Windows 10-Update: Microsoft ist „zu weit gegangen“

(Bild: Microsoft)

Um das Betriebssystem Windows 10 auf möglichst viele Computer zu bekommen, hat Microsoft eine verhältnismäßig aggressive Update-Politik angewandt. Nun entschuldigt sich der Konzern dafür.

„Wir sind zu weit gegangen“, gestand Marketing-Chef Chris Capossela. Zwar hatte man bei dem Zwangs-Update auf Windows 10 nur das Wohl der Anwender*innen, nämlich ein sicheres System, im Sinn, wirklich gefreut haben sich darüber aber bei weitem nicht alle.

Was war geschehen? Microsoft stellte ab 29. Juli 2015 das neu Betriebssystem als kostenloses Update zur Verfügung. Damit das Update möglichst oft heruntergeladen und installiert wird, begann Microsoft ab dem Frühjahr 2016, einige Nutzer*innen von Windows 7 oder 8.1 mit Popups zu konfrontieren.

Windows 10-Update: Fenster schließen bedeutete Zustimmung

Im Mai setzte Microsoft ein etwas verändertes Popup ein. Wer es mit einem Klick auf das Kreuz schließen wollte, stimmte dem Upgrade zu – in der Regel ohne es zu wissen. Selbstverständlich regten sich zahlreiche Nutzer*innen darüber und Experten sprachen von einem illegitimen Vorgehen. Letztlich musste Microsoft dafür sogar Schadensersatz zahlen.

In der YouTube-Show „Windows Weekly“ sprach Capossela nun von einem Tiefpunkt seines Marketing-Teams. Binnen weniger Stunden habe man zwar gemerkt, dass man zu weit gegangen sei. Bis das nächste Update, das die Maßnahme wieder zurücknahm, jedoch veröffentlicht werden konnte, dauerte es. „Diese zwei Wochen waren sehr schmerzhaft und ein deutlicher Tiefpunkt für uns. Wir haben daraus sehr viel gelernt“, so Capossela.

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