Honor 6X im Test: Preis-Leistung de luxe

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Soeben fiel auf der CES 2017 in Las Vegas der Startschuss für das Honor 6X. Wir haben das neue Smartphone aus dem Hause Huawei-Honor schon vorher getestet. Was es kann, was es noch lernen muss und alle weiteren Details erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Honor 6X

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Honor 6X

Das Honor 6X im Video:

Design: Hübsch, aber nicht aufdringlich

Doch kommen wir zu den äußeren Werten des neuen  Smartphones aus China. Das Gerät ist aus Aluminium gefertigt. Die Rückseite beherbergt oben die Hauptkamera mit ihren zwei Linsen sowie den Blitz und den Fingerabdrucksensor. Unten steht das Firmenlogo von Honor. Sowohl am oberen Ende, als auch am unteren befinden sich die Antennenstreifen, die aber farblich im guten Einklang mit der Produktfarbe stehen. Neben dem 3.5 mm Klinkenanschluss am oberen Rand verfügt das Honor 6X am unteren Rand über einen Micro-USB-Anschluss. Am rechten Rand findet sich der On/Off-Button sowie die Lautstärketasten. Links ist der Slot für die SIM- bzw. Micro-SD-Karte zu finden.

Insgesamt ist das Smartphone durchaus hübsch anzuschauen, die Verarbeitung ist zudem sehr gut. Praktischerweise ist von Werk aus eine Schutzfolie aufgebracht, die das Display vor Kratzern schützen soll. Mit seinen Abmessungen von 150,9 mm x 76,2 mm und 8,2 mm sowie dem Gewicht von 162 Gramm ist es durchschnittlich groß und schwer. So fühlt es sich auch an: Das Material ist angenehm und das Gerät liegt gut in der Hand.

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Spezifikationen

Das Honor 6X bewegt sich im Mittelklassesegment und kann sich durchaus sehen lassen. Die Ausstattung ist ordentlich, denn unter der Haube werkelt ein Kirin 655 Octacore-Prozessor, 3 GB RAM sowie ein 3’340 mAh starker Akku. Es gibt eine Dual-Kamera mit 12 + 2 Megapixel und eine Frontkamera für formschöne Selfies mit 8 Megapixel. Ferner verfügt es neben dem 32 GB internem Speicher über die Möglichkeit, eine Micro-SD-Karte mit bis zu 128 GB Platz einzuschieben. Nutzt man diese Option nicht, kann man den Steckplatz auch für eine zweite Nano-SIM-Karte nutzen, denn das Gerät ist Dual-SIM-tauglich. Das Display ist mit 5.5 Zoll und einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel, was einen ppi-Wert von 403 entspricht, sehr ordentlich.

Die möglichen Verbindungen werden mittels Bluetooth 4.1, NFC, LTE und WLAN 802.11 b/g/n hergestellt. LTE ist nur mit dem Hauptslot verwendbar und auf die Frequenzbänder 1, 3,7, 8  und 20 ausgelegt. Alle Verbindungen funktionieren wunderbar, egal ob drinnen oder draußen. Es konnten im Test keinerlei Unterschiede zum Samsung Galaxy S7 und zum iPhone 7 Plus festgestellt werden.

Honor 6X

 

Display und Akku

Full-HD-Displays unter 250 Euro sind rar. Umso schöner ist es, dass das Honor 6X eines erhalten hat. Die Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln verspricht klare, scharfe Bilder und das erfüllt sie auch. Das Display lässt sich in den Einstellungen sehr exakt regeln, man kann sowohl die Helligkeit, als auch die Farbtemperatur genau einstellen. Sehr schön ist hierbei, dass man für die Temperatur das gesamte Farbspektrum auswählen kann.

Die Akkulaufzeit des Honor 6X ist sehr gut. Der 3’340 mAh starke Akku versorgt das Gerät über ungefähr zwölf Stunden hinweg mit reichlich Energie. Im Alltagstest nutzten wir das Smartphone zum Telefonieren, Fotografieren, Spielen und Nachrichten Schreiben. Zugleich waren vier Emailkonten aktiv, die alle fünfzehn Minuten synchronisiert wurden. Beim Test mit zwei Nano-SIM-Karten fiel die Akkulaufzeit mit ca. elfeinhalb Stunden etwas geringer aus.

Kamera

Erste Fototests mit der Dual-Kamera fielen nicht schlecht aus. Die Bildqualität kommt allerdings an die Ergebnisse von den Top-Smartphone 2016 nicht heran. Insbesondere bei leicht schlechteren Lichtverhältnissen zeigt die Cam ihre Schwächen, während sie bei gutem Licht recht ordentlich abschneidet. Schön ist allerdings die vorinstallierte Kamera-App, die mit sehr vielen Möglichkeiten und einem guten Profi-Modus aufwartet. Allerdings kann man hier auch keine Bilder schießen, die über den Möglichkeiten der Linsen liegen.

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Motive, die in der Ferne liegen, kommen auf den Bilder schön rüber, die Gesamtkomposition stimmt dann.

