Uber: Autonome Taxis müssen in der Garage bleiben

(Bild: James Martin/CNET )

Uber setzte in San Francisco 16 selbstfahrende Taxis ein. Nun müssen die Autos aber in der Garage bleiben - die Behörde zog die Zulassung ein. Uber´s klassisches Marketing also?

Das kalifornische Department of Motor Vehicles (DMV) ist die Zulassungsbehörde des US-Bundesstaates. Vonseiten des DMV warf man Uber vor, die selbstfahrenden Autos nicht hinreichend als Testfahrzeuge gekennzeichnet zu haben. Damit habe man gegen geltende Vorschriften verstoßen. Nach einem Streit mit dem DMV hat Uber nun die 16 autonomen Taxis aus dem Verkehr gezogen – vorerst.

Uber hat dem Portal in einer E-Mail bestätigt, dass es sein Testprogramm in Kalifornien eingestellt hat, zugleich aber auch darauf hingewiesen, dass es nun nach alternativen Verwendungszecken für diese Fahrzeuge suche. Außerdem werden man die Anstrengungen verdoppeln praxisnahe Regelungen zu entwickeln, die in ganz Kalifornien gelten. Die einfache Möglichkeit, die Fahrzeuge deutlich und nach Ansicht der Behörden ausreichend als Testfahrzeuge zu kennzeichnen, zieht man wohl nicht in Betracht.

Der Versuch mit autonomen Fahrzeugen als Taxis in San Francisco hatte erst vergangene Woche begonnen. Bereits wenige Stunden nach dem Start trat die DMV auf den Plan, konstatierte einen Rechtverstoß und verlangte, dass eine Erlaubnis beantragt wird.

Provoziert Uber den Streit mit Behörden?

Wie schon oft in seiner Geschichte zuvor, hatte Uber also auch diesmal Angebote eingeführt, ohne sich um geltende Gesetze zu kümmern – eine Taktik, die einer im Sommer vorgelegten Studie der Universität Hohenheim zufolge für Start-ups in der digitalen Welt durchaus erfolgversprechend zu sein scheint.

Und wie schon oft zuvor, widersetzte sich Uber zunächst öffentlichkeitswirksam der Aufforderung der Behörden, sich an geltendes Recht zu halten und begibt sich damit marketingstrategisch geschickt in die Rolle des Opfers und Widerstandskämpfers gegen das scheinbar verstaubte und verknöcherte Establishment. Das US-Unternehmen agiert damit also ähnlich wie die Bauern der anarcho-syndikalistischen Landkommune im Monty-Python-Klassiker “Ritter der Kokosnuss“, treibt die Obrigkeit zur Weißglut und feiert sich selbst als Vorkämpfer der Freiheit.

DMV zu Zusammenarbeit mit Uber bereit

Uber bestreitet zudem, dass es eine Erlaubnis für Testfahrten mit autonomen Fahrzeugen benötigt, da die 16 Autos nie ohne einen Fahrer im Einsatz und damit keine echten “autonomen” Fahrzeuge seien. Ein Mensch überwache die Aktionen des Fahrzeugs kontinuierlich und könne jederzeit eingreifen. Die DMV hält dem entgegen, es gehe um die Technologie im Fahrzeug, nicht darum, ob ein Mensch hinter dem Steuer sitze oder nicht: Sobald das Fahrzeug über Technologie verfügt, die es befähigt autonom unterwegs zu sein, falle es unter die Regelungen für autonome Fahrzeuge.

In einem Brief an Uber, der CNET.com vorliegt, erklärt DMV-Direktor Jean Shiomoto man sei jederzeit bereit mit Uber zusammenzuarbeiten und das Unternehmen bei der Beantragung einer Testerlaubnis zu unterstützen. “Die Technologie verspricht mehr Sicherheit und Mobilität, aber sie muss auch verantwortungsvoll getestet werden.”

Tags :Quellen:CNET.comVia:Mit Material von Peter Marwan, Silicon.deBildquelle :James Martin/CNET
  1. Selbstfahrende Taxis sind die größter Horrorvorstellung für alle Taxifahrer + Taxiunternehmer + Taxizentralen. Den Alle dort tätigen werden bald garantiert arbeitslos oder pleite werden! Diese bald überflüssigen Maschinenstürmer versuchen uns Kunden noch möglichst lange viel Geld mit überteuerten Fahrertaxis aus der Tasche zu saugen, in dem die z.B. Uber sabotieren und bremsen. Alleine nur in DE werden es über 300 000 Überflüssige. Und nebenbei bekommen Kommunen weniger oder keine Gewerbesteuer. Selbstfahrende Taxis, die ohne mehr als 60 000 € Lohnkosten pro Jahr und Taxi fahren, werden für die Kunden (UNS) viel preiswerter sein. Je mehr Wettbewerber um so günstiger. Daher sollten sich alle Verbraucher für Uber und möglichst viele ähnliche Personen- Beförderungssysteme die bald autonom fahren einsetzen, den es ist in unseren Interesse! Selbstfahrende Mitfahr- Projekte in Ballungszentren könnten sogar günstiger als öffentliche Verkehrsmittel werden, alsi günstiger wie Bus oder Bahn.

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