Bundesnetzagentur: Hunderttausende beschweren sich über Telekommunikation

Eckhard Henkel / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 DE

Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen verzeichnete 2016 rund 220.000 Verbraucheranfragen und -beschwerden zu Telekommunikationsfragen. Das ist ein neuer Rekord.

Die Bundesnetzagentur hat jeden Monat durchschnittlich über 18.000 Verbraucheranfragen und -beschwerden zu Telekommunikationsfragen bearbeitet. Die Zahl knackte im Jahr erstmals die Grenzen von 200.000 Anfragen.

„Die hohe Zahl der Anfragen zeigt, dass die Bundesnetzagentur bei Telekommunikationsthemen als Behörde für Verbraucher wahrgenommen wird und auch das Vertrauen der Verbraucher genießt. Oft können wir konkret helfen, zum Beispiel wenn der Wechsel des Anbieters misslingt?, sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

„Erfreulich ist der Rückgang der Fälle, in denen Kunden beim Anbieterwechsel über einen längeren Zeitraum nicht erreichbar waren. Für die meisten Verbraucher klappt der Wechsel des Telefonanbieters mittlerweile reibungslos. Auch die stark gestiegene Zahl erfolgreicher Schlichtungsfälle belegt die Verbrauchernähe unserer Arbeit“, so Homann weiter und ergänzt: „In Fällen von Rufnummernmissbrauch und belästigender Telefonwerbung nutzen wir unsere Befugnisse konsequent aus, indem wir Rufnummern abschalten, Bußgelder verhängen und verbieten und Rechnungsbeträge einziehen.“

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Die meisten Beschwerden betreffen die Störung von Anschlüssen, den Wechsel des Telekommunikationsanbieters sowie den Umzug von Telekommunikationsdiensten. Ebenfalls in der Kritik ist häufig den Kundenservice der Anbieter, insbesondere lange Warteschleifen sowie lange Reaktionszeiten auf Beschwerden.

Bei etwa 2.700 Fällen musste die Bundesnetzagentur im Rahmen des sog. Eskalationsverfahrens bei den beteiligten Unternehmen sicherstellen, dass der Wechsel des Anbieters zügig abgeschlossen wird, weil es zu einer Versorgungsunterbrechung gekommen war, die länger als einen Kalendertag andauerte. 2015 war die Zahl dieser Fälle noch fast doppelt so hoch (5.300).

Bild: Eckhard Henkel / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0 DE / Tulpenfeld 4, Sitz der Bundesnetzagentur, Bonn-Gronau

 

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  1. Man sollte schon den hauptsächlich gemeinten Übeltäter beim Namen nennen!
    Besonders o2 Telefonica verschlechtert die Leistungen, Optionen und Tarife, von übernommenen Eplus, Base, Aldi, Simyo, Blau, usw. Kunden.
    Dabei gilt bei Firmenkäufen: „Mit allen Rechten und auch Pflichten“. Und hier stiehlt sich o2 Telefonica aus der Pflicht. Wie eine Hinterhoffklitsche.
    o2 Telefonica Hotline (Email, Kontaktformular, Telefon) ist auch praktisch seit Monaten immer noch nicht erreichbar, um durch diese Masche berechtigte Kundenreklamationen abzuwimmeln. Damit sollen die Kunden zermürbt werden, und auf ihre Rechte aus Altvertragen mit Bestandschutz verzichten. Viel darüber wird u.a. in http://www.TelTarif.de berichtet.

  2. Oh welch heiliges Wunder… Also ich kann ja mal so gar nicht nachvollziehen wie sowas nur passieren konnte?

    Was man so den Telekommunikationunternehmen alles einräumt, ist doch wirklich bei weitem nicht mehr Kundenfreundlich. Die können beinahe tun und lassen was sie möchten mit all ihren Diensten, egal ob nun Telefonie, Internet, Mobilfunk oder Fernsehen. Wenn irgendwas nicht geht oder Unstimmigkeiten sind, ist Grundsätzlich der Kunde der Doofe und in Beweispflicht.

    Ich persönlich habe über die Jahre viele Erlebnisse hinter mir, egal bei welchen Anbieter ich so war. Falsche Abbuchungen, Verträge die ich nicht abgeschlossen habe inkl. Inkassodrohnungen, gelistete Anrufe die ich nie gemacht habe, falsche Terminversprechen, nicht portierte Rufnummern, Werbeversprechen die nur in Textform per Fleyer existieren aber niemand weis davon wenn es ernst wird und als Highlight… die langen Knebelverträge mit uns als Kunden von meist 24 Monaten und automatischen Verlängerungen um ein Jahr wenn man als Kunde nicht reagiert. Und so lange ich als Kunde an einen Vertrag 24 Monate gebunden bin, den ich ja auch unterzeichnet habe, kann doch so ein Telekommunikationsunternehmen beinahe alles tun, was sie so wollen, denn einfach weggehen zu einem anderen, dass geht ja nicht.
    Das einzige was man in diesem Jahr endlich mal erfolgreich durchgesetzt hat, ist das Abschaffen vom Routerzwang. Nach langem eine sinnvolle Tat für sicher viele Kunden.

    Na dann auf weitere Überraschungen für die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen.

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