Honor 6X Beispielbild

Geht es aber darum, Nahaufnahmen zu machen, ist es zumindest im Automatik-Modus so gut wie unmöglich, scharfe, gut fokussierte Aufnahmen zu machen.

Honor 6X Beispielbild

Farben werden allerdings gut und recht natürlich eingefangen, bei guten bis dämmrigen Lichtverhältnissen entstehen hübsche Bilder. Zoomt man am Rechner allerdings stark rein, erkennt man klar die verschwommenen Stellen im Hintergrund.

Honor 6X Beispielbild

Die Frontkamera verfügt Huawei-typisch wieder über verschiedene Beauty- und Make Up-Modi. Diese Features haben wir zuletzt ja schon an einem anderen Gerät getestet – mehr als ein Spaß für zwischendurch ist dies nicht.

Videos können mit 1080p aufgenommen werden. Mit der Qualität verhält es sich synonym zur Fotoqualität: Bei guten Lichtverhältnissen werden die Aufnahmen nicht schlecht, bei Dunkelheit aber eher nicht, da hilft auch der Blitz nicht. Auf dem Gerät selbst sehen die Bilder nicht schlecht aus, erst vergrößert auf dem Rechner bemerkt man die Schwächen.

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Software und Leistung

Das Honor 6X kommt erfreulich arm an Bloat-Ware daher. Von Haus aus läuft Android 6.0 mit der Benutzeroberfläche EMUI 4.1 darauf und dies nicht schlecht. Zudem starten die Apps schnell und zuverlässig, was wohl dem Prozessor und Arbeitsspeicher geschuldet ist. Auch bei der Nutzung mehrerer Apps gleichzeitig kam es im Test nur zu sehr wenigen Rucklern. Den direkten Vergleich mit dem Huawei Mate 9 konnte es zwar nicht gewinnen, allerdings ist die Geschwindigkeit und Stabilität in dieser Preisklasse und Produktkategorie sehr gut.

Ausnehmend gut ist außerdem der Fingerprintsensor auf der Rückseite des Geräts. Dieser arbeitet sehr schnell und präzise, es kam im Test zu keinerlei Entsperrproblemen.

Honor 6X

 

Fazit

Das Hauptargument für das Honor 6X ist das unschlagbare Preis-Leistungsverhältnis. Für 249 Euro ist das Gerät ab sofort im Handel zu haben und es hat es in sich: Sehr gute Ausstattung für ein Mittelklasse-Gerät, gute Software, anständige Kamera und eine sehr gute Akkulaufzeit, was will man mehr?

Nun, für fünf Sterne fehlen einfach ein paar kleine überzeugende Momente. Die Energie, die in Beauty-Modus etc. gesteckt wird, könnte in die Hauptkamera gehen und sie bei Nahaufnahmen und Dunkelheit etwas verbessern. Die Leistung des Geräts ist zwar durchweg gut, allerdings kann sie zumindest auf dem Papier nur mit den mittlerweile auch schon relativ günstigen zwei Jahre alten Topmodellen mithalten.

Dies ist allerdings meckern auf hohem Niveau. Wer einen komfortablen, hübschen und überdurchschnittlich guten günstigen Alltagsbegleiter sucht, kann beim Honor 6X ruhig zugreifen und wird sicher nicht enttäuscht werden.

(Bild: Übergizmo)

Das Honor 6X ist ab sofort für 249 Euro im Handel erhältlich. Man kann zwischen den Farben Gold, Silver und Grey wählen. Es soll zudem bald eine Version mit 4 GB RAM und 64 GB internem Speicher auf den Markt kommen, wann es soweit sein wird, wurde noch nicht bekannt gegeben.

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  1. …wenn meins runterfallen würde, käme das 6X sofort dran…aber ich nutze P8lite v. Huawei mit Lollipop und es läuft blendend, trotz 3x Bodenberührung… Habe das 6X aber wärmstens weiter empfohlen, da der Akku schön gross ist…
    Mal sehn, ob ich bald Feedback dazu bekomme…
    Gruss v.d. Eider…

    1. Da mein recht altes Note 2 den Geist aufgegeben hat und ich momentan auf Asienreise bin, habe ich mir das Huawei GR 5 (2017) Modell gekauft. Es ist baugleich zum Honor 6X. Ich hab das Gerät seit ca. 1 Monat in Betrieb und kann es für den Preis auf jedenfall empfehlen. Hatte in der Zwischenzeit noch ein S7 Edge und abgesehen von der Kameratauglichkeit bei schwachem Licht merkt man bei normaler Nutzung des Smartphone keinen spürbaren unterschied.

      1. 2016 haben wir wirklich den Trend erlebt, dass gute Smartphones günstig und günstige Smartphones richtig gut geworden sind. Ich sehe das genauso, dass sich die Smartphones in Zukunft wirklich nur noch in kleinen Details oder DAS Knallerfeature unterscheiden werden. VR/AR-Tauglichkeit wird eine Rolle spielen, denke ich.

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