einfachste Weg – kann man auch direkt über die App fotografieren.

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Die Bilder können anschließend direkt in der sprocket-App bearbeitet werden. Dabei stehen verschiedene Filter, Rahmen, Sticker und Schriften zur Verfügung. Klingt ganz nett und funktioniert auch gut. Allerdings lässt der Umfang etwas zu wünschen übrig, ganz besonders wenn man Instagram, Prisma, Snapchat und Co. gewohnt ist. Aber natürlich können die Bilder auch in einer fremden App erstellt und mit der sprocket-App geöffnet und gedruckt werden.

Ein kompletter Druck dauert etwa 40 Sekunden. Eine volle Akkuladung soll laut HP für bis zu 30 Ausdrucke reichen. Die Druckqualität geht in Ordnung, allerdings kann sie nicht mit echte Fotoabzügen mithalten. Häufig fehlen Details in dunklen Bereichen. Auch wirken die Farben immer etwas blasser als im Original. Deswegen sollte vor dem Druck die Farbintensität des Bildes stets etwas erhöht werden.

Ebenfalls gilt es zu beachten, dass etwas Rand von den Originaldateien abgeschnitten wird. Dafür kommen die fertigen Bilder komplett ohne störenden weißen Rand aus und sind gleichzeitig Sticker. Großartig!

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Fazit HP sprocket

HP sprocket hievt Bilder aus der digitalen Versenkung ins reale Leben. Bild knipsen, in der sprocket-App bearbeiten und direkt an den Drucker. Es vergeht weniger als eine Minute, bis das fertige Bild aus dem HP sprocket kommt. Die Bildqualität geht in Ordnung, lässt in dunklen Bereichen allerdings Details missen. Besonders hat uns gefallen, dass die kleinen Bildchen gleichzeitig Sticker sind. Das Betont nochmal die Lifestyle- und Partytauglichkeit des Hosentaschen-Druckers.

Leider ist das Vergnügen mit einer UVP von 139 Euro nicht gerade billig. Ganz besonders wenn man bedenkt, dass jedes gedruckte Bild noch einmal 60 Cent kosten. Auch könnte die App weitere angeschlossene Dienste und Bildbearbeitungstools vertragen. HP hat uns versprochen, hier nachzubessern.

 

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