CES: Avegant Glyph ist die Videobrille der Zukunft

(Bild: Übergizmo)

Nach einer erfolgreichen Kickstarter Kampagne hat Avegant eine Videobrille herausgebracht, die eine ganz besondere Technik nutzt, um das Bild darzustellen. Wie die Nicht-VR-Brille Glyph funktioniert, haben wir uns auf der CES 2017 angesehen.

Avegant Glyph auf der CES 2017

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Avegant Glyph
(Bild: Übergizmo)

Die Videobrille Avegant Glyph im Eyes-On

Die Avegant Glyph ist für echte Filmenthusiasten

Auf den ersten Blick sieht die Avegant Glyph ein wenig aus wie eine Mischung aus Geordi La Forges Visor aus „Star Trek – Das nächste Jahrhundert“ und einem Kopfhörer. Dabei ist die Glyph keine Virtual Reality-Brille wie die HTC Vive, Oculus VR oder Playstation VR sondern richtet sich in erster Linie an Film- und Serienfans. So braucht die Glyph im Gegensatz zu ihren deutlich größeren VR-Brüdern keine zusätzliche Soft- oder Hardware, um das Bild darzustellen.

(Bild: Übergizmo)

Sieht im Profil aus wie ein Kopfhörer: Die Videobrille Avegant Glyph (Bild: Übergizmo)

Das Videosignal wird über einen HDMI-Anschluss an der Seite der Glyph eingespeist und dann passiert die eigentliche Magie. Statt das Bild auf zwei Displays vor euren Augen darzustellen, feuern LEDs Lichtstrahlen über zwei Millionen winzig kleine Spiegel auf eure Augen. Die LEDs sind natürlich sehr schwach und sicher, so dass ihr hier keine ungewollte Augenlaser-OP befürchten müsst.

Scharfes Bild dank innovativer Technik

Der Vorteil dieser Methode ist, dass die von VR-Brillen bekannte Motion Sickness und Ermüdungserscheinungen bei langer Nutzung komplett wegfallen sollen. Laut Avegant imitiert die Glyph das natürliche Sehen, wodurch deutlich angenehmeres Binge-Watching möglich ist.

(Bild: Übergizmo)

LEDs und winzige Spiegel sorgen für ein klares Bild (Bild: Übergizmo)

Das dargestellte Bild wirkt in etwa so, als ob ihr einen 65 Zoll großen Monitor betrachtet, der zwar nur mit 720p pro Auge auflöst, aber dennoch unglaublich brillant aussieht. Der Akku, welcher über den Micro-USB-Anschluss geladen wird, hält dann rund vier Stunden durch und sollte auch für eine Extended Edition-Version von Herr der Ringe reichen. Alternativ könnt ihr die Glyph auch als FPV-Brille für Drohnenflüge nutzen, wie es beispielsweise auch in der Drone Racing League gemacht wird. 360 Grad- und 3D-Videos sind ebenfalls möglich.

Sound und Verfügbarkeit

Für ordentlichen Sound sorgen die Over Ear-Kopfhörer, die Bestandteil der Videobrille sind und in ersten Tests sehr gute Wertungen für den Klang bekommen haben. Über einen Klinkenstecker lässt sich die Glyph dann auch ohne Bild als normaler Kopfhörer nutzen.

(Bild: Übergizmo)

Die Kopfhörer runden den Filmgenuss mit der Avegant Glyph ab (Bild: Übergizmo)

Die Avegant Glyph ist bereits erschienen und für etwa 550 Euro erhältlich. Was meint ihr? Könnte die Glyph eine echte Alternative zum klassischen Fernseher sein? Vor allem, wenn man hier virtuelle 65 Zoll für 550 Euro bekommt?

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  1. Klingt ja nett. Aber einen 65 Zöller mit 720p klingt ein wenig wie ein Porsche mit einem 50PS Motor?!
    Ich bin sicher/hoffe, dass die nächste Generation dann 4k bietet. Wie immer müssen sich also die Early Adopter (zu denen ich auch immer wieder gehöre) mit der schwächeren Technik zufrieden geben…

    1. Das Bild sieht aber wirklich scharf aus. Der Vergleich hinkt hier tatsächlich etwas. Es „wirkt“ eben wie 65 Zoll :) Wir hoffen aber natürlich auch auf einen noch geileren Nachfolger.

  2. Braucht kein Mensch, das Teil! (- Klingt so, als ob ich 50 Jahre wäre)
    Preis-Leistung finde ich mangelhaft, ausgehend von eurem (kurz)Bericht. Ein 65 Zoll TV mit null Mehrwert, außer evtl. 360° Videos (falls es Mehrwert ist), den man auch nur alleine glotzen kann? Kein HD und ein Akku mit 4 Stunden? Mag sein, dass die Darstellungstechnik Innovativ ist, und nicht nur vermutlich sondern tatsächlich Augenschonend ist. Aber dafür 550 Euro? Bei unter 200 Euro wäre es evtl. für einige Singles und für die, die für immer Single bleiben wollen, ein interessantes Produkt. Ansonsten wird es ein Ladenhüter sein! (Wenn das alles war, was es kann)

  3. Die Glyph sieht recht interessant aus… aber eines frage ich mich… stört es nicht das die Glyph nicht geschlossen ist? Das Wohnraumlicht würde mich doch irgendwie die Immersion negativ beeinflussen da es so aussieht wie als ob licht von oben und unten einfallen kann. Wie sieht das der Tester?

    1. Wir haben uns das Teil wirklich nur kurz ansehen können und es gibt definitiv Lichtlecks. Wenn man das Teil zu Hause nutzt, kann man einfach das Licht ausschalten, aber auch wenn Licht einfällt ist es nicht wirklich störend. Ein Vorteil ist, dass man im Gegensatz zur Oculus oder Vive nicht ständig alles umschmeißt, da man noch nach unten etwas raussehen kann ;)

    1. Vermutlich nicht. Die Nasenaufsätze, die Matthias im Video zeigt, positionieren die Glyph so, dass du ein scharfes Bild bekommst. Deswegen liegen auch vier Aufsätze dabei, damit für jede Nase die perfekte Größe dabei ist. Außerdem lassen sich natürlich die Linsen justieren. Wenn Du also keine Nase wie Pinocchio hast, wird Dir vermutlich, wie mir, nichts anderes übrig bleiben, als zu Kontaktlinsen zu greifen :)

      1. Also ist es bei der einen Version geblieben?! Im Netz lese ich oft von nicht ganz perfekter Schärfe auf das ganze Bild gesehen… Da ich die Brille überwiegend für PC games nutzen würde, wäre dies ein wichtiger Punkt für mich. Ist das tatsächlich so, oder eine Einstellungssache?

        1. Ich habe bei Avegant mal wegen einem Update angefragt und poste dann hier das Feedback dazu.

          Wie gut sich die Glyph bei Games macht, würden wir dann im Test klären. Würde mich selbst nämlich auch sehr interessieren.

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